schwangere Frau mit Tablette

Schwangerschaft: Jodtabletten schützen Babyhirne

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Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Ein Jodmangel in der Schwangerschaft kann gravierende Folgen haben: Er behindert die Gehirnentwicklung und kann die Intelligenz des Kindes mindern. Dabei ist ein Jodmangel bei schwangeren Frauen ein verbreitetes Phänomen.

"Wir wissen aus sorgfältigen Untersuchungen, dass etwa 40 Prozent aller Schwangeren einen Jodmangel haben", erläutert Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte. Der Gynäkologe befürchtet, dass diese Kinder ihr ganzes Leben lang nicht ihr genetisch veranlagtes Potenzial an Talenten und Intelligenz entfalten.

Niedrigerer IQ

Ein Vergleich von Kindern, die in der Schwangerschaft zu wenig Jod erhalten hatten, mit gut versorgten Gleichaltrigen zeigte, dass ein niedrigerer IQ noch im Alter von 5 bis 8 Jahren nachgewiesen werden kann. Sogar autistische Anzeichen wurden häufiger beobachtet.

Bereits ab der achten Woche stellt der Embryo selbst Schilddrüsenhormone her. Dafür muss er aber ausreichend mit Jod versorgt sein. Die Schilddrüsenhormone sind notwendig für den Aufbau von Nerven- und Gehirngewebe, von Muskeln und Knochen sowie für viele weitere Funktionen des wachsenden Organismus.

Schon bei Kinderwunsch frühzeitig Jodtabletten einnehmen

Frauen sollten daher sobald sie eine Schwangerschaft planen, Jodtabletten einnehmen und das bis zum Ende der Stillzeit beibehalten.

Jod ist zwar unter anderem vielen Salzpackungen im Supermarkt zugesetzt. "Das Problem ist aber, dass es durch den Kochvorgang stark reduziert wird", erläutert Dr. Klaus Doubek, Frauenarzt in Wiesbaden und Mitglied im Arbeitskreis Jodmangel.

Jod-Dünger aufs Gemüse?

Zur langfristigen Lösung des Problems haben Wissenschaftler einen interessanten neuen Ansatz angedacht: Man könnte beim Anbau von Gemüse spezielle Joddünger einsetzen. Befindet sich das Jod beim Kochen im Gemüse, bleibt es auch während der Zubereitung weitgehend enthalten.

Ziel ist es, pflanzliche Lebensmittel zu erzeugen, die ähnlich jodreich sind wie Milch oder Seefisch – also auch für Veganer geeignet.

"Bis es so weit ist, können wir allen Schwangeren nur dringend ans Herz legen, die Jodversorgung ihrer Babys mit Jodtabletten sicherzustellen", mahnt Albring. "Die Schäden, die ein Jodmangel am kindlichen Gehirn anrichtet, sind irreversibel."

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