Harmony-Test

aktualisiert am
Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für e-happiness.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Quellen ansehen

Der Harmony-Test ist ein Bluttest, der bei schwangeren Frauen durchgeführt werden kann. Mit seiner Hilfe lassen sich Down-Syndrom und andere Chromosomenanomalien beim Kind mit hoher Sicherheit feststellen. Lesen Sie hier, wie der Harmony-Test funktioniert, was man im Vorfeld bedenken sollte und wie hoch die Kosten sind!

Harmony-Test: Wie funktioniert er?

Der Harmony-Test gehört zur nicht-invasiven Pränataldiagnostik (NIPD): Es lassen sich damit Chromosomenabweichungen beim Ungeborenen feststellen, und zwar ohne Eingriffe bei der werdenden Mutter oder dem Kind selbst (also nicht-invasiv). Für den Test nimmt der Arzt der Schwangeren eine Blutprobe ab. Diese wird im Labor auf Spuren kindlichen Erbguts (DNA) untersucht. Eine Analyse dieser kindlichen DNA-Schnipsel kann mit hoher Wahrscheinlichkeit zeigen, ob der Nachwuchs eine der folgenden drei Trisomien aufweist:

Außerdem kann der Harmony-Test Abweichungen der normalen Anzahl von Geschlechtschromosomen feststellen. Eine solche Anomalie tritt zum Beispiel beim Turner-Syndrom und beim Klinefelter-Syndrom auf: Beim Turner-Syndrom, das nur Mädchen betrifft, besitzen die Zellen nur ein (statt zwei) X-Chromosomen. Das Klinefelter-Syndrom kommt nur bei Jungen vor: Die Betroffenen haben mindestens ein überzähliges X-Chromosom.

Hinweis: Neben dem Harmony-Test gibt es auch vergleichbare Bluttests anderer Hersteller. Dazu zählen der Prenatalis-Test, PraenaTest und Panorama-Test.

Harmony-Test: Ab wann ist er durchführbar?

Der Harmony-Test ist frühestens ab der vollendeten zehnten Schwangerschaftswoche durchführbar (nach einer genetischen Beratung der Schwangeren). Zu einem früheren Zeitpunkt reicht die Menge an kindlichem Erbgut im mütterlichen Blut nicht für eine Analyse aus.

Harmony-Test: Für wen ist er sinnvoll?

Der Harmony-Test wird - so wie vergleichbare pränatale Bluttests - hauptsächlich bei Schwangeren durchgeführt, deren Kind ein erhöhtes Risiko für eine Chromosomenabweichung wie Down-Syndrom hat. Eine solch erhöhtes Risiko besteht zum Beispiel, wenn die werdende Mutter schon etwas älter ist oder das Ersttrimesterscreening ein auffälliges Ergebnis erbracht hat. Sinnvoll kann der Test auch sein, wenn bereits ein Familienmitglied eine der Chromosomenabweichungen aufweist, die sich mit dem Harmony-Test abklären lassen.

Harmony-Test: Vorteile & Zuverlässigkeit

Bis vor wenigen Jahren ließen sich Down-Syndrom und andere Chromosomenabweichungen beim Ungeborenen nur mithilfe der invasiven Pränataldiagnostik feststellen, also zum Beispiel mittels Fruchtwasseruntersuchung oder Chorionzottenbiopsie. Diese invasiven Methoden erhöhen aber das Fehlgeburtsrisiko. Diesen Nachteil haben nicht-invasive Pränataltests wie der Harmony-Test nicht. Sie sind also ungefährlich für das Ungeborene - für den Harmony-Test und vergleichbare Tests wird nur eine mütterliche Blutprobe benötigt.

Das Ergebnis des Harmony-Test gilt als sehr zuverlässig. Down-Syndrom, Trisomie 18 und Trisomie 13 lassen sich damit mit hoher Wahrscheinlichkeit nachweisen. Nur ganz selten ist das Testergebnis falsch.

Harmony-Test: Bedenken

Für den Harmony-Test gilt das Gleiche wie für vergleichbare pränatale Bluttests (wie PraenaTest und Panorama-Test): Das Testergebnis ist nicht 100-prozentig sicher. Ganz selten spricht das Ergebnis für eine Chromosomenabweichung wie Down-Syndrom, während in Wirklichkeit gar keine vorliegt (falsch-positives Ergebnis). Wenn der Harmony-Test positiv ausfällt, wird deshalb zur Absicherung noch eine invasive Pränataluntersuchung (wie Fruchtwasseruntersuchung) empfohlen.

Umgekehrt kann der Harmony-Test in seltenen Fällen auch ein falsch-negatives Ergebnis liefern: Laut Test liegt zum Beispiel mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Down-Syndrom vor, aber das Kind kommt trotzdem damit zur Welt.

In bestimmten Fällen ist der Harmony-Test nicht durchführbar. Das gilt zum Beispiel, wenn die Schwangere mehr als zwei Kinder erwartet (Drillinge etc.). Bei Zwillingsschwangerschaften kann nur auf die drei Trisomien getestet werden. Eine abweichende Anzahl der Geschlechtschromosomen (wie beim Turner-Syndrom) lässt sich dann mit dem Harmony-Test nicht feststellen.

Kritiker von nicht-invasiven Pränataltests wie dem Harmony-Test befürchten, dass diese einfachen Bluttest die Zahl der Abtreibungen (bei positivem Testergebnis) erhöhen könnten.

Harmony-Test: Dauer & Kosten

Das ausführende Labor teilt dem behandelnden Arzt das Ergebnis des Harmony-Tests im Schnitt nach drei Werktagen mit. Dieser wird das Resultat dann mit der schwangeren Frau besprechen.

Die Kosten für den Harmony-Test hängen davon ab, auf wie viele Chromosomenabweichungen die kindliche DNA analysiert werden soll. Sie können sich auf ein paar Hundert Euro belaufen. Hinzukommen die Kosten für die ärztlichen Leistungen (Beratung, Blutentnahme, Aufklärung).

In der Regel müssen Schwangere alle Kosten selber tragen - der Harmony-Test wird als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten. In einzelnen Fällen ist aber eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen möglich. Schwangere sollten diese Möglichkeit mit ihrer Krankenversicherung besprechen, bevor sie den Harmony-Test durchführen lassen.

4,6 / 5 51 Bewertungen – Ihre Bewertung
biceps-ua.com/optimum-nutrition-superior-amino-2222-tabs-160-tablets.html

cafemarseille.com.ua

www.topobzor.info/intimnye-igrushki-–-tovary-dlja-vzroslyh-ot-alijekspress-kitaj/