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Risiko ist out

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Falsche Ausrüstung, fehlendes Können, riskantes Verhalten – sie sind die häufigsten Ursachen für bisweilen folgenschwere Stürze von Pistensportlern. Ärzte haben jetzt die wichtigsten Tipps für eine sichere Abfahrt zusammengestellt.

Rund 39.000 Verletzungen mussten im Skiwinter 2014/2015 ärztlich behandelt werden, berichtet die Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU). Das meiste davon davon waren Knieverletzungen, aber auch die Schulter, Hüfte, Oberschenkel oder der Kopf waren häufig betroffen.

10 Tipps für Ihre Sicherheit

Viele dieser Verletzungen ließen sich vermeiden, sagen Chirurgen. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) hat für Ski- und Snowboard-Fans zehn Tipps zusammengestellt, mit denen sich das Verletzungsrisiko auf der Piste deutlich senken lässt. Schon Wochen vor dem Beginn der Skisaison könnten Wintersportler etwas für die eigene Sicherheit tun, raten die Mediziner:

1. Machen Sie Ihre Muskeln und Gelenke mit Skigymnastik fit. Spezielle Übungen zur Kräftigung und Dehnung der Hüft- und Beinmuskulatur können Sie besonders gut unter Anleitung im Fitnessstudio erlernen.

2. Lassen Sie Ihre Bretter und insbesondere den automatischen Bindungsmechanismus von Fachleuten auf Vordermann bringen. Schlecht oder gar nicht auslösende Sicherheitsbindungen gehören zu den besonders häufigen Ursachen für schwere Knieverletzungen.

3. Machen Sie einen Sehtest – und lassen Sie sich gegebenenfalls rechtzeitig eine sportgeeignete Brille oder Kontaktlinsen verordnen. Achten sie dabei darauf, dass die Gläser ausreichenden UV-Schutz bieten! Im gleißenden Licht lassen sich Entfernungen und Geschwindigkeiten besonders schlecht abschätzen.

4. Sollten Sie Ski- oder Snowboard-Anfänger sein, lassen Sie sich die Grundtechniken und Kniffe am besten durch einen erfahrenen Skilehrer zeigen. Er hat auch Tipps für den Notfall und kann Ihnen zeigen, wie man auf unerwarteten Steilstücken die Kontrolle über die schnellen Bretter behält.

5. Wählen Sie die Pisten nach Ihrem Können aus und steigern Sie sich Stück für Stück. Lassen Sie sich nicht von Freunden oder Bekannten zu Wagnissen überreden, denen Sie sich technisch noch nicht gewachsen fühlen. Auch Ihre Ausrüstung und Kleidung sollte zu den Anforderungen passen.

6. Verpflegen Sie sich gut: Nur wer seinen Körper ausreichend und regelmäßig mit Energie und Flüssigkeit versorgt, kann von ihm Höchstleistungen verlangen und sich jederzeit voll konzentrieren. Besonders in der Höhe wird der Flüssigkeitsverlust über die Atemluft oft unterschätzt. Apropos Flüssigkeit: Alkoholverzicht sollte vor und auf der Piste selbstverständlich sein.

7. Schützen Sie Ihren Kopf mit einem Helm. Auch wenn ein Kopfschutz nicht immer eine Verletzung verhindern kann, ist er im Fall eines unglücklichen Sturzes dennoch die beste Versicherung gegen schwere Prellungen des Schädels oder Gehirns. Polster oder Schienen, sogenannte Protektoren im Bereich der Ellbogen, Knie und Schienbeine, können das Risiko für Knochenbrüche oder schwere Stauchungen verringern.

8. Legen Sie regelmäßig Pausen ein – nicht erst, wenn Sie merken, dass Sie sich kaum noch auf den Brettern halten können. So steigern Sie übrigens auch den Trainingseffekt und machen auf der Piste schnellere Fortschritte, denn erschöpfte Muskeln lassen sich kaum trainieren.

9. Wärmen Sie sich vor der ersten Abfahrt des Tages oder nach längeren Pausen gründlich auf. Warme Muskeln sind besser vor Verletzungen geschützt und können in Extremsituationen mehr Kraft entwickeln. Auch das Nervensystem wacht beim sogenannten Warm-up auf und kann seine Befehle schneller und präziser an die Muskeln übermitteln.

10. Meiden Sie vereiste oder aufgeweichte Abfahrten. Auf ihnen ist es viel schwerer, die Bretter unter Kontrolle zu behalten, als auf einer gut präparierten Piste. Besonders nachmittags leidet die Qualität vieler Strecken durch die Sonne und den starken Fahrbetrieb.

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Autor:
Jens Richter
Quellen:
  • Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie
  • www.ski-online.de
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