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Fettleibige brauchen mehr Vitamin C

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Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Mit starkem Übergewicht gehen viele gesundheitliche Probleme einher. Davor schützen könnten höhere Mengen an Vitamin C.

Eine ungünstige Ernährung kann das Mikrobiom im Darm aus dem Gleichgewicht bringen. „Wenn die Nahrung zu fettreich ist, beschädigt sie den Darm“, sagt Maret Traber von der Oregon State University. Damit beginnt eine verhängnisvolle Kettenreaktion, fanden die Forscherin und ihr Team heraus.

Der Darm wird durchlässig

Als erstes wird die Darmwand durchlässiger. Dadurch gelangen verstärkt sogenannte Lipopolysaccharide in den Blutkreislauf. Dabei handelt es sich um Partikel aus der Zellmembran bestimmter Darmbakterien. Bestimmte weiße Blutkörperchen, die sogenannten Neutrophilen, verwechseln die Eindringlinge aus dem Darm mit krankheitserregenden Bakterien. Sie attackieren sie mit Natriumhypochlorit. Doch diese Substanz zerstört auch das Vitamin C im Blut.

Vitamin C wirkt als Antioxidans. Es fischt freie Radikale aus dem Blutstrom. Das sind aggressive Moleküle, die Zellen schädigen können und so Alterungs- und Krankheitsprozesse befeuern. Vitamin C schützt zudem Vitamin E, das ebenfalls eine starke antioxidative Wirkung hat. „Im Falle einer Lipopolysaccharid-Überflutung büßt der Körper drastisch an beiden Antioxidantien ein und verliert damit deren Schutzfunktion“, sagt Traber.

Übergewichtige Menschen trifft das besonders hart. Denn in ihrem Körper kursieren besonders viele freie Radikale. Fettgewebe, insbesondere wenn es sich im Bauchraum ansiedelt, ist nicht passiv: Es befeuert chronische Entzündungsprozesse im ganzen Körper, an denen auch freie Radikale beteiligt sind.

Metabolisches Syndrom

Die Entzündungen sind mit dafür verantwortlich, dass Übergewichtige ein sogenanntes Metabolisches Syndrom entwickeln. Dann kommen zur Fettleibigkeit noch hohe Blutzuckerwerte, Bluthochdruck und überhöhte Blutfettwerte hinzu.

Die riskante Kombination beeinträchtigt die Lebensqualität und kann die Lebenszeit verkürzen. Darum wird sie auch „tödliches Quartett“ genannt. So erkranken stark Übergewichtige häufiger an Herz-Kreislauf-Leiden und entwickeln öfter Typ-2-Diabetes oder auch eine Fettleber. Auch Demenzerkrankungen treten häufiger auf.

Der Vitamin C-Mangel im Blut von Übergewichtigen wird zusätzlich dadurch verschärft, dass durch die gestörte Darmfunktion die Aufnahme von Vitamin C aus dem Darm ins Blut reduziert ist. Vorangegangene Untersuchungen zeigen außerdem, dass Übergewichtige im Vergleich zu schlankeren Menschen ohnehin weniger Vitamin C-Lieferanten wie Obst und Gemüse verzehren.

Vitamin-C-Aufnahme erhöhen

Die Forscher empfehlen, die tägliche Zufuhr von Vitamin C bei starkem Übergewicht daher erheblich zu erhöhen. So ließen sich entzündungsbedingte Gesundheitsschäden möglicherweise vorbeugen. Für stoffwechselgesunde Erwachsene liegen die empfohlenen Werte zwischen 90 und 110 mg am Tag. Für Fettleibige sollte dieser Wert möglicherweise deutlich nach oben korrigiert werden. Die besten Lieferanten von Vitamin C sind Obst und Gemüse.

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