Hautpilz

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Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für e-happiness.

Sabine Schrör

Sabine Schrör ist freie Autorin der e-happiness-Medizinredaktion. Sie studierte Betriebswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit in Köln. Als freie Redakteurin ist sie seit mehr als 15 Jahren in den verschiedensten Branchen zu Hause. Die Gesundheit gehört zu ihren Lieblingsthemen.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Hautpilz (Dermatomykose) ist eine Pilzinfektion der Haut oder ihrer Anhangsgebilde (Haare, Nägel). Welche Symptome an welcher Körperstelle auftreten, hängt vom jeweiligen Erreger ab. Behandelt wird Hautpilz meist mit sogenannten Antimykotika (Antipilzmittel). Hausmittel wie Essig oder ätherische Öle können diese medikamentöse Therapie unterstützen. Lesen Sie hier alles Wichtige über Ursachen, Symptome, Behandlung und Prognose von Hautpilz.

Hautpilz

Kurzübersicht

  • Was ist Hautpilz? Pilzinfektion der Haut und/oder ihrer Anhangsgebilde. Häufige Formen sind Fußpilz (Tinea pedis), Ringelflechte (Tinea corporis), Nagelpilz (Onychomykose oder Tinea unguium), Kopfpilz (Tinea capitis), Handpilz (Tinea manuum), Kutane Candidiasis und Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor).
  • Ursachen und Risikofaktoren: Dermatophyten (Fadenpilze), Hefepilze (Sprosspilze) oder Schimmelpilze. Ansteckung von Mensch zu Mensch, von Tier zu Mensch oder über das Berühren kontaminierter Gegenstände möglich. Besonders anfällig sind Menschen mit Durchblutungsstörungen (etwa bei Diabetes, geschwächtem Immunsystem oder Übergewicht).
  • Symptome: Abhängig von Erreger und betroffener Körperpartie, z.B. gerötete, juckende Hautpartien an Rumpf und Extremitäten bei Ringelflechte (Tinea corporis) oder grauweiße, verquollene Haut mit kleinen Einrissen in den Zehenzwischenräumen bei Fußpilz (T. pedis) oder runde, scharf begrenzte Hautveränderungen am Kopf mit abgebrochenen oder ausgefallenen Haaren bei Kopfpilz (T. capitis).
  • Behandlung: Antipilzmittel (Antimykotika) zur äußerlichen (und evtl. auch innerlichen) Anwendung. Unterstützend Hausmittel wie Essig und ätherische Öle. Sorgfältige Hygiene. Regelmäßiges Wechseln von Socken und Schuhen, Waschen der Kleidung bei mindestens 60 Grad Celsius. Pilzbehandlung befallener Haustiere (können bestimmte Hautpilze übertragen).
  • Prognose:Bei konsequenter Behandlung meist vollständige Heilung ohne bleibende Hautschäden. Komplikationen bei Menschen mit schwachem Immunsystem und Kindern: Pilzbefall von inneren Organen möglich.

Hautpilz: Symptome

Die Hautpilz-Symptome hängen davon ab, welcher Erreger die Infektion verursacht, welche Körperstelle betroffen ist und wie ausgedehnt die Infektion ist. Zu den häufigsten Erregern zählen Fadenpilze (Dermatophyten). Sie können Haut, Haare und Nägel befallen. Weitere häufige Erreger sind Hefe- und Schimmelpilze. Sie können neben der Haut auch Schleimhäute und innere Organe befallen. Im Folgenden erfahren Sie typische Symptome wichtiger Arten von Hautpilz:

Symptome bei Fußpilz (Tinea pedis)

Fußpilz gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten und wird durch Fadenpilze ausgelöst. Die Pilze siedeln sich vor allem in den Zehenzwischenräumen an: Die befallene Haut sieht grauweiß und verquollen aus und zeigt kleine Fisssuren. Über diese winzigen Hautverletzungen können leicht Bakterien eindringen und eine zusätzliche Infektion (Superinfektion) verursachen.

Auch die Fußsohlen können von Fußpilz betroffen sein. Anzeichen dafür ist eine trockene, weiße Schuppung der Haut. Manchmal entwickelt sich auch eine stärker entzündliche Infektion mit Bläschen und Juckreiz. Die Symptome können sich außerdem auf die seitlichen Fußränder ausdehnen. Der Fußrücken bleibt meist symptomlos.

