Auto-Antikörper

Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für e-happiness.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Auto-Antikörper sind Abwehrstoffe, die sich gegen körpereigenes, gesundes Gewebe richten. In der Folge entwickelt sich eine Autoimmunerkrankung. Lesen Sie hier mehr über die verschiedenen Arten von Auto-Antikörpern und bei welchen Erkrankungen sie auftreten!

Was sind Auto-Antikörper?

Auto-Antikörper sind Antikörper (Abwehrstoffe), die das Immunsystem aus einer krankhaften Fehlregulation heraus gegen körpereigene Zellen oder Gewebe produziert. Mediziner sprechen dann von einer Autoimmunerkrankung. Meist machen sie sich im frühen Erwachsenenalter bemerkbar: Unter dem Einfluss unbekannter Auslöser in der Umwelt und bestimmter Erbanlagen stellt das Immunsystem Auto-Antikörper her, die körpereigenes Gewebe attackieren.

Wann werden Auto-Antikörper bestimmt?

Der Arzt lässt Auto-Antikörper bestimmen, wenn er eine Autoimmunkrankheit beim Patienten vermutet. Er stellt die Diagnose jedoch nie allein auf der Basis des Laborwertes.

Beispiele für Autoimmunerkrankungen und ihre entsprechenden Antikörper:

Autoimmunkrankheit

Auto-Antikörper

Typ-1-Diabetes

ICA (Inselzell-Antikörper)

GADA (Glutamat-Decarboxylase-Antikörper)

IA2-AK (Tyrosin-Phosphatase-Antikörper)

Insulin-Antikörper

Morbus Basedow

TPO-AK (Thyreoperoxidase-Antikörper)

MAK (Antikörper gegen mikrosomales Schilddrüsenantigen)

Hashimoto-Thyreoiditis

TgAK (Thyreoglobulin-Antikörper)

TPO-AK (Thyreoperoxidase-Antikörper)

Myasthenia gravis

AchR-AK (Acetylcholin-Rezeptor-Antikörper)

Skelett-Muskel-Antikörper)

Rheumatoide Arthritis

RF (Rheumafaktor)

Rheumatische Krankheiten (wie Lupus erythematodes, Rheumatoide Arthritis, Panarteriitis nodosa)

ANA (Antinukleäre Antikörper)

Chronisch aktive Hepatitis

SMA (Antikörper gegen glatte Muskulatur)

ANA (Antunukleäre Antikörper)

Autoimmunhepatitis

LKM (Leber-Nieren-Mikrosomen-Antikörper)

Typ-1-Diabetes

IA2-AK (Tyrosin-Phosphatase-Antikörper)

Typ-1-Diabetes

IA2-AK (Tyrosin-Phosphatase-Antikörper)

Woraus werden Auto-Antikörper bestimmt?

Der Arzt benötigt eine normale Blutprobe, um Auto-Antikörper zu bestimmen.

Wann ist der Auto-Antikörper-Wert zu hoch?

Auto-Antikörper haben einen hohen Stellenwert bei der Diagnose von Autoimmunkrankheiten. Manchmal lassen sie sich schon vor Ausbruch der Krankheit im Blut finden. Der Nachweis von Auto-Antikörpern beweist aber noch lange nicht, dass der Patient die Krankheit hat. Der Arzt muss zusätzlich die Beschwerden des Patienten und eventuelle andere Untersuchungsergebnisse berücksichtigen.

Gering erhöhte Auto-Antikörperwerte können auch bei Gesunden vorkommen, zum Beispiel leicht erhöhte ANA oder Rheumafaktoren bei Rauchern, Frauen, die die "Pille" einnehmen oder bei älteren Menschen.

www.steroid-pharm.com

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