Kinesiologie

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Dr. med. Manuela Mai

Dr. Manuela Mai studierte Medizin an den Universitäten Heidelberg und Mannheim. Nach dem Studium sammelte sie klinische Erfahrung in der Gynäkologie, der Pathologie sowie der klinischen Pharmakologie. Sie interessiert sich besonders für die großen Zusammenhänge, die zu Krankheiten führen - auch abseits der Schulmedizin. Sie absolvierte Zusatzausbildungen in klassischer Homöopathie sowie Ohr- und Schädelakupunktur.

Die Kinesiologie ist ein vergleichsweise junges alternatives Heilverfahren. Es soll Blockaden lösen, Stressreaktionen abbauen und Wohlbefinden erzeugen. Im Mittelpunkt steht der sogenannte Muskeltest. Er soll Aufschluss darüber geben, was den Körper belastet. Dahinter steht die Vorstellung, dass alle Erfahrungen und das Wissen darum, was gut oder schlecht für einen ist, im Körper gespeichert sind. Lesen Sie hier, wie Kinesiologie funktioniert und in welchen Bereichen sie angewendet wird.

Kinesiologie; Alternativmedizin

Was ist Kinesiologie?

Das wichtigste Handwerkszeug der Kinesiologie ist der sogenannte „kinesiologischer Muskeltest“. Mit Hilfe des Muskeltests „befragt“ der Kinesiologe den Körper nach Belastungen oder Blockaden und erfährt, mit welcher Behandlung diese aufgelöst werden können.

Dazu streckt der Klient beispielsweise einen Arm waagerecht nach vorne aus, der Behandler testet nun, ob dieser sich nach unten drücken lässt. Normalerweise kann man dem Druck leicht standhalten. Bei einer Blockade, so die Vorstellung, ist der Energiefluss gestört und der Behandler kann den Arm mühelos nach unten drücken.

Dieser Effekt der Kinesiologie wird damit erklärt, dass alle vom Menschen gemachten Erfahrungen in Nervensystem und Zellgedächtnis gespeichert sind. Die Kinesiologie soll also als eine Art körpereigene Feedback-Methode finktionieren, bei der der Körper durch den Muskeltest rückmeldet, was ihm fehlt und wie man dies wieder in Ordnung bringen kann. Zum Abbau und Ausgleich der Blockaden nutzen Kinesiologen sehr verschiedene alternativmedizinische Techniken.

Wie funktioniert der kinsiologische Muskeltest?

Ein kinesiologischer Muskeltest soll dem Kinesiologen die Antwort auf jede Art von Reiz zeigen. Dieser Reiz kann in Form einer Frage, die der Kinesiologe an den Körper stellt, erzeugt werden. Er kann aber auch entstehen, indem die Testperson einen bestimmten Körperbereich mit der freien Hand berührt, oder ein mögliches Heilmittel festhält.

Im Grunde kann jeder Muskel als Indikatormuskel der Kinesiologie eingesetzt werden. Als besonders geeignet hat sich der vordere Anteil des Delta-Muskels erwiesen. Er ermöglichte es, den Arm waagerecht nach vorne zu heben. Manche Kinesiologen verwenden aber auch andere Muskeln.

Wird der Delta-Muskel getestet, streckt der Patient den gestreckten Arm im rechten Winkel nach vorne. Der Kinesiologie-Therapeut versucht, diesen durch Druck auf das am Handgelenk nach unten zu bewegen. Normalerweise kann die Testperson dem Druck ohne weiteres standhalten, der Arm bleibt im Schultergelenk "eingerastet".

Reagiere der Körper des Patienten aber auf bestimmte Reize, wie beispielsweise eine schädliche Substanz, ein ungesundes Nahrungsmittel, ein ungeeignetes Medikament, einen psychischen Reiz oder vieles andere, so lasse sich der Testarm leicht nach unten drücken. Der stressauslösende Faktor blockiere die durch den Körper fließende Energie und schwäche schlagartig alle Muskeln des Körpers, auch den Testmuskel, lautet die Erklärung der Kinesiologie für diese Reaktion.

Auf diese Weise soll ein kinesiologischer Muskeltest Antwort auf alle Fragen des Kinesiologie-Therapeuten geben und darauf hindeuten, welche Behandlung oder Maßnahmen dem Patienten helfen könnten. Auch Krankheiten jeder Art sollen sich auf diese Weise durch Kinesiologie diagnostizieren lassen.

Die Testperson legt dazu ihre Hand auf einen möglichen Problembereich ihres Körpers und lässt den Muskeltest an sich vornehmen. Bei einer vorliegenden Störung in diesem Bereich, erweist sich der Muskel angeblich sofort als "schwach".

Typische Anwendungsgebiete der Kinesiologie

Es werden viele Krankheiten, aber auch Befindlichkeitsstörungen oder schwierige Lebensumstände mit Kinesiologie behandelt oder unterstützt.

