Aspirin

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Aspirin ist der Klassiker unter den Schmerzmitteln. Das Medikament Aspirin wurde vor allem als Mittel gegen Kopfschmerzen und Fieber bekannt, kann aber in seinen verschiedenen Kombinationen und Präparationen gegen unterschiedlichste Schmerzarten, Entzündungen und auch bei Erkältungsbeschwerden eingesetzt werden. Bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden Medikamente mit dem Namen Aspirin angeboten und vertrieben. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Medikament.

Dieser Wirkstoff steckt in Aspirin

Der Markenname Aspirin ist längst als Synonym für den Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure etabliert. Die Arznei zeichnet sich durch ein breites Anwendungsspektrum bei Alltagsbeschwerden aus, denn es wirkt gegen die meisten Schmerzzustände, Fieber und Entzündungen. Weiterentwicklungen der Medikamentenfamilie enthalten zusätzliche Aspirin-Inhaltsstoffe, die die Wirkung für bestimmte Beschwerden noch verstärken, den Wirkungseintritt beschleunigen oder gleichzeitig eine belebende Wirkung erreichen sollen.

Wann wird Aspirin angewendet?

Die Wirkung beruht vor allem auf der Hemmung zweier Enzyme: der Cyclooxygenasen COX-1 und COX-2. Diese sind wichtig für die Bildung bestimmter Entzündungsbotenstoffe (Prostaglandine) und die körpereigene Substanz Thromboxan A2, welche die Gerinnungsplättchen im Blut (Thrombozyten) aktiviert. Daher wirkt das Medikament entzündungshemmend und fiebersenkend und kann die Beschwerden sowohl bei Infekten als auch bei nicht-infektiösen Erkrankungen lindern. Gleichzeitig ist das Präparat ein Blutverdünner, also ein Medikament, das unter bestimmten Voraussetzungen als gerinnungshemmende Substanz therapeutisch eingesetzt werden kann.

Typische Einsatzgebiete für Aspirin sind:

  • Vorbeugung der Gerinnselbildung nach Stent-Implantation in den Herzkranzgefäßen
  • Vorbeugung der Gerinnselbildung bei Vorhofflimmern am Herzen, wenn Medikamente der ersten Wahl mit dem Wirkstoff Phenprocoumon) nicht eingesetzt werden können.

Zudem wird die„blutverdünnende“ Wirkung seit einiger Zeit versuchsweise zur Behandlung der angeborenen Blutkrankheit Polycythaemia vera genutzt.

Welche Nebenwirkungen hat Aspirin?

Wie jedes Medikament kann auch Aspirin Nebenwirkungen hervorrufen. Diese sind bei bestimmungsgemäßer Anwendung als Schmerzmittel meistens nur leicht und bilden sich nach Absetzen des Medikaments schnell zurück.

Häufige Nebenwirkungen sind Sodbrennen und/oder Oberbauchbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen. Das Mittel kann zu allergieähnlichen Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut führen und bei Asthmatikern sogar Asthmaanfälle auslösen, da es die Bildung von Bronchien verengenden Botenstoffen (Leukotrienen) fördert.

Der Aspirin-Wirkstoff kann die Magenschleimhaut reizen und eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung) bis hin zu Magengeschwüren und Blutungen auslösen. Empfindliche Personen sollten deshalb bei einer Aspirin-Behandlung gleichzeitig magenschützende Medikamente einnehmen. Bei hoch dosierter und/oder langfristiger Anwendung erhöht die Arznei die Gefahr von Blutungen, die schwerwiegend verlaufen können (Blutungen innerer Organe und Hirnblutungen).

Aspirin-Überdosis

Beachten Sie unbedingt die Empfehlungen des Herstellers zur Dosierung. Für die handelsübliche Form von Tabletten mit 500 Milligramm Wirkstoffgehalt gilt:

  • Kinder ab 12 Jahre können bis zu dreimal täglich eine Aspirin-Tablette einnehmen. Die Tageshöchstdosis entspricht maximal drei Tabletten (1.500 Milligramm).
  • Erwachsene und Jugendliche können bis zu dreimal täglich eine bis zwei Tabletten einnehmen. Die Tageshöchstdosis entspricht maximal sechs Tabletten (3.000 Milligramm).

Für die richtige Dosierung der verschiedenen Produktvariationen lesen Sie bitte vor der Einnahme die jeweiligen Aspirin-Beipackzettel.

Symptome einer Aspirin-Überdosis sind zum Beispiel Bewusstseinsstörung, Atemlähmung, Hörstörungen und Tinnitus. Auch Schäden von Leber und Nieren können durch eine Überdosis Aspirin entstehen.

Das sollten Sie bei der Anwendung von Aspirin beachten

Wie für alle Medikamente gelten Anwendungsbeschränkungen auch für diesen Wirkstoff. Aspirin darf zum Beispiel bei bestimmten Erkrankungen oder in bestimmten Situationen gar nicht (Gegenanzeigen) oder nur in Absprache mit dem Arzt eingesetzt werden. Außerdem kann Aspirin in Verbindung mit anderen Medikamenten oder Substanzen anders wirken als beabsichtigt oder es kann die Wirkung dieser Stoffe verändern (Wechselwirkungen).

