E-Bikes

Fitness: E-Bikes bringen Diabetiker in Schwung

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Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Lange wurden E-Bike-Fahrer belächelt. Dabei machen die antriebsverstärkten Zweiräder deutlich fitter als viele denken. Besonders für Menschen mit geringer Kondition sind sie ein idealer Einstieg in ein bewegteres Leben.

Übergewichtigen wird stets ans Herz gelegt, körperlich aktiv zu werden. Das fördert das Abnehmen und mildert auch unabhängig davon die gesundheitlichen Folgen von Übergewicht. Ganz besonders gilt das für Typ-2-Diabetiker, die meist zu viel auf die Waage bringen. Doch wer überflüssige Pfunde mit sich herumschleppt, dem fällt Bewegung naturgemäß besonders schwer.

11 Prozent verbesserte Fitness

Eine gute Option kann für viele ein E-Bike sein, zeigt eine britische Studie. Forscher der University of Bristol hatten 20 Teilnehmern mit Typ-2-Diabetes für fünf Monate ein E-Bike zur Verfügung gestellt. In dieser Zeit verbesserte sich die Ausdauer der Probanden um durchschnittlich fast 11 Prozent. Was außerdem für den Erfolg spricht: Nur zwei der Teilnehmer stiegen vorzeitig aus der Studie aus. 14 von ihnen legten sich nach Ablauf der Untersuchung sogar ein eigenes E-Bike zu.

Bewegungslust statt Bewegungsfrust

Fahrradfahren ist für Übergewichtige ein idealer Sport: Es stärkt das Herz-Kreislauf-System, verbrennt je nach Tempo ordentlich Kalorien und ist dabei auch noch gelenkschonend. Doch auf längeren Strecken, bei Gegenwind oder Steigungen geht vielen Untrainierten schnell die Puste aus - ganz unabhängig vom Gewicht. In dem Fall können E-Bikes verhindern, dass aus körperlicher Überforderung resultierender Frust die Lust an der Bewegung ausbremst.

„E-Biken kann die Motivation steigern und übergewichtigen wie auch älteren Menschen helfen, die sich mit regelmäßiger Fitness sonst schwer tun würden“, erklärt auch Prof. Arno Schmidt-Trucksäss von der Universität Basel.

Jüngst haben der Sportmediziner und sein Team gezeigt, dass das Training mit dem E-Bike für übergewichtige Sporteinstiger genauso viel bringt wie mit normalen Fahrrädern. Zwar benötigt man mit elektrischem Antrieb auf gleichen Strecken deutlich weniger Kraft. Der zusätzliche Schwung ermuntert aber offenbar, längere und anstrengendere Strecken zu bewältigen. So hatten am Ende die Radlerfraktionen mit und ohne E-Bike gleichermaßen Fitness aufgebaut.

Mehr noch: „Wer regelmäßig mit dem E-Bike trainiert, profitiert dauerhaft auch in Hinblick auf Faktoren wie Blutdruck, Fettstoffwechsel und Psyche“, so Schmidt-Trucksäss.

E-Bikes: Beliebt, gesund - aber nicht ungefährlich

Längst schwingen sich nicht nur Senioren aufs E-Bike. Seit 2009 hat sich der Absatz von 150.000 Stück auf 720.000 im Jahr 2017 nahezu verfünffacht. Die meisten davon sind sogenannte Pedelecs: Sie unterstützen das eigene Strampeln mit stufenweise regulierbarer elektrischer Schubkraft.

Allerdings hat der E-Bike-Boom auch Schattenseiten: Oft sind darauf ungeübte Fahrradfahrer in hohem Tempo unterwegs, das sie nicht kontrollieren können. Immerhin erreichen die E-Bikes eine Spitzengeschwindigkeit von 25 km/h. Die Folge sind zahlreiche Unfälle. So sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts von Januar bis September 2017 4300 Pedelec-Fahrer verunglückt, 55 von ihnen tödlich. Das waren 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Gerade für die rasanten für E-Bike-Radler gillt daher: Immer den Helm aufsetzen.

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