Symptome bei Ringelflechte (Tinea corporis)

Tinea corporis (Ringelflechte) ist ebenfalls ein Hautpilzinfektion durch Fadenpilze. Sie betrifft den Rumpf und die Extremitäten. Die befallenen Hautstellen zeigen runde, schuppige Rötungen, die meist mit deutlichem Juckreiz verbunden sind.

Entlang von Haaren kann sich diese oberflächliche Pilzinfektion in tiefe Hautschichten ausdehnen. Die Folge ist eine verstärkte Entzündungsreaktion, die mit der Bildung schmerzhafter, flüssigkeitsgefüllter Knoten einhergeht. Benachbarte Lymphknoten schwellen an. Zudem können die Patienten allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber und Abgeschlagenheit entwickeln.

Mehr über die Ringelflechte erfahren Sie im Beitrag Tinea corporis.

Symptome bei Kopfpilz (Tinea capitis)

Fadenpilze können auch die behaarte Kopfhaut befallen. Die dabei auftretenden Hautpilz-Symptome sind sehr vielgestaltig. Bei manchen Patienten verläuft die Kopfpilzinfektion fast ohne Symptome (keine Entzündungszeichen). Bei vielen anderen entwickeln sich kreis­run­de, scharf be­grenz­te haar­lo­se Be­zirke unterschiedlicher Größe. Die Kopfhaut zeigt an diesen Stellen eine gräu­liche Schup­pung. In anderen Fällen erinnern die befallenen Kopfhautstellen an ein Stoppelfeld - durch den Pilzbefall sind die Haare auf etwa gleicher Höhe abgebrochen.

Eine Sonderform der Tinea capitis ist die seltene Favus (Erbgrind). Diese Form der Pilzinfektion der Kopfhaut tritt heute nur noch in Ländern wie Nigeria, China und Indien auf. Typisch sind narbenartige Veränderungen auf der Kopfhaut, die zu Haarausfall führen.

Symptome bei Gesichtspilz (Tinea faciei)

Eine Fadenpilzinfektion im Gesicht zeigt sich in Form von schuppenden, juckenden Hautpartien. Die Symptome verschlechtern sich meist, wenn man die Gesichtshaut starker Lichteinwirkung aussetzt. Die Tinea faciei kann auch zusammen mit einer Tinea corporis auftreten. Sind die Symptome sehr stark ausgeprägt, kann dies ein Anzeichen für ein geschwächtes Immunsystem sein.

Symptome bei Handpilz (Tinea manuum)

Hautpilz-Symptome an den Händen lassen sich ebenfalls auf eine Infektion mit Fadenpilzen zurückführen. Meist ist zunächst nur eine Hand betroffen. Später kann die Pilzinfektion auf die andere Hand übergreifen. Viele Patienten mit Tinea manuum leiden zugleich unter Fußpilz.

Mediziner unterscheiden zwei Formen von Handpilz:

  • hyperkeratotisch-squamöse Form: Am weitesten verbreitet. Typische Symptome sind schnell eintrocknende Hautbläschen, aus denen sich runde, schuppige Infektionsherde entwickeln. Manchmal ist der ganze Handteller entlang der Hautlinien „mehlstaubartig“ mit feinen Schuppen bedeckt. Später können sich dicke Schuppen bilden, die sich auf der ganzen Handfläche ausbreiten. Zusätzlich können zahlreiche feine, schmerzhafte Hautrisse entstehen. Auch die Haarfollikel auf dem Handrücken kann der Pilz befallen. Dann entwickeln sich runde, entzündliche Infektionsherde, die teilweise von Pusteln bedeckt sind.
  • dyshidrosiformer Handpilz: Kommt seltener vor. Typisch Hautpilz-Symptome sind hier juckende Bläschen im Handteller, an den Handkanten und/oder an den Seitenpartien der Finger.

Eine Sonderform von Tinea manuum ist das „One hand/two feet“-Syndrom. Es ist auch als Tinea palmoplantaris bekannt: Die Hautpilz-Symptome zeigen sich dabei an einer Handfläche und beiden Fußsohlen. Betroffen sind oft Diabetiker, da sie besonders anfällig für Infektionen sind.

