Sommergewitter: Gefahr für Allergiker

Pollen in Gewitterluft
Jens Richter

Jens Richter ist seit November 2013 Chefredakteur bei e-happiness. Bereits von Ende 2002 bis Anfang 2005 war der Mediziner und ausgebildete Journalist Teil des e-happiness-Teams, entwickelte dann aber über acht Jahre als Chefredakteur in einem Hamburger Sportverlag die Zeitschrift „triathlon“ zu einem der größten europäischen Fachmagazine im Ausdauersport.

Zum Wochenende sollen endlich Gewitter etwas Abkühlung bringen. Doch Vorsicht Allergiker: Bei Blitz und Donner gilt Alarmstufe Rot!

Für alle Hitzegeschädigten ist die Luft kurz nach einem heftigen Sommergewitter ein besonderer Genuss: erfrischend kühl und scheinbar reingewaschen von Staub und Abgasen. Doch viele Heuschnupfengeplagte und Asthmatiker ringen ausgerechnet dann besonders verzweifelt nach Atem.

Pollen platzen in der feuchten Luft

Der Grund: Es schweben dann besonders viel Pollenallergene durch die Luft. Und die reizen bei Allergikern die Schleimhäute und können heftige Asthmaanfälle auslösen. Experten vermuten, dass durch die elektrostatische Ladung während eines Gewitters besonders viele Pollen in die Luft katapultiert und von den oft heftigen Windböen verteilt werden. Zudem könnten Pollen, bedingt durch die hohe Luftfeuchtigkeit, platzen und ihre winzigen allergieauslösenden Eiweißpartikelchen geraten dann besonders tief in die Bronchien.

Mindestens eine halbe Stunde warten

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) und die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) empfehlen Heuschnupfen- und Asthmapatienten daher dringend, nach einem Gewitter mindestens 30 Minuten abzuwarten, bis sie wieder ins Freie gehen. So lange dauere es, bis die Pollen und Allergene zu Boden sinken und die Allergenbelastung wieder ein normales Maß erreicht hat.

Quelle: Pressemitteilung der Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) vom 14.08.2015

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