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Bluteiweiß

Bluteiweiße wie Albumin erfüllen viele lebenswichtige Aufgaben im Körper. Einige dienen zum Beispiel als Transportvehikel für Hormone, Fette und Mineralstoffe. Andere fungieren als Abwehrtruppen des Immunsystems (Antikörper). Lesen Sie hier mehr über die Aufgaben der Bluteiweiße und ihre Messung mittels Elektrophorese!

Was sind Eiweiße und was sind Bluteiweiße?

Eiweiße (Proteine) sind lebensnotwendig. Sie tragen beispielsweise als Enzyme oder Hormone zum reibungslosen Ablauf des Stoffwechsels bei.

Eiweiße bestehen aus Aminosäuren. Manche davon kann der Körper selber herstellen, andere hingegen nicht. Letztere werden "essentielle Aminosäuren" und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.

Das Blut besteht zu etwa 91,5 Prozent aus Wasser. Die restlichen 8,5 Prozent sind gelöste Stoffe - hauptsächlich Proteine (Eiweiße). Manche Proteine im Blutplasma finden sich auch in anderen Körperregionen, während einige nur im Plasma vorkommen. Letztere bezeichnet man als Plasmaproteine.

Plasmaproteine

Die Plasmaproteine werden hauptsächlich von Leberzellen produziert und erfüllen verschiedene Aufgaben: Sie sind beispielsweise wichtig für die Flüssigkeitsverteilung im Körper, dienen als Transport-Eiweiße, sind Abwehrstoffe (Immunglobuline) oder spielen eine Rolle bei Entzündungen (Akute-Phase-Proteine). Viele Plasmaproteine üben mehrere Funktionen aus.

Zu den Plasmaproteinen gehören vor allem:

  • Albumin
  • Globuline

Albumin ist das häufigste Plasmaprotein. Es fungiert als Transportprotein für unterschiedliche Substanzen, beispielsweise für einige Hormone und Fettsäuren.

Die Globuline sind eine große Gruppe verschiedener Eiweißkörper, die sich in vier Untergruppen unterteilen lassen:

Die alpha- und beta-Globuline dienen als spezifische Transportvehikel für Hormone, Fette und Mineralstoffe. Gamma-Globuline dagegen sind lösliche Antikörper.

Elektrophorese

Die einzelnen Eiweißgruppen der Plasmaproteine werden vor allem mit Hilfe der Elektrophorese analysiert. Dieses Verfahren ermöglicht es, ein Substanzgemisch in seine einzelnen Bestandteile aufzutrennen, und zwar nach deren Größe und elektrischer Ladung. So liefert die Eiweiß-Elektrophorese des Blutes ein Kurvendiagramm, das die Konzentrationen von Albumin und den vier Globulingruppen nebeneinander darstellt. Das Verhältnis der einzelnen Globuline kann dem Arzt einen Hinweis auf eine zugrunde liegende Krankheit geben. Denn bei manchen Erkrankungen verändert sich nicht nur die Gesamtmenge der Bluteiweiße, sondern vor allem das Verhältnis der einzelnen Bestandteile zueinander. Das ist etwa bei der Leberzirrhose der Fall.

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Autoren:
Dr. med. Karlheinz Zeilberger, Martina Feichter
Quellen:
  • Schäffler, A.: Laborwerte für Heilpraktiker, Haug Verlag, 2014
  • Neumeister, B. et al.: Klinikleitfaden Labordiagnostik, Elsevier/Urban & Fischer Verlag, 4. Auflage, 2009
  • Vieten, M.: Laborwerte verstehen leicht gemacht, Trias Verlag, 2009
  • Tortora, G.J. & Derrickson, B.H.: Anatomie und Physiologie, Wiley-Blackwell, 2008
  • Schmidt, R.F. et al.: Physiologie des Menschen: Mit Pathophysiologie, Springer Verlag, 31. Auflage, 2017
  • Lang, F. & Lang, P.: Basiswissen Physiologie, Springer Verlag, 2008
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