Burnout

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Julia Dobmeier

Julia Dobmeier absolviert derzeit ihr Masterstudium in Klinischer Psychologie. Schon seit Beginn ihres Studiums interessiert sie sich besonders für die Behandlung und Erforschung psychischer Erkrankungen. Dabei motiviert sie insbesondere der Gedanke, Betroffenen durch leicht verständliche Wissensvermittlung eine höhere Lebensqualität zu ermöglichen.

Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Burnout beschreibt einen Zustand tiefer emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung. Die Betroffenen können sich nur schlecht konzentrieren, machen viele Fehler. Manche verlieren auch die Energie für ihr Privatleben. Burnout wird meist auf Überforderung und Stress im Beruf zurückgeführt. Die Ursachen sind aber vielfältig. Wie Sie Burnout erkennen, wie Sie sich schützen und Burnout überwinden, erfahren Sie hier.

Marian Grosser
Marian Grosser, Arzt

Ein Burnout kündigt sich oft durch Frühwarnzeichen an. Wenn Sie auf ihre Bedürfnisse achten und sich ausreichend Erholung zugestehen, können Sie rechtzeitig gegensteuern.

burnout

Burnout: Kurzübersicht

  • Symptome: tiefe Erschöpfung, keine Möglichkeit "abzuschalten", psychosomatische Beschwerden, Gefühl mangelnder Anerkennung, „Dienst nach Vorschrift“, Distanziertheit, Zynismus, Leistungseinbußen, schließlich Depression
  • Ursachen: Selbstüberforderung oder Stress durch äußere Umstände, Perfektionismus, Selbstbewusstsein, das sich aus Leistung speist, Probleme „Nein“ zu sagen, starker Wunsch nach Anerkennung
  • Vorbeugen: eigene Bedürfnisse wahrnehmen, Stressmanagement, Perfektionismus abbauen, klare persönliche Ziele definieren und verfolgen, gute Selbstakzeptanz aufbauen, soziale Kontakte, gesunder Lebensstil
  • Diagnose: mittels spezieller Fragebögen, Abgrenzung zu Fatigue und Depressionen
  • Therapie: Krisenintervention, kognitive Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Gruppentherapie, gegebenenfalls Antidepressiva
  • Prognose: gute Heilungschancen bei frühzeitiger Behandlung, unbehandelt droht dauerhafte Arbeitsunfähigkeit

Burnout: Symptome

Burnout-Symptome sind sehr vielfältig. Sie äußern sich emotional, psychisch und in der geistigen Leistungsfähigkeit, können aber auch in Form psychosomatischer Beschwerden auftreten. Jeder Betroffene zeigt ein individuelles Muster von Symptomen und Beschwerden. Diese verändern sich abhängig von der Phase der Erkrankung. Hauptsymptom von Burnout ist jedoch ein Gefühl tiefer Erschöpfung.

Burnout-Symptome in der Anfangsphase

In der frühen Phase eines Burnouts steckt der Betroffene meist extrem viel Energie in seine Aufgaben. Das kann freiwillig aus Idealismus oder Ehrgeiz geschehen, aber auch aus der Not heraus geboren sein - beispielsweise aufgrund von Mehrfachbelastungen, zu pflegenden Angehörigen oder aus Angst vor Jobverlust.

Ein charakteristisches frühes Anzeichen von Burnout ist, wenn Menschen nicht mehr abschalten können. Sie können sich nicht mehr richtig erholen, sind weniger leistungsfähig und müssen dann noch mehr Kraft aufwenden, um Ihre Aufgaben zu bewältigen. Damit beginnt ein Teufelskreis. Weitere Burnout-Symptome in der Anfangsphase sind unter anderem:

  • Gefühl, unentbehrlich zu sein
  • Gefühl, nie genügend Zeit zu haben
  • Verleugnung eigener Bedürfnisse
  • Verdrängung von Misserfolgen und Enttäuschungen
  • Einschränkung sozialer Kontakte auf Kunden, Patienten, Klienten etc.

Bald machen sich erste Burnout-Anzeichen einer Erschöpfung bemerkbar. Dazu gehören:

  • Rastlosigkeit
  • Energiemangel
  • Schlafmangel
  • erhöhte Unfallgefahr
  • erhöhte Anfälligkeit für Infektionen

2. Phase: Reduziertes Engagement

Das für die Einstiegsphase typische Überengagement kippt irgendwann zunehmend in eine Anspruchshaltung. Die Betroffenen erwarten, dass ihnen für ihren großen Einsatz etwas zurückgegeben wird. Werden sie enttäuscht, rutschen sie in eine starke Frustration. Die folgenden Symptome helfen Ihnen einen drohenden Burnout zu erkennen:

Innere Kündigung: Die Betroffene nehmen längere Pausen als üblich, kommen spät zur Arbeit und gehen zu früh wieder. Sie begeben sich zunehmend in einen Zustand „innerer Kündigung“. Der starke Widerwille gegen die Arbeit führt dazu, dass sie – wenn überhaupt – nur noch das Nötigste tun.