Symptome bei Nagelpilz (Tinea unguium)

Auch der Nagelpilz (Tinea unguium oder Onychomykose) wird meist von Fadenpilzen verursacht. Seltener stecken Schimmel- oder Hefepilze dahinter. Am häufigsten sind die Fußnägel befallen. Es kann aber auch die Fingernägel treffen. Manchmal dringen die Erreger unterhalb des Nagels am Nagelende ein. In anderen Fällen befallen sie die Nageloberfläche. Zu den typischen Symptomen gehören in beiden Fällen glanzlose Nägel und eine verdickte Nagelplatte. Außerdem verfärbt sich der Nagelrand weiß oder gelblich. Zusätzlich entstehen weißliche, gelbe oder grau-braune Flecken im Nagel. In fortgeschrittenem Stadium können auch Schmerzen auftreten.

Symptome bei Leistenpilz (Tinea inguinalis)

An Pilzinfektionen in der Leistenregion erkranken oft Männer, die stark schwitzen. Typische Symptome sind juckende, scharf begrenzte Hautrötungen mit betontem Rand und teilweiser Schuppenbildung. Die Infektion beginnt meist an der Haut zwischen Oberschenkeln und Hodensack. Später breitet sie sich häufig in Richtung Anus und Gesäß aus. Der Hodensack selbst ist nur selten direkt beteiligt.

Symptome der Kutanen Candidiasis

Als Kutane Candidiasis wird eine Hautpilzinfektion durch Hefepilze der Gattung Candida (vor allem C. albicans) bezeichnet. Sie entwickelt sich bevorzugt in feucht-warmen Körperregionen. Meist sind die sogenannten intertriginösen Regionen betroffen. Das sind Körperpartien, an denen sich benachbarte, teils direkt gegenüberliegende Hautareale häufig berühren. Beispiele dafür sind Achselhöhlen, Leistenregion, Gesäßfalte, Genitalregion, Zehen- und Fingerzwischenräume sowie der Hautbereich unterhalb der weiblichen Brust.

Eine Kutane Candidiasis zeigt sich anfangs mit knotigen Bläschen (Papulopusteln). Daraus entstehen rasch großflächig rote, teils nässende Plaques mit schuppigem Rand, die von kleinen Pusteln begleitet werden.

Generell kann eine Hefepilzinfektion (Candidiasis) neben der Haut auch die Schleimhäute betreffen. Betrifft der Pilzbefall die Genitalregion, spricht man von genitaler Candidiasis. Sie äußert sich bei Frauen als Scheidenpilz. Typische Symptome sind ein starker Juckreiz, eine fleckige Rötung, abwischbare weiße Ablagerungen auf der Schleimhaut sowie ein geruchloser, bröckelig-weißer Ausfluss. Männer sind seltener von einem genitalen Hefepilzbefall betroffen. Wenn doch, äußert er sich als Eichelentzündung (Penispilz).

Symptome bei Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)

Die Kleienpilzflechte ist eine Hautpilzinfektion mit Hefepilzen der Gattung Malassezia. Sie entwickelt sich vorwiegend auf Brust, Rücken, Schultern und Hals. Manchmal breitet sich die Infektion aber auch auf die Arme und den mittleren Rumpf aus.

Diese Form von Hautpilz beginnt mit scharf begrenzten, rundlichen Flecken, die so groß wie Linsen oder Centstücke sind und kaum jucken. Die Flecken verbinden sich mit der Zeit zu größeren, landkartenförmigen Herden mit glatter Oberfläche. Streicht man mit einem Spatel darüber, schuppt die Haut. Die Hautschuppen erinnern an die namensgebende Kleie.

Die Hautflecken sind gegenüber der gesunden Haut verfärbt. Dabei zeigt sich ein Farbunterschied je nach Hautfarbe: Bei dunkelhäufigen oder gebräunten Patienten sehen die Flecken hell aus. Verantwortlich dafür ist der dichte Pilzteppich auf der Haut, der UV-Strahlen abhält. So kann die Haut darunter kein Farbpigment (Melanin) mehr bilden . Die Folge sind weiße Flecken auf dunkler Haut. Diese Erscheinungsform der Kleienpilzflechte trägt den Namen Pityriasis versicolor alba.

