Schock

Marian Grosser

Marian Grosser studierte in München Humanmedizin. Daneben hat der vielfach interessierte Arzt einige spannende Abstecher gewagt: ein Philosophie- und Kunstgeschichtestudium, Tätigkeiten beim Radio und schließlich auch für Netdoktor.

Sabine Schrör

Sabine Schrör ist freie Autorin der e-happiness-Medizinredaktion. Sie studierte Betriebswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit in Köln. Als freie Redakteurin ist sie seit mehr als 15 Jahren in den verschiedensten Branchen zu Hause. Die Gesundheit gehört zu ihren Lieblingsthemen.

Ein medizinischer Schock ist durch eine mangelhafte Sauerstoffversorgung gekennzeichnet: Das Sauerstoffangebot kann den Sauerstoffbedarf nicht decken. Der Körper reagiert darauf, indem er nur noch die lebenswichtigen Organe ausreichend mit Blut und damit Sauerstoff versorgt, wodurch die sogenannte Peripherie (Gliedmaßen) und später auch die Organe dauerhaft unterversorgt sind. Ein Schock ist immer lebensbedrohlich und muss sofort behandelt werden. Lesen Sie hier alles Wichtige über Schocksymptome, Ursachen, Behandlung und Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Schock

Kurzübersicht

  • Was ist ein Schock? Verlagerung des Blutvolumens in die Körpermitte zur Versorgung der lebenswichtigen Organe (Zentralisation). Dadurch Unterversorgung von Gliedmaßen (Peripherie) und später auch Organen mit Sauerstoff. Dabei entstehen saure Stoffwechselprodukte, die einen Flüssigkeitsaustritt in das Peripheriegewebe, Blutstau und Blutgerinnsel auslösen. In der Folge tritt weitere Flüssigkeit in das Gewebe aus, so dass das Blutvolumen weiter sinkt (Schockspirale).
  • Arten von Schock: Je nach Auslöser unterscheidet man hypovolämischen, kardiogenen, anaphylaktischen und septischen Schock. Sonderformen sind neurogener und hypoglykämischer Schock.
  • Ursachen: Bei hypovolämischem Schock z.B. starker Blutverlust (etwa bei Unfällen), verminderte Blutgerinnung, Flüssigkeitsdefizit (etwa bei starkem Erbrechen oder Durchfall). Bei kardiogenem Schock z.B. Herzinfarkt, Herzklappenverengung, Erguss, Blutung oder Entzündung des Herzbeutels, Verletzungen oder Erkrankungen der Lunge. Ein anaphylaktischer Schock wird durch Allergene wie Insektengift, Nahrungsmittel, Medikamente ausgelöst. Septischer Schock tritt z.B. nach Infektionen wie Bauchspeicheldrüsenentzündung, bei Wundinfektionen nach großflächigen Verbrennungen oder durch Eindringen von Erregern über Katheter auf.
  • Symptome: Unruhe, Angst, Blässe, Zittern, Frieren, Schüttelfrost, Kaltschweißigkeit. Bei manchen Schockformen: warme, gerötete Haut. Bei fortgeschrittenem Schock: Apathie, Bewusstlosigkeit.
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen:Bei einem Schock besteht akute Lebensgefahr! Deshalb sofort den Notarzt rufen. Bis dieser eintrifft, sollten Sie Erste Hilfe leisten: Schocklage mit hoch gelagerten Beinen (außer bei kardiogenem Schock: hier Oberkörper höher lagern), Patienten beruhigen, ggf. Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung.
  • Behandlung: Nach den Sofortmaßnahmen weitere Behandlung je nach Schock-Art, zum Beispiel Medikamente oder Infusionen zur Steigerung des Blutvolumens, Blutkonserven, Schmerzmittel, Sauerstoffzufuhr, Medikamente zur Steigerung der Kontraktionskraft des Herzens, Antiallergika, Antibiotika.