Entpersönlichung und Zynismus: Vor allem in helfenden Berufen ist eine "Entpersönlichung" von Beziehungen ein typisches Burnout-Symptom. Die Fähigkeit zum Mitgefühl und zur Anteilnahme für Andere (Empathie) nimmt ab. Im Umgang machen sich emotionale Kälte und Zynismus breit. Pflegekräfte werten dann beispielsweise ihre Patienten stark ab.

Auswirkungen auf die Familie: Solche Anzeichen von Burnout wirken sich oft auch auf das Familienleben aus. Die Betroffenen stellen immer größere Anforderungen an ihren Partner, ohne etwas zurückzugeben. Sie haben keine Kraft und Geduld mehr, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen.

Typische Burnout-Symptome in dieser Phase sind:

  • schwindender Idealismus
  • Herunterfahren des Engagements
  • Gefühl mangelnder Wertschätzung
  • Gefühl, ausgebeutet zu werden
  • Aufblühen in der Freizeit
  • zunehmende Distanziertheit gegenüber Klienten, Patienten, Geschäftspartnern
  • abnehmende Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen
  • emotionale Kälte und Zynismus
  • negative Gefühle Kollegen, Kunden oder Vorgesetzten gegenüber

3. Emotionale Reaktionen - Depressionen, Aggressionen, Schuldzuweisungen

Burnout-Symptome äußern sich auch in emotionalen Reaktionen. Wenn das überhöhte Engagement langsam in Frustration kippt, macht sich häufig Desillusionierung breit. Die Personen erkennen, dass die Realität nicht den eigenen Wünschen entspricht. Sie geben die Schuld dafür entweder der Umwelt oder sich selbst. Ersteres führt eher zu Aggressionen. Letzteres trägt zu einer depressiven Stimmung bei („Ich bin ein Versager!“).

Depressive Symptome bei Burnout sind:

  • Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit
  • Gefühl innerer Leere
  • bröckelndes Selbstwertgefühl
  • Pessimismus
  • Angstzustände
  • Niedergeschlagenheit
  • Antriebslosigkeit

Aggressive Symptome bei Burnout sind:

  • Schuldzuweisung nach außen, an Kollegen, Vorgesetzte oder "das System"
  • Launenhaftigkeit, Reizbarkeit, Ungeduld
  • häufige Konflikte mit anderen, Intoleranz
  • Zorn

4. Abbau, schwindende Leistungsfähigkeit

Die sinkende Motivation und die starke emotionale Belastung schlagen sich nach einiger Zeit auch in einer schlechteren Leistung nieder. Die Betoffenen machen häufiger Flüchtigkeitsfehler oder vergessen Termine. Weitere Anzeichen des kognitiven Leistungsabbaus sind:

  • schwindende Kreativität
  • Unfähigkeit, komplexe Aufgaben zu bewältigen
  • Probleme, Entscheidungen zu fällen
  • "Dienst nach Vorschrift"
  • undifferenziertes Schwarz-Weiß-Denken
  • Ablehnen von Veränderungen

Auch die letzten beiden Burnout-Symptome basieren bei genauerer Betrachtung auf einer nachlassenden Leistungsfähigkeit. Denn differenziertes Denken und Veränderungen erfordern Kraft, die Burnout-Kandidaten nicht mehr aufbringen können.

5. Verflachung, Desinteresse

Der Energiemangel führt auch zu einem emotionalen Rückzug. Betroffene reagieren zunehmend gleichgültig. Sie fühlen sich oft gelangweilt, geben Hobbys auf, ziehen sich von Freunden und Familie zurück. Burnout macht einsam.

6. Psychosomatische Reaktionen

Die enorme psychische Belastung schlägt sich auch in körperlichen Beschwerden nieder. Solche psychosomatischen Anzeichen tauchen bereits in der Anfangsphase von Burnout auf. Körperliche Symptome sind unter anderem:

  • Schlafstörungen und Albträume
  • Muskelverspannungen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen
  • erhöhter Blutdruck, Herzklopfen und Engegefühl in der Brust
  • Übelkeit und Verdauungsbeschwerden (Erbrechen oder Durchfälle)
  • sexuelle Probleme
  • starke Gewichtszunahme oder -abnahme infolge veränderter Essgewohnheiten
  • verstärkter Konsum von Nikotin, Alkohol oder Koffein
  • erhöhte Infektionsanfälligkeit

7. Letzte Stufe: Verzweiflung

In der letzten Burnout-Stufe verstärkt sich das Gefühl der Hilflosigkeit zu einer generellen Hoffnungslosigkeit. Das Leben scheint in dieser Phase sinnlos und es tauchen Suizidgedanken auf. Nichts bereitet dann mehr Freude und alles wird einem gleichgültig. Die Betroffenen versinken in einer schweren Burnout-Depression.

