Verbrennung 2. Grades

Florian Tiefenböck

Florian Tiefenböck ist freier Autor in der e-happiness-Medizinredaktion.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Bei einer Verbrennung 2. Grades werden die Oberhaut (Epidermis) und insbesondere die oberen Schichten der darunterliegenden Lederhaut (Korium, Dermis) durch Hitzeeinwirkung geschädigt. Sie ist Teil der allgemeinen Einteilung von Brandverletzungen. Lesen Sie hier alles Wichtige zur Verbrennung 2. Grades!

Verbrennung 2. Grades

Verbrennungsgrade

Die Verbrennung 2. Grades kann in Abhängigkeit ihrer Tiefe nochmals unterteilt werden. Eine Verbrennung 2. Grades Typ a betrifft nur die oberen Schichten der Lederhaut. Die Hautanhangsgebilde wie Drüsen bleiben noch intakt. Eine Verbrennung 2. Grades Typ b dehnt sich bis in die tiefen Schichten des Koriums aus. Tiefergehende Verbrennungen (bis in die Unterhaut) werden als Verbrennung 3. Grades beziehungsweise 4. Grades (bis in das  Muskelgewebe) bezeichnet. Der Verbrennungsgrad 2 Typ b wird manchmal auch als Verbrennung 3. Grades beschrieben.

Hautschäden, die durch heiße Flüssigkeiten verursacht werden, bezeichnet man als Verbrühungen. Wie bei der Einteilung klassischer Verbrennungen werden hier entsprechend zerstörte Ober- und Lederhautschichten als eine Verbrühung 2. Grades bezeichnet.

Häufigkeit Verbrennung 2.  Grades

Laut der Gesundheitsberichterstattung des Bundes wurden im Jahr 2013 bei 9478 Menschen Verbrennungen 2. Grades klinisch diagnostiziert. In über 2000 Fällen waren die Hände oder Handgelenke betroffen, gefolgt von Verbrennungen 2. Grades an den Beinen (1985 Fälle), am Kopf und Hals (1619 Fälle) sowie am Körper (1606 Fälle).

Verbrennung 2. Grades: Heilungsdauer

Je tiefer die Verbrennung, desto langwieriger ist der Heilungsverlauf einer Brandwunde. Eine Verbrennung 2. Grades Typ a heilt in der Regel nach zwei Wochen. Die Verletzung hinterlässt in der Regel kaum Narben. Ärzte sprechen in diesem Fall von einer „Restitutio ad integrum“, die Haut sieht nach der Heilung also genauso aus wie zuvor.

Anders gestaltet sich der Heilungsverlauf einer tiefen Verbrennung 2. Grades. Heilungsdauer und Aussehen unterscheiden sich deutlich von dem einer leichteren Verbrennung. Erst nach etwa einem Monat verschließt sich die Brandwunde durch Narbengewebe. In manchen Fällen, beispielsweise bei großflächigen und sehr tiefen Verbrennungen 2. Grades Typ b, muss das abgestorbene Gewebe chirurgisch entfernt und durch Hauttransplantate ersetzt werden.

Grundsätzlich ist die genaue Unterscheidung einer Verbrennung 2. Grades von der einer 3. Grades bedeutsam. Da bei einer Verbrennung 3. Grades eine spontane Heilung sehr langwierig ist und große Infektionsrisiken bestehen, wird hier in der Regel operativ vorgegangen und gegebenenfalls Haut transplantiert. Den Verbrennungsgrad kann der Arzt etwa 24 Stunden nach der Verbrennung gut beurteilen. Dabei hilft die sogenannte Nadelprobe. Sticht der Arzt mit einer Nadel in die betroffene Region, verspürt der Patient dabei bei einer drittgradigen Verbrennung im Gegensatz zu einer Verbrennung 2. Grades keinen Schmerz.

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