close home Startseite
Symptome
expand_more
Medikamente
expand_more
menu Logo Logo
search
clear
search
close home Startseite
Symptome
expand_more
Medikamente
expand_more
Inhaltsverzeichnis
Artikel teilen Nach oben scrollen

Kaffee in der Schwangerschaft

Darf Kaffee in der Schwangerschaft weiter wie gewohnt getrunken werden? Oder sollte man damit vorsichtig sein? Diese Frage beschäftigt viele werdende Mütter. Für viele Frauen ist der morgendliche Kaffee ein Startritual in den Tag, auf das sie nicht verzichten möchten. Aber wie reagiert das Ungeborene auf das Koffein? Lesen Sie mehr über das Thema Kaffee & Schwangerschaft.

Kaffee in der Schwangerschaft Kaffee in der Schwangerschaft Kaffee in der Schwangerschaft

Koffein passiert die Plazenta

Für viele Menschen gilt: Kein Start in den Tag ohne Kaffee. Schwangerschaft ist eine Phase, wo man nicht zu viel davon trinken sollte. Denn der Wachmacher im Kaffee, das Koffein, passiert ungehindert die Plazenta und hat somit auch Auswirkungen auf das Ungeborene. Ein Erwachsener baut das Koffein mithilfe von bestimmten Enzymen (Cytochrome) ab. Der Fötus jedoch besitzt diese Enzyme noch nicht und kann somit auch das zugeführte Koffein nicht abbauen.

Kaffee in der Schwangerschaft: Geringeres Geburtsgewicht

In einer norwegischen Studie wurden fast 60.000 schwangere Frauen nach ihrem Kaffeekonsum befragt. Die Babys wurden später nach ihrem Geburtsgewicht beurteilt. Es zeigte sich, dass der Genuss von Kaffee in der Schwangerschaft das Wachstum des Embryos beeinflusst:

Hatten die werdenden Mütter täglich eine Tasse Kaffee getrunken (das entspricht etwa 100 Milligramm Koffein), lag das durchschnittliche Geburtsgewicht der Babys um 21 bis 28 Gramm und mehr unter dem erwarteten Durchschnittwert von 3600 Gramm. Bei größerem Kaffeekonsum und damit höheren Koffeinmengen wich das Geburtsgewicht noch weiter vom Soll ab.

Bei einem gesunden Kind hat diese Differenz keine große Bedeutung. Bei Frühgeburten aber oder bei Babys mit einem an sich schon geringeren Geburtsgewicht kann dies durchaus Auswirkungen auf die spätere Entwicklung haben.

Abgesehen von einem verringerten Geburtsgewicht scheint der Konsum von Kaffee in der Schwangerschaft keine weiteren Folgen zu haben. Die Koffeinzufuhr löst weder eine Frühgeburt aus noch führt sie zu schwerwiegenden Schädigungen des Kindes.

Kaffee in der Stillzeit: Das Kind trinkt mit

Auch stillende Mütter sollten nicht zu viel Koffein zu sich nehmen. Das Kind wird sonst unruhig, bekommt Bauchschmerzen und schläft schlecht. Wenn doch der Wunsch nach einem Kaffee, schwarzen oder grünen Tee oder einer Cola besteht, dann am besten direkt nach dem Stillen, damit der Körper Zeit hat, das Koffein bis zur nächsten Stillmahlzeit abzubauen.

Empfohlene Koffein-Dosis

Nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sollten Schwangere maximal 200 Milligramm Koffein pro Tag zu sich nehmen. Das heißt: Es können täglich bis zu drei Tassen Kaffee in der Schwangerschaft getrunken werden – sofern keine weiteren koffeinhaltigen Getränke oder Nahrungsmittel konsumiert werden. Denn manche Energy- und Softdrinks wie Cola enthalten Koffein, und zwar pro Glas bis zu 80 Milligramm. Das ist nur geringfügig weniger als Kaffee. Auch in Schwarzem und Grünem Tee steckt Koffein – durchschnittlich 50 Milligramm pro Tasse. Sogar Kakao und Schokolade enthalten den Muntermacher. Das sollte berücksichtigt werden.

Generell gilt also: Verzichten müssen Sie auf Kaffee in der Schwangerschaft und andere koffeinhaltige Getränke und Nahrungsmittel nicht, aber die konsumierte Menge im Auge behalten. Das Gleiche gilt für die Stillzeit.

ссылка
Autor:
Eva Rudolf-Müller
Quellen:
  • Sengpiel, V. et al.: Maternal caffeine intake during pregnancy is associatef with birth weight but not with gestational length: results from a large prospective pbservational cohort study, in: BMC Medicine 2013, 11: 42
  • CARE Study Group: Maternal caffeine intake during pregnancy and risk of fetal growth restriction: a large prospective observational study, in: BMJ 2008; 337: a2332 und BMJ 2010; 340: c2331
  • aid Infodienst: www.was-wir-essen.de (Abruf: 24.04.2015)
  • Bundesverband der Frauenärzte e.V. (Hrsg.): www.frauenaerzte-im-netz.de (Abruf: 24.04.2015)
  • Ernährung in der Schwangerschaft – Handlungsempfehlungen des Netzwerks „Gesund ins Leben“, 2013
  • Risikobewertung Koffein, Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, 2015
ссылка