Die 7 Burnout-Phasen nach Prof. Burisch
Burnout Phasen
Das Phasenmodell nach Prof. Matthias Burisch: Nicht jeder Betroffene erlebt jede dieser Phasen.

Burnout Ursachen und Risikofaktoren

Die Burnout-Ursachen sind vielfältig. An der Entstehung des Burnout-Syndroms sind immer innere (Persönlichkeit) und äußere Faktoren (Umwelt) beteiligt.

Wen trifft ein Burnout?

Der Begriff Burnout kommt aus dem Englischen und steht für "Ausgebranntheit, totale Erschöpfung". Ein solcher Zustand kann jeden treffen. Gerade die weite Verbreitung ist typisch für Burnout. Lehrer leiden darunter ebenso wie Manager, Krankenschwestern oder Alleinerziehende. Aber auch bei Rentnern, Menschen, die keinem Beruf nachgehen, und Hausfrauen können sich die Energieakkus leeren.

Zuerst beschrieben wurde die Krankheit bei ehrenamtlichen Helfern sowie Personen, die in Heil- und Pflegeberufen arbeiten. Oft arbeiten in diesen Berufen Menschen, die ein hohes Maß an Idealismus mitbringen, sich über die körperlichen und emotionalen Belastungsgrenzen hinaus verausgaben, ohne dafür viel Anerkennung zu erhalten.

Eine Frage der Belastbarkeit

Jeder Mensch reagiert anders auf Belastungen. Manche sind schon mäßigem Druck kaum gewachsen. Bei ihnen reicht bereits wenig aus, um die fatale Burnout-Spirale in Gang zu setzen.

Andere kommen selbst mit sehr schwierigen Situationen gut zurecht. Es gibt aber auch Situationen, die objektiv so belastend und ausweglos sind, dass nur wenige Menschen sie ohne Ausbrennen überstehen. Letzteres bezeichnen Experten auch als "Ware Out", "Zermürbung" oder "passives Burnout".

Auch sehr widerstandsfähige Personen sind demnach nicht vor Burnout geschützt. Gefährdet ist man vor allem dann, wenn eine Reihe von frustrierenden Episoden eintritt und die Ressourcen damit umzugehen, erschöpft sind.

Ursachen für Burnout

Die Burnout-Ursachen sind individuell so unterschiedlich wie die Betroffenen selbst. Die Bedürfnisse und Ziele jedes Menschen sind in ihrer besonderen Konstellation einmalig. Ebenso unterschiedlich ist die Umwelt, in der sie leben.

Risikofaktoren für Burnout

Grundsätzlich scheint es zwei Typen von Menschen zu geben, die ein erhöhtes Burnout-Risiko haben:

  1. Menschen mit einem schwachen Selbstbewusstsein, die infolgedessen überempfindlich, eher angepasst und passiv und besonders liebebedürftig sind.
  2. Ebenso findet man unter den Burnout-Kandidaten häufig dynamische, sehr zielstrebige Menschen, die mit viel Ehrgeiz, Idealismus und Engagement ein hohes Ziel erreichen wollen.

Diese zwei Typen sind sehr gegensätzlich und haben doch Gemeinsamkeiten. Beide Typen haben Schwierigkeiten, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen, und einen starken Wunsch nach Anerkennung durch ihre Umwelt.

Innere Risikofaktoren für Burnout sind zudem:

  • Abhängigkeit des Selbstbildes von der erfolgreichen Ausübung einer einzigen Rolle (z.B. der aufopferungsvolle Krankenpfleger, die erfolgreiche Managerin)
  • Zweifel am Sinn des eigenen Handelns
  • unrealistisch hoch gesteckte Ziele, die nicht oder nur unter unverhältnismäßigem Energieeinsatz zu erreichen sind
  • Ziele, die nicht den eigenen Bedürfnissen, sondern den Erwartungen anderer entsprechen.
  • hohe Erwartungen an die Belohnung, die auf das Erreichen eines bestimmten Ziels folgt
  • Schwierigkeiten, persönliche Schwäche und Hilflosigkeit einzugestehen
  • Schwierigkeiten, "Nein" zu sagen – entweder zu anderen oder zum eigenen "inneren Antreiber", der ehrgeizige Menschen zu Perfektion und Höchstleistung anspornt

Äußere Ursachen, die das Burnout-Risiko erhöhen

Viele Burnout-Prozesse starten, wenn sich die Lebenssituation grundsätzlich ändert. Das kann der Studienanfang, Berufseinstieg, Jobwechsel oder ein neuer Vorgesetzter sein. In solchen Burnout-Phasen wird das eigene Selbstbild manchmal empfindlich erschüttert, Erwartungen werden enttäuscht oder gar Lebensziele zerstört.