Schock: Beschreibung

Vereinfacht gesagt, wird bei einem Schock das Blutvolumen verstärkt in die Körpermitte verlagert: Die Gefäße in der Körperperipherie, also in Armen und Beinen, verengen sich, so dass dort weniger Blut zirkulieren kann. Dadurch steht mehr Blut für die inneren Organe und das Gehirn zur Verfügung. Dieses Phänomen bezeichnet man als „Zentralisation“. Der Schock ist demnach ein Notfallprogramm des Körpers, das darauf abzielt, die Blutversorgung und damit die Funktionsfähigkeit der lebenswichtigen Organe aufrechtzuerhalten.

Der Schock - ein Teufelskreis

Ein Schock also durchaus sinnvoll - allerdings nur auf den ersten Blick, denn in der gering durchbluteten, sauerstoffarmen Körperperipherie verändert sich der Stoffwechsel und es entstehen saure Stoffwechselprodukte. Diese bewirken, dass vermehrt Flüssigkeit aus den kleinsten Gefäßen (Kapillaren) in das Gewebe austritt und die Arteriolen (kleine, blutzuführende Gefäße) sich weiten. Ihre Gegenstücke, die Venolen, weiten sich allerdings weniger stark. Deshalb können sie das mit Kohlenstoffdioxid angereicherte Blut aus dem Gewebe nicht wieder vollständig abführen - es kommt zu einem Blutstau. Darin bilden sich kleine Blutgerinnsel (Mikrothromben), außerdem strömt noch mehr Flüssigkeit in das Gewebe. So sinkt die in der Peripherie zirkulierende Butmenge weiter, und das Gewebe wird noch schlechter mit Sauerstoff versorgt. Ein Teufelskreis, den Mediziner als Schockspirale bezeichnen.

Unbehandelt dreht sich diese Spirale immer weiter, mit zunehmend fatalen Folgen. So kann die Bildung von Mikrothromben im Extremfall wichtige Stoffe im Blut verbrauchen, die für die Blutgerinnung zuständig sind (Verbrauchskoagulopathie). Das kann zu weiteren Blutungen im Körper führen. Mit der Zeit werden schließlich auch lebenswichtige Organe nicht mehr ausreichend mit Blut bzw. Sauerstoff versorgt. Dann bricht der Kreislauf zusammen - es kommt zu einem multiplen Organversagen.

Hinweis: Nur wenige Menschen überleben ein multiples Organversagen. Deshalb ist es wichtig, bei einem Schock so früh wie möglich einzugreifen.

Je nach auslösender Ursache, unterscheidet man verschiedene Arten des Schocks:

Hypovolämischer Schock

Ausgelöst wird der hypovolämische oder Volumenmangel-Schock durch starken Flüssigkeitsverlust, etwa nach heftigen inneren oder äußeren Blutungen (hämorrhagischer Schock), starkem Durchfall oder Erbrechen. Man unterscheidet drei Stadien:

  • Stadium 1: Der Blutdruck ist normal, die Haut zeigt sich blass und feucht-kühl.
  • Stadium 2: Der Blutdruck sinkt (unter 100 mmHg systolisch), der Puls steigt auf mehr als 100 Schläge pro Minute.
  • Stadium 3: Der Blutdruck fällt weiter (unter 60 mmHg), der Puls wird immer flacher und ist kaum noch tastbar. Hinzu kommen Bewusstseinsstörungen, Harnverhalt und eine flache, schnelle Atmung.

Kardiogener Schock

Der kardiogene Schock hat seinen Ursprung im Herzen. Ist dieses etwa infolge eines Infarkts geschädigt, fehlt ihm die Kraft, ausreichend Blut in den Kreislauf zu pumpen. Dann setzt nach einiger Zeit die Schockspirale ein. Auch ein Erguss oder eine Einblutung im Herzbeutel sowie eine Lungenembolie können die Leistungsfähigkeit des Herzens mindern und so die Schockspirale in Gang setzen.

