close home Startseite
Symptome
expand_more
Medikamente
expand_more
menu Logo Logo
search
clear
search
close home Startseite
Symptome
expand_more
Medikamente
expand_more
Inhaltsverzeichnis
Artikel teilen Nach oben scrollen

Kindsbewegungen

Die ersten Kindsbewegungen erwarten Schwangere, aber auch Väter und Geschwister oft sehnsüchtig. Mit jedem Tritt wird das ungeborene Kind realer und die Bindung wächst. Es ist beruhigend, das Baby regelmäßig wahrzunehmen. Daher sind viele Frauen schnell in Sorge, wenn es ein paar Tage ruhig im Bauch ist. Doch nicht immer hat dies ernste Gründe. Lesen Sie hier alles Wichtige über Kindsbewegungen!

Kindsbewegungen Kindsbewegungen Kindsbewegungen

Erste Kindsbewegungen im Ultraschall

Gerade zu Beginn der Schwangerschaft weist von außen noch nicht viel auf das heranwachsende neue Leben im Bauch hin. Etwa ab der 8. Woche ist im Ultraschall (Sonographie) das Schlagen des winzigen Herzens zu erkennen, und schon kurze Zeit später können Sie erste Kindsbewegungen am Bildschirm verfolgen. Dann dauert es noch ein paar Wochen, bis Sie diese auch spüren werden.

Erste Kindsbewegungen spüren

Für die Schwangere sind erste Kindsbewegungen oftmals nur als Kitzeln oder Kribbeln zu erkennen. Gerade bei Erstgebärenden kann es schon mal sein, dass Darmaktivitäten mit Kindsbewegungen verwechselt werden. Mit der Zeit wird es jedoch immer eindeutiger. Väter und Geschwister müssen etwas länger warten, bis auch von außen die Tritte und Regungen wahrzunehmen sind. Ist dies anfangs nur durch Auflegen der Hand spürbar, lässt sich später oft schön beobachten, wie ein Arm oder ein Bein als kleine Beule quer über den Bauch der Mutter wandert.

Wann spürt man erste Kindsbewegungen?

Die ersten spürbaren Kindsbewegungen treten etwa zwischen der 18. und 20. Schwangerschaftswoche auf, können aber auch zwei Wochen früher oder später einsetzen. Ebenso können Häufigkeit und Intensität variieren. Grund dafür sind individuelle Unterschiede:

  • Lage der Plazenta: schwächere Kindsbewegungen bei Vorderwandplazenta
  • Fruchtwassermenge: je mehr Fruchtwasser, desto später spürt man Kindsbewegungen
  • Dicke der Bauchdecke: je dünner die Bauchdecke, desto früher spürt man Kindsbewegungen
  • Temperament des Babys

Kindsbewegungen im Schwangerschaftsverlauf

Zwischen der 15. und 18. SSW bekommt Ihr Baby stärkere Knochen. Frauen, die schon einmal schwanger waren, können schon in dieser Zeit erste Kindsbewegungen bemerken. Diese sind jedoch noch sehr schwach.

Zwischen der 19. und 22. SSW ist der Fetus zwar noch recht dünn, aber überaus aktiv. Er hat noch genug Platz, um sich auszutoben. In diesen Wochen spürt der Großteil der Schwangeren die ersten Kindsbewegungen.

In der 23. und 24. SSW ist das kindliche Innenohr komplett ausgebildet, und Ihr Baby reagiert auf Geräusche und Reize von außen. Jetzt kann ein lauter Knall Ihr Baby durchaus aufschrecken lassen. Auch auf Berührungen von außen und Musik können nun Kindsbewegungen folgen: Das Baby macht durch Treten und Boxen deutlich auf sich aufmerksam.

Im letzten Drittel der Schwangerschaft nehmen die Kindsbewegungen dann nochmal zu, mitunter gerne in der Nacht. Ihr Baby hat nun keinen Platz mehr für größere Turnübungen oder Purzelbäume, weshalb aus Tritten oder Stößen nun eher ein Dehnen oder Ziehen wird.