Medizinische Anwendungsbeispiele

Typische medizinische Einsatzgebiete der Kinesiologie sind beispielsweise

  • Entzündungsherde
  • Störfelder
  • Schmerzen
  • toxische Belastungen (z.B. Amalgam)
  • Allergien
  • strukturelle Störungen des Bewegungsapparates
  • Infektionen
  • Belastungen durch Erdstrahlen, Wasseradern und elektromagnetische Felder
  • Gesundheits-Prävention

Psychologische und kognitive Anwendungsgebiete

Auch die Psyche soll von Kinesiologie profitieren:

  • Entlastung bei emotionalen Belastungen
  • Abbau von seelischen Konflikten und Blockaden
  • Unterstützung einer Psychotherapie
  • Abbau von Ängsten
  • Stressmanagement
  • Suchtprobleme
  • Lernstörungen

Persönliche Entwicklung

  • Selbstentfaltung
  • Coaching
  • Leistungsoptimierung im Sport

Für Firmen

  • im Management
  • in der Organisationsberatung

Welche Behandlungsmöglichkeiten nutzen Kinesiologen?

Die Kinesiologie wird vielfältig angewendet. Muskeltests sollen nicht nur die Probleme aufdecken, sondern auch den richtigen Behandlungsweg finden helfen.

So kann ein geeignetes Medikament zur Behandlung mit Hilfe der Kinesiologie ausgetestet werden oder eine bestimmte Behandlungsmethode herausgetestet werden.

Diese Vorgehensweise - erst kinesiologischer Muskeltest und Befragung dann Korrektur dieser Störung - wird solange durchgeführt, bis sich kein aktiver Stressor mehr austesten lässt.

Heilverfahren im Rahmen der Kinesiologie:

Die Korrekturen gesundheitlicher Störungen durch Kinesiologie bedienen sich verschiedener alternativen Behandlungsmethoden. Dazu gehören:

  • Korrekturen der Struktur: spezielle Muskelarbeit, Wirbelkörperverlagerungen und -fixierungen, Korrekturen von Beckenfehlstellungen und Kiefergelenksstörungen, kranio-sacrale Korrekturen etc.
  • Korrekturen der Körperfunktionen: Korrekturen wichtiger Blutbestandteile, der Nebennierenfunktion und der Hormonstruktur, Allergieklopfen und Allergielöschung durch Meridianharmonisierung
  • Emotions-Korrekturen: Altersregression, Stresspunkte drücken, Affirmationen und Schläfenklopfen, Augenbewegungen, Farben und Licht, Glaubenssätze,
  • energetische Korrekturen: 14 Muskel Balancen, Elemente-Punkte, Luo-Punkte, Anfangs- und Endpunkte, tibetischer Achter, Chakra-Balance, Zentrierung, Stimulierung stärkender Akupunkturpunkte, neurovaskulärer Punkte, Meridianen und Chakren

Behandlungsrichtungen der Kinesiologie

Die Kinesiologie hat sich inzwischen in verschiedensten Behandlungsrichtungen aufgespalten oder weiterentwickelt. In der folgenden Liste finden Sie die wichtigsten Therapieformen, die aus der Kinesiologie entstanden sind:

  • Touch for Health
  • Health Kinesiologie
  • Professional Kinesiologie Practitioner (PKP)
  • Applied Physiologie
  • Neural-Kinesiologie
  • Neural-Organisationstechnik (NOT)
  • Sport Kinesiologie
  • Human-ecological Balancing Science (HEBS)
  • Psycho-Kinesiologie
  • Edu-Kinestetik / Brain Gym

Wie verläuft eine kinesiologische Behandlung?

Wenn Sie eine Behandlung mit Kinesiologie beginnen, erfolgt zuerst eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese). Darauf kann eine Irisdiagnose erfolgen oder eine Hautwiderstandsmessung. So sollen sich schon am Anfang Hinweise auf Allergien, Herde, Pilze, psychischen Stress und Schwermetalle zeigen.

Danach wird geprüft, ob ein kinesiologischer Muskeltest am bevorzugten Indikatormuskel möglich ist und getestet, ob der Körper eine generelle Regulationsfähigkeit besitzt.

Erst danach beginnt der Behandler mit der eigentlichen Kinesiologie. Über den Kinesiologie-Muskeltest wird der Stressor gesucht. Dann werden die entsprechenden Korrekturen durchgeführt oder andere Therapien eingeleitet.

Kinesiologie: Risiken

Die Kinesiologie ist eine Diagnose- und Behandlungsmethode, für die es keine gesicherten wissenschaftlichen Belege gibt. Aufgrund der sehr individuellen Auslegung und Anwendung, üben viele Menschen an der Kinesiologie Kritik.

Insbesondere besteht das Risiko, dass Gesunde für krank und Kranke für gesund erklärt werden. Der Patient nimmt dann eventuell unnötige Medikamente ein, oder erhält notwendige und wirksame Behandlungen nicht.

Als Stressor gilt in der Kinesiologie jeder störende oder schädigende Einfluss, der durch den Muskeltest angezeigt wird. Und zwar unabhängig davon, ob der Betroffene ihn überhaupt wahrnimmt oder als solchen empfindet. Daher besteht die Gefahr, dass durch die Kinesiologie Probleme behandelt werden, die für den Patienten nicht vorhanden sind.

Die Kinesiologie-Kritik wird besonders dadurch befeuert, dass die diagnostischen Erkenntnisse allein auf der subjektiven Aussage des Untersuchers basieren. Viele Kritiker vermuten, dass der Muskeltest unwissentlich durch Patient oder Behandler beeinflusst wird.

Ungeachtet der Kinesiologie-Kritik berichten viele Patienten von erfolgreichen Behandlungen durch die Kinesiologie. Wenn Sie sich für Kinesiologie interessieren, sollten Sie auf einen verantwortlichen Umgang und einen gut ausgebildeten Behandler achten.

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