Anaphylaktischer Schock

Hierbei ist der Schock auf eine extrem übersteigerte allergische Reaktiondes Immunsystems zurückzuführen: Bei einer Allergie interpretiert das Immunsystem bestimmte Stoffe (Allergene) etwa in Nahrungsmitteln, Medikamenten oder Insektengift fälschlicherweise als gefährlich. Beim Kontakt mit diesen Stoffen setzt es daher Botenstoffe frei, welche die Blutgefäße erweitern und Flüssigkeit aus den Kapillaren austreten lassen. Dadurch sinkt das Blutvolumen, und die Schockspirale beginnt sich zu drehen.

Septischer Schock

Auslöser des septischen Schocks ist eine lokale oder den gesamten Körper betreffende Infektion. Wie beim anaphylaktischen Schock werden auch hier Botenstoffe (Mediatoren) ausgeschüttet, die die Blutgefäße weiten und Flüssigkeit ins Gewebe austreten lassen. Eine Sonderform des septischen Schocks ist das toxische Schocksyndrom (TSS): Hier reagiert das Immunsystem auf Giftstoffe, die von eingedrungenen Bakterien produziert werden.

Schock-Sonderformen

Außerdem gibt es noch einige Spezialformen des Schocks, zum Beispiel:

  • Neurogener Schock: Hierbei fällt ein Teil des Nervensystems aus, sodass sich die Blutgefäße nicht mehr verengen können und der Kreislauf zusammenbricht. Dabei kann auch unkontrolliert Flüssigkeit austreten.
  • Hypoglykämischer Schock: Sinkt die Zuckerkonzentration im Blut unter eine kritische Grenze (etwa 50 mg/dl), kommt es zu plötzlicher Bewusstlosigkeit, weil das Gehirn nicht mehr ausreichend mit dem Energielieferanten versorgt wird.

Schock: Symptome

Ein Schock lässt sich an einigen typischen Symptomen erkennen:

  • Unruhe, Angst
  • sehr blasse Haut
  • Frieren, Zittern, Schüttelfrost
  • Kaltschweißigkeit
  • Bei manchen Schockformen: warme, gerötete Haut
  • Bei fortgeschrittenem Schock: Apathie, Bewusstlosigkeit

Schock: Ursachen

Je nach Schock-Typ kommen unterschiedliche Ursachen in Frage, die allerdings nicht in jedem Fall in einen Schock münden.

Ursachen von hypovolämischem Schock

Ein hypovolämischer Schock beruht auf einem starken Blutverlust aus den Gefäßen. Mögliche Auslöser sind:

  • starke Blutungen,zum Beispiel nach Verletzungen von Gefäßen oder Organen, bei Knochenbrüchen, Operationen oder einer Geburt (starke Nachblutungen), bei verminderter Blutgerinnung durch Krankheiten (Bluterkrankheit) oder blutverdünnende Medikamente (zum Beispiel Cumarine, Heparin)
  • Flüssigkeitsdefizit, etwa durch länger anhaltendes Erbrechen oder starken Durchfall. Auch wenn man dauerhaft zu wenig trinken, kann sich das Blutvolumen gefährlich verringern.

Ursachen von kardiogenem Schock

Ist das Herz zu schwach ist, um genügend Blut in den Kreislauf zu pumpen, kann daraus ein kardiogener Schock resultieren. Gründe für die unzureichende Herzleistung sind zum Beispiel:

  • Kontraktionsschwäche des Herzens, etwa durch einen Herzinfarkt, eine Herzmuskelentzündung oder Fehlentwicklungen des Herzmuskels. Das Herz kann sich dann nicht richtig zusammenziehen und deshalb nicht genügend Druck in den Blutgefäßen erzeugen.
  • Überangebot an Blut, etwa wenn eine Herzklappe nicht richtig schließt. Während der Füllphase strömt dann Blut aus der Aorta oder der Lunge in die entsprechende Herzkammer zurück und füllt diese übermäßig.
  • Herzklappenverengung (wie Aortenklappenstenose): Hier muss das Herz gegen einen erhöhten Widerstand pumpen. Die starke Druckbelastung schädigt den Herzmuskel, zugleich gelangt durch den geringeren Durchmesser der Klappenöffnung weniger Blut in die Gefäße.
  • Verengung des Herzbeutels durch einen Erguss, eine Blutung (Herzbeuteltamponade) oder entzündungsbedingt (konstriktive Perikarditis). Dann können sich die Herzkammern nicht mehr ausreichend füllen, was die Pumpleistung des Herzens verringert.
  • Verletzungen oder Erkrankungen der Lunge können den venösen Rückfluss zum Herzen behindern. Die mögliche Folge ist eine verringerte Herzleistung, die zu einem kardiogenen Schock führen kann.

