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Altersforschung: Mit jedem Jahr schwinden Muskeln

Muskelabbau im Alter ist abhängig von Hormonen und dem Lebensstil. Muskelabbau im Alter ist abhängig von Hormonen und dem Lebensstil. Muskelabbau im Alter ist abhängig von Hormonen und dem Lebensstil.

München (netdoktor.de) – Wer älter wird, verliert mit jedem Jahr ein bisschen Muskelmasse. Dabei spielt neben den Hormonen auch der Lebensstil eine Rolle.

Wissenschaftler um Alexia Renoud von der Universität Lyon beobachteten den Schwund an Muskelmasse bei 608 Männern zwischen 60 und 85 Jahren. Über einen Zeitraum von siebeneinhalb Jahren bestimmten sie alle 18 Monate das Muskelvolumen an Armen und Beinen. Außerdem erfassten sie die Menge unterschiedlicher Hormone im Blut und befragten die Probenden zu ihrem Gesundheitsstatus und Lebensstil.

Der richtige Hormonspiegel

Einen besonderen Einfluss auf den Bewegungsapparat scheinen die Hormone zu haben: Viel Testosteron ist gut, viel Parathormon ist schlecht für die Muskelmasse. Lag die Gesamtkonzentration des Männerhormons Testosteron unter zehn Nanomol, beschleunigte sich der Muskelabbau um 0,1 Prozent pro Jahr im Vergleich zu 0,07 Prozent bei Männern mit höheren Werten. Ein umgekehrter Effekt zeigte sich für das Parathormon: Je höher dessen Konzentration, desto schneller schwanden die Muskeln.

Bewegung hält die Muskeln am Leben

Grundsätzlich nahm der Muskelmasseverlust mit zunehmendem Alter an Fahrt auf: Während unter 65-Jährige jährlich um 0,7 Prozent ihrer Muskulatur verloren, war es bei Männern über 75 Jahre schon fast doppelt so viel.

Noch schneller bauten jene Studienteilnehmer ab, die sich nicht regelmäßig bewegten. Wer weniger als 15 Stunden pro Woche körperlich aktiv war, etwa mit Gartenarbeit oder Spazierengehen, bei dem beschleunigte sich der Muskelschwund messbar. Und umgekehrt: Im Durchschnitt über alle untersuchten Altersgruppen verloren sportliche Männer nur 0,58 Prozent ihrer Muskelmasse pro Jahr.

Einen weiteren Zusammenhang fanden die Wissenschaftler zwischen dem altersbedingten Muskelabbau und Typ-2-Diabetes. Die Zuckerkrankheit sorgte für einen beschleunigten Muskelschwund. (ab)

Quelle: Renoud A. et al.: Predictive parameters of accelerated muscle loss in men – MINOS study, The American Journal of Medicine, 2014