Bei hellhäutigen Patienten dagegen entstehen rötlich-bräunliche Flecken durch Pigmente, die der Pilz selbst produziert. Mediziner sprechen hier von Pityriasis versicolor rubra.

Symptome bei Mikrosporie

Diese Hautpilzerkrankung wird von Fadenpilzen der Gattung Microsporum (wie M. canis) ausgelöst. Diese Pilze befallen oft Haustiere wie Hunde und Katzen. Durch den Kontakt mit solchen infizierten Tieren kann sich ein Mensch mit dem Pilz anstecken. Das passiert vor allem Kindern. Sie entwickeln entzündliche, scheibenförmige Hautveränderungen am Rumpf und auf der Kopfhaut. Bei Befall der Kopfhaut können die Haare an den betroffenen Stellen abbrechen.

Hautpilz: Behandung

Hautpilzinfektionen werden mit Antimykotika behandelt. Das sind Medikamente, die gezielt gegen Pilze wirken. Mit allgemeinen Tipps und Hausmittel können Patienten die medikamentöse Behandlung unterstützen.

Hautpilzbehandlung: Medikamente

Antimykotika können entweder das Wachstum und die Vermehrung der Pilze hemmen (fungistatische Wirkung) oder die Pilze abtöten (fungizide Wirkung). Sie werden fast immer äußerlich (topisch) in Form von Salben, Cremes, Puder, Sprays, Tinkturen oder Shampoos angewendet. Nur sehr selten, in schweren Fällen, ist eine Behandlung mit Tabletten nötig.

Achtung: Viele Antimykotika sind frei verkäuflich. Bevor Sie Ihren Hautpilz selbst behandeln, sollten Sie aber zum Hautarzt gehen. Er kann Ihnen sagen, welches Antimykotikum in Ihrem Fall am besten geeignet ist. Eine Rolle dabei spielen die Art des Hautpilzes sowie individuelle Faktoren wie das Alter des Patienten oder eine eventuell bestehende Schwangerschaft.

Antimykotika, die äußerlich angewendet werden, sind zum Beispiel Nystatin, Clotrimazol, Miconazol, Isoconazol und Amorolfin. Für die innerliche Anwendung kommen etwa Amphotericin B, Itraconazl Ketoconazol, Terbinafin und Flucytosin zum Einsatz.

Bei starkem Juckreiz oder Hautbrennen können zusätzlich zu den Antimykotika entzündungshemmende Glukokortikoide ("Kortison") in Creme- oder Salbenform auf die entsprechenden Hautpartien aufgetragen werden.

Hautpilzbehandung: Allgemeine Tipps

Als Patient können Sie die medikamentöse Therapie unterstützen, indem Sie typische Ursachen und Risikofaktoren einer Pilzinfektion meiden. Beim weit verbreiteten Fußpilz bedeutet das zum Beispiel:

  • Verzichten Sie bei Fußpilz auf wenig atmungsaktive Schuhe.
  • Socken, Strümpfe und Unterwäsche sollten Sie täglich wechseln und bei mindestens 60 Grad Celsius waschen.
  • Während und unmittelbar nach einer Fußpilzbehandlung hilft es, Strümpfe, Socken und Schuhe mit einem antimykotischen Mittel zu desinfizieren.
  • Trocknen Sie die Zehenzwischenräume nach dem Duschen oder Baden immer gut ab (separates Handtuch verwenden!), da Pilze es feucht und warm lieben.
  • An Orten mit erhöhter Ansteckungsgefahr für Pilzinfektionen (wie Schwimmbäder, Saunen etc.) achten Sie am besten besonders auf Hygiene und laufen nicht barfuß.

Grundsätzlich gilt es, gefährdete oder bereits befallene Körperpartien wie Achselhöhlen, Genitalbereich und Füße immer trocken zu halten. Zum Abtrocknen sollten Sie außerdem immer ein separates Handtuch verwenden. So verhindern Sie, dass sich die Pilzinfektion auf andere Körperstellen oder andere Menschen überträgt.

Noch ein wertvoller Tipp: Unterstützen Sie Ihr Immunsystem im Kampf gegen die Pilze, indem Sie ausreichend schlafen, sich gesund ernähren, Stress vermeiden und regelmäßig frische Luft tanken.