Ursachen von allergischem Schock

Schuld am allergischen (anaphylaktischen) Schock ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems. Die Auslöser sind individuelle Allergene, also Stoffe, auf die der Betroffene allergische reagiert, zum Beispiel:

  • Insektengift (Bienen- oder Wespengift)
  • Nahrungsmittel wie Nüsse, Steinobst oder Erdbeeren
  • Medikamente, zum Beispiel Schmerzmittel, Narkosemittel oder Antibiotika (vor allem Penizilline)

Ursachen von septischem Schock

Ein septischer Schock wird von einer Infektion (z.B. durch Bakterien oder Pilze) verursacht. Diese kann lokal begrenzt sein oder den gesamten Körper betreffen. Folgende Faktoren können einen septischen Schock verursachen:

  • Entzündungen: Bauchfelleentzündung (Peritonitis), Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), Gallenblasenentzündung (Cholezystitis), Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) oder Lungenentzündung (Pneumonie).
  • Katheter (Venenkatheter, Urinkatheter etc.): Über sie können Erreger in den Körper gelangen und eine Sepsis verursachen, im schlimmsten Fall mit Schockfolge.
  • schwere, großflächige Verbrennungen: Die Wunden können sich infizieren bis hin zum septischen Schock.
  • geschwächtes Immunsystem: Es begünstigt einen septischen Schock.

Besonders gefährlich ist ein septischer Schock,

  • der von Meningokokken (Erreger der Hirnhautentzündung) verursacht wird,
  • der im Rahmen eines Waterhouse-Friderichsen-Syndroms (akutes Versagen der Nebennieren) entsteht oder
  • der bei Menschen auftritt, deren Milz entfernt wurde.

Erste Hilfe bei Schock

Achtung: Bei Verdacht auf einen Schock rufen Sie bitte umgehend den Rettungsdienst!

Bis der Notarzt eintrifft, sollten Sie unbedingt Erste Hilfe leisten:

  • Ist der Betroffene bei Bewusstsein, bringen Sie ihn in Schocklage. Dafür legen Sie ihn flach hin, lagern die Beine aber höher als den Oberkörper. So kann das Blut leichter zum Herzen fließen. Achtung: Bei Verdacht auf einen kardiogenen Schock muss dagegen der Oberkörper höher gelagert werden, damit das Herz nicht zusätzlich belastet wird.
  • Vermeiden Sie jede zusätzliche Aufregung für den Betroffenen.
  • Beruhigen Sie den Betroffenen.
  • Halten Sie den Patienten mit einer Wärmedecke oder -folie warm, um zu verhindern, dass er schockbedingt auskühlt.
  • Stillen Sie vorhandene Blutungen, um weiteren Blutverlust zu vermeiden.
  • Bei Bewusstlosigkeit oder Herz-Kreislauf-Stillstand führen Sie die entsprechenden Erste-Hilfe-Maßnahmen durch: Atemwege ggf. frei machen, ggf. Mund-zu-Mund-Beatmung, Herzmassage.
  • Wenn Sie unsicher bezüglich des Zustandes des Betroffenen sind, dessen Herzschlag und Atmung aber stabil sind, ist die stabile Seitenlage die beste Lösung.
  • Bleiben Sie unbedingt bei dem Betroffenen und kontrollieren Sie regelmäßig Atmung und Puls, bis der Notarzt eintrifft und den Schock behandelt.

