menu
home Startseite

Inhaltsverzeichnis
Artikel teilen Nach oben scrollen

Renin

Das Hormon Renin wird in der Nebennierenrinde produziert. Es ist unter anderem an der Regulation des Blutdrucks beteiligt. Lesen Sie hier, welche Renin-Werte im Blut als normal gelten und welche Ursachen erhöhte sowie erniedrigte Messwerte haben können!

Was ist Renin?

Renin ist ein Hormon, das in speziellen Zellen der Niere hergestellt wird. Es ist Bestandteil des sogenannten Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS). Dessen Hauptaufgabe ist es, den Blutdruck und das Flüssigkeitsvolumen im Kreislauf konstant zu halten.

Im Detail hat Renin folgende Wirkung: Es wandelt das in der Leber produzierte Angiotensinogen in Angiotensin I um, welches wiederum vom Enzym ACE (aus der Lunge) in Angiotensin II verwandelt wird. Das Angiotensin II bewirkt unter anderem, dass sich die Blutgefäße verengen und der Blutdruck steigt. Renin erhöht somit den Blutdruck (indirekt).

Renin wird immer dann ausgeschüttet, wenn ein Natriummangel, ein verringertes Blutvolumen oder eine verringerte Nierendurchblutung (etwa bei akutem Blutdruckabfall) auftritt.

Wann wird der Renin-Wert bestimmt?

Renin wird neben anderen Parametern des RAA-Systems beispielsweise bestimmt, um zwischen einem primären und sekundären Hyperaldosteronismus zu unterscheiden. Bei Hyperaldosteronismus schüttet der Körper übermäßig viel Aldosteron aus. Wenn der Grund dafür der ist, dass die Nebennieren eigenständig (autonom) zu viel des Hormons produzieren, liegt ein primärer Hyperaldosteronismus vor. Der Renin-Wert ist dann erniedrigt. Wenn dagegen eine andere Grunderkrankung für die erhöhte Aldosteron-Ausschüttung verantwortlich ist, besteht ein sekundärer Hyperaldosteronismus. Dann ist neben dem Aldosteron auch das Renin erhöht.

Außerdem bestimmt der Arzt das Renin, wenn er den Verdacht auf einen Renin-produzierenden Tumor hat. Auch zum Ausschluss eines Bluthochdrucks infolge einer Nierenerkrankung (renale Hypertonie) ist eine Renin-Bestimmung angezeigt.

Renin-Normwerte

Renin wird im Blutplasma bestimmt. Die Abnahmeröhrchen sind vorgekühlt und müssen schnellstmöglich zur Analyse ins Labor gebracht werden. Es glten folgende Normwerte für Erwachsene und Kinder:

Renin-Normwert

Erwachsene

liegend

6 - 65 ng/l

stehend

6 - 30 ng/l

Kinder

bis 1 Monat

24 - 850 ng/l

1 Monat bis 1 Jahr

5 - 308 ng/l

1 bis 5 Jahre

5 - 112 ng/l

5 bis 16 Jahre

5 - 143 ng/l

Wann ist der Renin-Wert zu hoch?

Der Renin-Wert kann in folgenden Fällen erhöht sein:

  • sekundärer Hyperaldosteronismus (Überproduktion von Aldosteron aufgrund einer Erkrankung außerhalb der Nebennierenrinde), zum Beispiel bei einer Verengung der Nierenarterien oder bei einem schweren ("malignen") Bluthochdruck
  • gestörter Abbau von Aldosteron, zum Beispiel bei Leberfunktionsstörungen (wie Leberzirrhose)
  • Behandlung mit bestimmten Medikamenten wie Glukokortikoiden oder Diuretika (Entwässerungsmittel)
  • Missbrauch von Abführ- oder Entwässerungsmitteln
  • übermäßiger Verzehr von Lakritze (mehr als 500 Gramm pro Tag)
  • Tumoren, die Renin produzieren (Nierenzell- oder Bronchialkarzinom)

Wann ist der Renin-Wert zu niedrig?

Wenn der Renin-Wert verringert ist, kann das folgende Ursachen haben:

  • primärer Hyperaldosteronismus oder Conn-Syndrom (autonome Überproduktion von Aldosteron in der Nebennierenrinde), meist aufgrund eines gutartigen Tumors (Adenom)
  • Cushing-Syndrom (krankhaft erhöhte Cortisol-Produktion in der Nebenniere)
  • Einnahme bestimmter Medikamente wie Betablocker oder gewisse Schmerzmittel

Unnatürlich niedrige Werte entstehen bei hoher Natriumzufuhr und bei Patienten mit Bluthochdruck und Diabetes mellitus.

farm-pump-ua.com/deka-durabolin.html

www.farm-pump-ua.com/farmakologiya.html
Autoren:
Dr. med. Karlheinz Zeilberger, Eva Rudolf-Müller
Quellen:
  • Hagemann, O.: Laborlexikon, www.laborlexikon.de (Abruf: 19.11.2017)
  • Schaenzler, N. & Bieger, W.P.: Laborwerte, Gräfe und Unzer Verlag, 2016
  • Neumeister, B. et al.: Klinikleitfaden Labordiagnostik, Elsevier/Urban & Fischer, 4. Auflage, 2009
  • Pschyrembel Online, Klinisches Wörterbuch: www.pschyrembel.de (Abruf: 22.11.2017)
  • Vieten, M.: Laborwerte verstehen leicht gemacht, Trias-Verlag, 2009
  • Tortora, G.J. & Derrickson, B.H.: Anatomie und Physiologie, Wiley-Blackwell, 2008
farm-pump-ua.com/deka-durabolin.html

www.farm-pump-ua.com/farmakologiya.html