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Blutprobe

Die Entnahme und Analyse einer Blutprobe kann dem Arzt in vielen Fällen helfen, mögliche Beschwerden und Erkrankungen eines Patienten abzuklären. Lesen Sie hier, wozu eine Blutprobe dient, , an welcher Stelle sie entnommen wird und wie der Arzt dabei vorgeht!

Was ist eine Blutprobe?

Mithilfe einer Blutprobe (und meist auch anderen Untersuchungen) kann der Arzt verschiedenste Erkrankungen eines Patienten feststellen. Auch routinemäßig bei Vorsorgeuntersuchungen wird einem Patienten oft Blut abgenommen, um ein kleines Blutbild anzufertigen. Es liefert dem Arzt einen Überblick über die Anzahl der verschiedenen Blutzellen (wie Erythrozyten und Leukozyten).

Bei einer Blutprobe wird dem Patienten nur eine kleine Menge Blut entnommen, meist aus einer Vene, seltener aus einer Arterie. Bei einigen Tests reicht auch eine winzige Blutmenge, die man aus kleinsten Blutgefäßen (Kapillaren) an der Fingerspitze oder am Ohrläppchen gewinnt (etwa für die Blutzucker-Bestimmung).

Im Labor werden in der Blutprobe einer oder mehrere Werte gemessen. Manche Werte können auch direkt nach der Blutentnahme vor Ort bestimmt werden, zum Beispiel die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit.

Wie viel Blut der Arzt entnimmt, hängt von der Art und der Anzahl der zu untersuchenden Werte ab. Für die häufigsten Untersuchungen (z.B. Elektrolyte oder Enzyme) reichen etwa zwei Milliliter Vollblut. Für die meisten Hormone oder Tumormarker braucht man pro Wert etwa ein biw zwei Milliliter Blut.

Die Blutentnahme erfolgt meistens morgens.

Wie wird eine Blutprobe entnommen?

Blut aus einer Vene wird meistens an der Ellbogenbeuge entnommen:

  • Der Arzt kann die Vene besser finden, wenn er am Oberarm eine Manschette anlegt. Dadurch staut sich das Blut in den Arm zurück und die Vene lässt sich prall tasten. Das Stauen kann etwas unangenehm sein, erleichtert die Blutabnahme aber sehr.
  • Die Einstichstelle wird mit einem Desinfektionsmittel gereinigt und so von Bakterien befreit.
  • Die Vene wird durch die Haut mit einer Nadel angestochen. Die Nadel ist entweder direkt mit einem Proberöhrchen oder aber einer Spritze verbunden. Durch den Unterdruck im Röhrchen bzw. den gezogenen Stempel in der Spritze wird Blut in das Gefäß gesaugt. Manchmal wird für die Blutentnahme auch eine kleine, feine Nadel verwendet, an der eine längerer, dünner Schlauch hängt. Diese Nadeln heißen "Butterfly", weil sie an einen Schmetterling (= Butterfly) erinnern. Hier fließt das Blut automatisch in den Schlauch.
  • Spätestens, wenn die gewünschte Menge Blut entnommen worden ist, wird die Stauung gelöst und die Nadel entfernt. Mit einem Mulltupfer oder einem Pflaster drückt der Patient die Einstichstelle für etwa 60 Sekunden ab, damit die Blutung gestillt wird.

Eine Blutprobe aus einer Arterie (Schlagader) entnimmt der Arzt nach vorhergehender Desinfektion meist an der Innenseite des Handgelenkes, an der sich eine oberflächliche Arterie (A. radialis) befindet. Diese Blutentnahme kann mehr schmerzen als die Blutabnahme in der Vene.

Nach dieser Blutentnahme ist es notwendig, den Mulltupfer für mindestens zwei Minuten auf die Einstichstelle zu drücken, um eine Nachblutung in das Gewebe (Hämatom) zu verhindern.

Was geschieht mit der Blutprobe?

Die Blutprobe wird zur weiteren Untersuchung an ein entsprechendes Labor weitergeleitet. Ihr Arzt kann Ihnen manchmal schon am selben Tag die gewonnenen Ergebnisse mitteilen und erklären.

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Autoren:
Dr. med. Karlheinz Zeilberger, Martina Feichter
Vorlage:
Dr. med. Felicitas Witte
Quellen:
  • B. Neumeister et al. Klinikleitfaden Labordiagnostik, Urban&Fischer Verlag, 4. Auflage 2009
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