Hautpilz: Hausmittel

Wie bei vielen anderen Erkrankungen werden auch bei Hautpilz verschiedenste Hausmittel empfohlen. Wie wirksam diese im Einzelfall sind, lässt sich nicht vorhersagen. Besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt oder Apotheker, welches Hausmittel gegen Hautpilz für Sie in Frage kommt. Der Experte kann Sie auch auf mögliche Neben- und Wechselwirkungen hinweisen.

Achtung: Ein ausgedehnter Pilzbefall erfordert immer eine medikamentöse Behandlung. Hausmittel sollten Sie hier höchstens begleitend einsetzen. Ein unzureichend behandelter Hautpilz kann nämlich chronisch werden und manchmal sogar auf innere Organe übergreifen. Das kann unter Umständen zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen!

Hautpilzbehandlung mit Essig

Apfelessig ist ein altes Hausmittel gegen Hautpilz. Bei Fußpilz sollen zum Beispiel Essigsocken helfen: Dazu rührt man sechs Esslöffel Apfelessig in 200 Milliliter Wasser ein, taucht Baumwollsocken hinein und zieht diese vor dem Schlafengehen an. Darüber sollte man ein paar trockene Wollsocken tragen. Wenn man das mehrere Nächte hintereinander macht, soll das den Fußpilz heilen.

Hautpilzbehandlung mit ätherischen Ölen

Verschiedene ätherische Öle können Pilze abtöten. Zudem wirken sie regenerierend auf die Haut und entzündungshemmend. Das wichtigste ätherische Öl für die Hautpilzbehandlung ist Teebaumöl. Da dieses Öl die Haut austrocknet, sollten Sie diese zugleich mit einem pflegenden Öl oder Sheabutter behandeln.

Hautpilz: Ursachen und Risikofaktoren

Verschiedene Pilzarten können Hautpilz auslösen:

Fadenpilze

In den meisten Fällen werden Hautpilz-Infektionen durch Fadenpilze (Dermatophyten) verursacht. Experten sprechen dann auch von einer Dermatophytose. Der häufigste Auslöser im mitteleuropäischen Raum ist der Fadenpilz Trichophyton rubrum. Er ist vor allem für Ringelflechte und Nagelpilz verantwortlich. Weitere Fadenpilze, die oft Hautpilz auslösen, sind Trichophyton mentagrophytes, Microsporum canis (Auslöser der Mikrosporie) und Trichophyton verrucosum (besonders in ländlichen Gegenden).

Hinweis: Eine Pilzinfektion mit Trichophyton-Arten wird auch Trichophytie genannt.

Hefepilze

Haut und Schleimhaut können auch von Hefepilzen (Sprosspilzen) befallen werden. Der bekannteste Hefepilz ist Candida albicans. Er gehört zur natürlichen Flora der Schleimhäute. Unter bestimmten Umständen (wie Abwehrschwäche) kann er sich stark vermehren und eine Infektion auslösen, zum Beispiel in der Scheidenregion (Scheidenpilz). Eine andere bekannte Hefepilzinfektion der Haut ist die Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor).

Schimmelpilze

Schimmelpilze spielen als Erreger von Hautpilz nur eine untergeordnete Rolle. Sie können aber – ebenso wie Hefepilze – auch innere Organe befallen und so eine schwere Systemmykose auslösen. Darunter versteht man eine Pilzinfektion, die mehrere Organsysteme oder praktisch den ganzen Körper betrifft.

Hautpilz: Übertragung und Ansteckung

Auf die Frage „Ist Hautpilz ansteckend?“ lautet die eindeutige Antwort: Ja. Hautpilze können direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden, aber auch von Tier zu Mensch. Außerdem kann man sich indirekt über kontaminierte Gegenstände anstecken, beispielsweise über Badematten, Kleidung und Schuhe. Da Pilze es feucht und warm lieben, ist die Ansteckungsgefahr in Schwimmbädern, Saunen, Sonnenstudios und öffentlichen Toiletten besonders hoch.

Hautpilz: Risikofaktoren

Verschiedene individuelle Risikofaktoren begünstigen einen Hautpilz. Dazu gehören beispielsweise Diabetes mellitus und Übergewicht. Bei Letzterem bildet sich in den Hautfalten vermehrt Schweiß, was Pilzen optimale Lebensbedingungen bietet.

Haut und Schleimhäute von Menschen mit Durchblutungsstörungen sind ebenfalls anfällig für eine Pilzinfektion.