Aspirin: Gegenanzeigen

Wenn Sie wissen, dass Sie auf den Aspirin-Wirkstoff allergisch reagieren, darf das Medikament nicht eingenommen werden. Falls nach der Einnahme des Medikaments Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, muss es sofort abgesetzt werden.

Außerdem dürfen Aspirin und andere Medikamente mit demselben Wirkstoff nicht eingenommen werden bei:

  • akuten Magen- und Darmgeschwüren
  • erhöhter Blutungsneigung
  • akutem Leber- und Nierenversagen
  • schwerer Herzmuskelschwäche

Vorsicht bei der Einnahme von Aspirin gilt bei:

  • Allergien, Asthma, Heuschnupfen, Nasenschleimhautschwellungen (Nasenpolypen) und chronischen Atemwegserkrankungen, da Aspirin bei Betroffenen die Allergiesymptome verstärken oder einen Anfall auslösen kann
  • gleichzeitiger Einnahme anderer Arzneimittel, die die Blutgerinnung beeinflussen
  • zurückliegenden Magen- oder Darmgeschwüren oder Magen-Darm-Blutungen
  • eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion

Kinder und Jugendliche sollten bei fieberhaften Virusinfekten kein Aspirin einnehmen, da der Wirkstoff in seltenen Fällen das lebensbedrohliche Reye-Syndrom auslösen kann.

Außerdem gilt vor Operationen Vorsicht bei der Einnahme des Medikaments, da der Aspirin-Wirkstoff die Blutungszeit verlängert. Aspirin muss gegebenenfalls mehrere Tage vor dem Eingriff abgesetzt und durch ein anderes Medikament mit ähnlicher Wirkung ersetzt werden. Betroffene sollten dies mit ihrem Arzt oder Narkosearzt besprechen.

Aspirin: Schwangerschaft und Stillzeit

Aspirin sollte in den ersten beiden Schwangerschaftsdritteln nicht als Schmerzmittel der ersten Wahl eingenommen werden. Sollte eine Einnahme in der Schwangerschaft notwendig sein, besprechen Sie diese unbedingt vorher mit Ihrem Arzt. In vielen Fällen sind andere Schmerz- oder Fiebermedikamente besser geeignet.

In den letzten drei Schwangerschaftsmonaten sollte Aspirin nicht verwendet werden, da das Risiko für Fehlentwicklungen des Kreislaufs beim Fetus steigt. Aspirin kann zudem den Eintritt der normalen Wehentätigkeit und damit der Geburt verzögern. Eine Einnahme des Mittels kurz vor der Geburt kann zu einem erhöhten Blutverlust der Mutter führen.

Der Aspirin-Wirkstoff und seine Stoffwechselprodukte gehen in die Muttermilch über. Zwar sind bei gelegentlicher und niedrig dosierter Anwendung keine nachteiligen Folgen für den Säugling bekannt, höhere Dosen können dem Säugling aber schaden und sogar Überdosierungserscheinungen bei ihm auslösen. Aspirin gilt daher bei Schmerz- und Fieberzuständen während der Stillzeit nur als Medikament der zweiten Wahl.

Aspirin und Alkohol

Aspirin und andere Medikamente der Aspirin-Familie sind insbesondere zur Behandlung des sogenannten Katers (Folgen der Alkoholintoxikation) beliebt, weil sie insbesondere gegen den Kopfschmerz schnell und gut wirken. Wie bei allem Medikamenten gilt jedoch auch bei Aspirin: Alkohol kann die Wirkdauer, die Wirkungsstärke sowie das Risiko von Nebenwirkungen verändern. Insbesondere gilt dies bei einer bestehenden Magenschleimhautentzündung oder bei Magen-Darm-Geschwüren: Aspirin kann deren Symptome verschlechtern und zu bedrohlichen Blutungen führen.

So erhalten Sie Aspirin

Aspirin und weitere Medikamente aus der Aspirin-Familie sind in Deutschland apothekenpflichtig, unterliegen aber nicht der Verschreibungspflicht. Das heißt, Sie können in der Apotheke Aspirin ohne Rezept kaufen. Dennoch sollten Sie vor der Einnahme des Medikaments mit Ihrem Arzt oder Apotheker besprechen, ob Aspirin für Sie geeignet ist und in welcher Dosierung und Zubereitungsform Sie dieses am besten anwenden.

Neben der klassischen Tablette wird der Wirkstoff in speziellen Dosierungen, in Verbindung mit weiteren Wirkstoffen wie zum Beispiel Vitamin C, Koffein und in verschiedenen Zubereitungen (Darreichungsformen, zum Beispiel als Aspirin-Granulat, Aspirin-Pulver oder Aspirin-Brausetabletten mit jeweils eigenen Produktnamen) angeboten. Die Medikamente sind auf verschiedene Anwendungsgebiete (Indikationen)abgestimmt und unterscheiden sich auch in Bezug auf ihre Einnahmefreundlichkeit und den Wirkungseintritt.

Komplette Informationen zu diesem Medikament

Hier finden Sie die vollständigen Informationen zum (PDF)

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