Erste Hilfe: Mehr Mut zur Herzdruckmassage

Erste Hilfe an einer Übungspuppe
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Lisa Vogel

Lisa Vogel studierte Ressortjournalismus mit dem Schwerpunkt Medizin und Biowissenschaften an der Hochschule Ansbach und vertiefte ihre journalistischen Kenntnisse im Masterstudiengang Multimediale Information und Kommunikation. Als freie Journalistin sammelte sie Erfahrungen im Lokaljournalismus und schrieb Beiträge für Gesundheitsplattformen. Seit September 2018 ist sie Volontärin in der e-happiness Redaktion.

Jedes Jahr bleibt bei mehr als 50.000 Menschen in Deutschland das Herz plötzlich stehen. Doch nur in einem guten Drittel der Fälle wagen sich Ersthelfer an eine Reanimation. Das soll sich ändern: Vom 17. bis 23. September will die Woche der Wiederbelebung Laien mehr Mut zur Herzdruckmassage machen.

Mit zahlreichen Aktionen motiviert die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) Menschen dazu, in Notsituationen Erste Hilfe zu leisten. Das funktioniert in den drei einfachen Schritten „prüfen – rufen – drücken“. Die Kernbotschaft: Reanimation ist kinderleicht.

„Prüfen – rufen – drücken“

Bei einem Herzstillstand ist es wichtig zunächst zu prüfen, ob der Patient tatsächlich bewusstlos ist. Dann wird über den Notruf Hilfe verständigt. Im Anschluss hält der Helfer durch regelmäßiges Drücken auf den Brustkorb die Blutzirkulation aufrecht. Was Sie dabei genau beachten müssen, lesen Sie im e-happiness-Artikel Reanimation.

Andere Initiativen bieten auch außerhalb der Woche der Wiederbelebung Projekte an, die über richtiges Verhalten im Notfall und Reanimations-Maßnahmen informieren. An Schulen soll ein Erste-Hilfe-Kurs verpflichtend auf den Lehrplan, damit Kinder früh mit dem Thema in Kontakt kommen. Auch virtuelle Unterstützung im Ernstfall ist verfügbar: verschiedene Apps helfen wird dem Ersthelfer Unterstützung bei der Wiederbelebung geboten.

Notfallwissen auffrischen

Solche Angebote zur Auffrischungen scheinen notwendig, denn der Erste-Hilfe-Kurs ist bei vielen lange her: Eine Umfrage aus dem Jahr 2017 der Asklepios Kliniken zeigt, dass er bei der Hälfte von 1000 Befragten mindestens zehn Jahre zurückliegt.

„Das Interesse am Thema und die grundsätzliche Bereitschaft zu helfen sind groß, aber das Wissen lückenhaft“, sagt Prof. Alexander Ghanem, Oberarzt der Kardiologie der Asklepios Klinik in Hamburg. Vor lebensrettenden Maßnahmen scheuten viele aus Angst, etwas falsch zu machen, zurück. Nur 23 Prozent der Befragten schätzen ihre Wiederbelebungs-Fähigkeiten als „gut“ ein.

Erste Hilfe verdoppelt Überlebenschance

Dabei ist schnelle Hilfe bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand überlebenswichtig: Bleibt das Herz stehen, werden Körper und Gehirn nicht mehr mit Sauerstoff versorgt. Die Folge: Gehirnzellen sterben ab und es entstehen bleibende Schäden. Bereits nach fünf Minuten ohne Sauerstoff sinkt die Überlebenschance deutlich.

Bei einem plötzlichen Herzstillstand kann eine Herzdruckmassage die Zeit überbrücken, bis der Notfallmediziner eintrifft. Ein solcher Wiederbelebungsversuch verdoppelt die Überlebenschance des Patienten.

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