Keine Kindsbewegungen: Nicht immer ein Grund zur Sorge

Es ist ein beruhigendes und angenehmes Gefühl, wenn das kleine Wesen im Bauch durch seine Bewegungen regelmäßig auf sich aufmerksam macht. Haben sie sich erst einmal daran gewöhnt, sind viele Frauen schnell in Sorge, wenn sie die Boxer und Tritte ein paar Tage nicht wahrnehmen. Oftmals ist das jedoch subjektiv. Kleine, kurze Kindsbewegungen, die nur wenige Sekunden dauern, gehen im Alltag schnell unter. Deutlich besser und häufiger spüren Sie ihr Kind, wenn es länger als 20 Sekunden in Aktion ist. Sind Sie allerdings selbst viel in Bewegung und beschäftigt, können auch die intensiveren Kindsbewegungen unbemerkt verlaufen oder einfach ausbleiben.

Außerdem gibt es immer wieder Tage, an denen Ihr Kind fauler oder einfach müder ist als sonst. Sind Sie dennoch wegen ausbleibender Kindsbewegungen beunruhigt, kann Ihr Frauenarzt im Ultraschall schnell klären, wie es Ihrem Kind geht.

Gönnen Sie dem Baby seinen Schlaf

Manchmal fehlt im Alltag die Zeit, um Bauch und Baby genügend Aufmerksamkeit zu schenken. Kehrt dann Ruhe ein, möchten viele Frauen, mit Ihrem Kind in Kontakt treten. Aber schon jetzt hat das kleine Wesen seinen eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus. Je fortgeschrittener die Schwangerschaft, desto mehr reagiert Ihr Baby allerdings auf Reize von außen – angenehme wie unangenehme. So können Ihre Stimme, Musik oder ein sanftes Streicheln des Bauches Kindsbewegungen auslösen – aber auch Erschütterungen, Lärm und Stress. Letzteres sollten Sie Ihrem Kind soweit wie möglich ersparen, denn für eine gesunde Entwicklung sind diese ausgiebigen Schlaf- und Ruhephasen durchaus wichtig. Angenehme Reize wie leise Musik oder Streicheln der Bauchdecke schaden jedoch nicht, auf sie reagiert Ihr Kind auch im Schlaf.

Kindsbewegungen zählen?

Oft ist zu lesen, dass die Anzahl der täglichen Kindsbewegungen auf das Wohlbefinden beziehungsweise eine Mangelversorgung des Babys hinweist. Demnach soll es dem Kind bei über 10 registrierten Bewegungen pro Tag gut gehen. Studien haben jedoch ergeben, dass diese Zählmethode keine eindeutigen Ergebnisse liefert und das Risiko für einen intrauterinen Fruchttod nicht senkt. Vielmehr steigt die Rate an unnötigen Krankenhauseinweisungen, Untersuchungen und geplanten Entbindungen. Sie können auf das Zählen der Kindsbewegungen also getrost verzichten. Gönnen Sie sich stattdessen lieber Ruhe und Entspannung und hören Sie auf Ihren Bauch.

Vardénafil sans ordonnance
Autor:
Dr. Nicole Wendler
Quellen:
  • Weyerstahl, T. & Stauber, M.: Duale Reihe – Gynäkologie und Geburtshilfe, Georg Thieme Verlag, 4. Auflage, 2013
  • Bundesverband der Frauenärzte e.V.: www.frauenaerzte-im-netz.de (Abruf: 11.01.2015)
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.familienplanung.de (Abruf: 11.01.2015)
  • Deutscher Hebammenverband e.V.: Schwangerenvorsorge durch Hebammen. DHV-Expertenwissen. Hippokrates Verlag, 3. überarbeitete Auflage, 2014
  • H. Schneider et al.: Geburtshilfe. Springer Verlag, 2000
  • Gnirs, J & Schneider, KTM: Diagnostik der fetalen Bewegungsaktivität, fetaler Stimulationstests und der Komplexitätsanalyse des fetalen EKGs als Ergänzung der intrapartalen CTG-Überwachung. Gynäkologe 1996, 29:28-44
  • Keirse, MJNC: Effective care in pregnancy and childbirth. Oxford University Press, 1989: 477-492
Vardénafil sans ordonnance