Ein weiterer Risikofaktor ist ein geschwächtes Immunsystem. Diese Abwehrschwäche kann durch eine schwere Erkrankung (wie HIV) oder Medikamente entstehen, die das Immunsystem unterdrücken. Solche Immunsuppressiva werden zum Beispiel nach Organtransplantationen und bei Autoimmunerkrankungen verordnet.

Hautpilz: Untersuchungen und Diagnose

Besteht der Verdacht auf Hautpilz, ist der Hausarzt oder einHautarzt (Dermatologe) der richtige Ansprechpartner. Bei Hautpilz im Intimbereich können Sie auch einen Frauenarzt (Gynäkologe) oder Urologen aufsuchen.

Der behandelnde Arzt erhebt zunächst in einem ausführlichen Gespräch die Krankengeschichte (Anamnese): Er befragt den Patienten genau zu Art und Dauer der Beschwerden. Außerdem erkundigt er sich, ob irgendwelche Grunderkrankungen (Diabetes etc.) vorliegen und ob der Patient vor kurzem Kontakt zu Menschen mit Hautausschlag hatte. 

Danach folgt eine körperliche Untersuchung. Der Arzt begutachtet genau die Hautveränderungen. Meist erkennt er schon mit freiem Auge, ob es sich tatsächlich um einen Hautpilz handelt oder nicht. 

Um die Diagnose abzusichern, nimmt der Mediziner einen Abstrich von einem betroffenen Hautareal und legt damit in einem speziellen Nährmedium eine Pilzkultur an. So lassen sich unter optimalen Wachstumsbedingungen etwaige Pilze züchten und identifizieren. Dies kann bis zu vier Wochen dauern. Der Nachweis des Erregertyps ist wichtig für die Wahl der richtigen Behandlung.

Bestimmte Pilzarten lassen sich zusätzlich direkt auf der Haut mikroskopisch oder unter speziellem UV-Licht (Wood-Licht) erkennen. Dieses Licht hat eine Wellenlänge von ungefähr 365 Nanometer und ist ein wichtiges Hilfsmittel bei der Diagnose verschiedener Hauterkrankungen. Beispielsweise zeigen bei einer Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) die befallenen Hautstellen unter Wood-Licht eine orange Färbung. Manche Dermatophyten dagegen fluoreszieren unter dem Wood-Licht gelbgrün.

In einzelnen Fällen kann es sinnvoll sein, eine Gewebeprobe zur genaueren Untersuchung zu entnehmen.

Hautpilz: Krankheitsverlauf und Prognose

Hautpilz heilt nicht von selbst ab, sondern muss behandelt werden. Dabei ist Geduld gefragt, denn Pilzinfektionen sind meist hartnäckig. Besonders wichtig ist es, die Antipilz-Medikamente (Antimykotika) so lange anzuwenden, wie es der Arzt verordnet hat. Bricht man die Therapie vorzeitig ab, kann der Hautpilz zurückkehren. Bei korrekter Behandlung heilt die Pizinfektion jedoch fast immer vollständig aus. Das Hautbild normalisiert sich, eventuell ausgefallene Haare wachsen nach.

Allerdings sind auch Komplikationen möglich, besonders bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem und bei Kindern. Diese Patienten haben ein erhöhtes Risiko, dass sich die Hautpilzinfektion auf Organe im Körperinneren ausweitet.

Um einer (erneuten) Hautpilzinfektion vorzubeugen, sollten Sie einige Tipps beherzigen:

  • Achten Sie besonders an Orten mit hoher Ansteckungsgefahr (wie Schwimmbad, Sauna, Sonnenstudio) auf Hygiene.
  • Wechseln Sie Socken und Unterwäsche täglich und waschen Sie diese bei mindestens 60 Grad Celsius.
  • Meiden Sie wenig atmungsaktive Schuhe und halten Sie die Haut an anfälligen Körperstellen (Hautfalten, Zehenzwischenräume etc.) immer trocken. 
  • Haustiere wie Hunde, Katzen und Pferde können Hautpilzerreger auf den Menschen übertragen. Deshalb sollten Sie diese beim Tierarzt auf Hautpilz untersuchen und bei Bedarf mit entsprechenden Antimykotika behandeln lassen.
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