Schock: Diagnose und Behandlung

Zunächst gilt es, einen Schock als solchen zu erkennen. Dafür ist es wichtig, den (Not-)Arzt über vorausgegangene, relevante Ereignisse zu informieren: Hat der Betroffene beispielsweise kurz vorher etwas Spezielles gegessen, wurde er von einem Insekt gestochen oder ist eine Herzerkrankung bekannt? Gab es einen Unfall, eine Operation oder einen Infekt in jüngerer Vergangenheit? Dies sind wichtige Fragen, die dem Arzt bei der Diagnose helfen können. Weitere Hinweise liefern die typischen Schock-Symptome (siehe oben).

Darüber hinaus lässt sich ein Schock anhand verschiedener Anzeichen rasch erkennen:

  • Schockindex: Er ist ein wichtiger Indikator. Dabei wird die Pulsfrequenz durch den systolischen Blutdruckwert (der erste Wert beim Blutdruckmessen) geteilt. Ist das Ergebnis größer als 1 (übersteigt der Pulswert also den des Blutdrucks), weist dies auf einen Schock hin. In der frühen Phase eines Schocks kann der Wert jedoch noch unter 1 liegen.
  • Fingernagelprobe: Dabei drückt man einen Fingernagel, bis das darunter liegende Nagelbett blutleer und weiß ist. Kurz nach dem Loslassen sollte sich das Nagelbett wieder rot färben. Dauert dies länger als eine Sekunde, deutet das auf eine gestörte periphere Durchblutung und damit auf einen Schock hin.
  • Eingefallene Halsvenen (Jugularvenen) und Zungenboden-Venen sind typische Anzeichen für einen hypovolämischen Schock.

Außerdem werden folgendeUntersuchungen bei Verdacht auf Schock durchgeführt:

  • Elektrokardiografie (EKG)
  • Messung des zentralen Venendrucks
  • Messung der produzierten Urinmenge (Diurese)
  • Bestimmung verschiedener Blutwerte (wie Sauerstoffsättigung)

Schock-Therapie

Nach den oben beschreibenen Erste-Hilfe-Maßnahmen leitet der behandelnde Arzt je nach Ursache des Schocks eine geeignete Behandlung ein:

  • Hypovolämischer Schock: Hier muss insbesondere das verlorene Blutvolumen ersetzt werden. Dies geschieht mithilfe sogenannter isotoner Kristalline (Kochsalz oder Glukose) sowie mit kolloidalen Infusionslösungen, also blutvolumensteigernde Lösungen mit Makromolekülen wie Kohlenhydraten (Hydroxyethylstärke, Dextrane) oder Proteinen (Gelatine oder humanes Albumin). Bei Bedarf erhält der Patient auch Blutkonserven.
  • Kardiogener Schock: Er wird bei Bedarf mit Schmerzmitteln und Medikamenten, die die Kontraktionskraft des Herzens steigern (Dobutamin), behandelt. Zudem wird Sauerstoff zugeführt, um die Versorgung von Gewebe und Herzmuskel zu verbessern. Bei einem Herzinfarkt werden die Ärzte versuchen, das verstopfte Herzkranzgefäß wieder durchgängig zu machen.
  • Anaphylaktischer Schock: Der Patient erhält Medikamente gegen die überschießende Reaktion des Immunsystems (Glucocorticoide, Antihistaminika). Hinzu kommen Wirkstoffe, die die weit gestellten Blutgefäße verengen (Adrenalin) und die verkrampften Bronchien erweitern (Beta-2-Mimetika). Auch hier kann zudem ein Volumenersatz nötig sein.
  • Septischer Schock: Die auslösenden Erreger werden mit geeigneten Medikamenten bekämpft (z.B. Antibiotika gegen Bakterien). Zudem brauchen die Patienten oft Volumenersatz und gegebenenfalls gefäßverengende Medikamente, um den Schock zu überwinden.
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