Umgekehrt kann aber auch das Ausbleiben einer erhofften Veränderung zu Frustration und Burnout beitragen, beispielsweise wenn der ersehnte Job an einen anderen Bewerber vergeben wird oder die Beförderung ausbleibt.

Äußere Faktoren, die das Burnout-Risiko erhöhen, sind:

  • Arbeitsüberlastung
  • Mangel an Kontrolle
  • Mangel an Autonomie
  • fehlende Anerkennung
  • mangelnde Gerechtigkeit
  • ungenügende Belohnungen
  • bürokratische Hindernisse
  • Konflikt zwischen den eigenen Werten und Überzeugungen und den Anforderungen
  • fehlende soziale Unterstützung im Privatleben
  • ungelöste Konflikte mit Vorgesetzten oder Mitarbeitern
Faktoren die zu Burnout führen können
Burnout-Faktoren
Es gibt zahlreiche Faktoren, die ein Burnout auslösen können.

Burnout: Vorbeugen

Auch Menschen, die Probleme normalerweise gut bewältigen, können bei starkem Stress ein Burnout entwickeln. Die gute Nachricht ist, dass man diesem Prozess nicht hilflos ausgeliefert ist und selbst zur Burnout-Prävention beitragen kann. Folgende Strategien können Ihnen dabei helfen:

Eigene Bedürfnisse wahrnehmen: Versuchen Sie, Ihre Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen. Was ist Ihnen wirklich wichtig? Soziale Anerkennung, Aufstiegsmöglichkeiten, Freiheit bei der Gestaltung der Arbeitsabläufe oder Einflussmöglichkeiten? Gestehen Sie sich zu, dass Ihre Bedürfnisse ebenso wichtig sind wie die ihrer Mitmenschen.

Grundbedürfnisse aufdecken: Burnout entsteht aus einer Frustration heraus. Suchen Sie sich Aufgaben, bei denen Ihre individuellen Grundbedürfnisse befriedigt werden. Kreativität beispielsweise, Reputation, vielfältige soziale Kontakt oder Bewegung beispielsweise. Wichtig für die Wahl eines Jobs ist daher, dass Sie den Alltag im angestrebten Beruf genau kennen.

Stressmanagement und Entspannung: Stress ist ein Burnout-Treiber. Steuern Sie aktiv gegen! Hilfreich für die Burnout-Prophylaxe sind Stressmanagement und Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung.

Selbstaufmerksamkeit: Burnout kommt meist unbemerkt. Befragen Sie sich regelmäßig selbst, wie viel Stress Sie haben und wie zufrieden Sie mit Ihrem Leben sind.

Stresstagebuch: Ein Stresstagebuch hilft aufzudecken, in welchen Situationen und Zusammenhängen Stress auftritt und ob er sich kontinuierlich verstärkt. Wer sich nicht nur auf seine Selbstwahrnehmung verlassen will, kann auch Freunde und Familie um Hilfe bitten. Sie könnten Ihnen direkt widerspiegeln, wenn Sie reizbarer oder weniger motiviert erscheinen als gewöhnlich.

Soziale Kontakte: Das soziale Netzwerk ist ein wichtiger Faktor in der Burnout-Prävention. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Freunde und Ihre Familie. Der Kontakt mit Ihnen nahestehenden Menschen bieten Ihnen den notwendigen Ausgleich zum Arbeitsleben.

Innere Antreiber entmachten: Menschen, die für Burnout anfällig sind, haben innere Antreiber, die sie in die Überforderung peitschen. Das können Maximen sein wie "Sei perfekt!", oder "Mach es allen recht!". Nur wer seine persönlichen inneren Antreiber kennt, kann sie entmachten. Machen Sie sich klar, dass niemand immer perfekt sein kann und Fehler zum Leben gehören.

Klare Lebensziele definieren: Finden Sie heraus, welche Ziele ihnen im Leben wirklich wichtig sind. So können Sie Ihre Energie gezielt einsetzen. Versuchen Sie auch, sich von Vorstellungen zu verabschieden, die Ihnen andere eingeimpft haben. Nur so verzetteln Sie sich nicht in kräftezehrenden Projekten, die Sie letztlich nicht zufrieden stellen.

Stärkung der Selbstakzeptanz: Für Burnout sind vor allem Menschen anfällig, die ihr Selbstbewusstsein überwiegend aus einer Rolle im Beruf oder Privatleben ziehen: die perfekte Mutter oder die erfolgreiche Mangerin. Menschen mit einer starken Selbstakzeptanz haben auch ein Selbstbewusstsein, das von Erfolgen unabhängig ist. Damit schwindet die Gefahr des Überengagements und des Gefühls, ausgebeutet zu werden.

Gesunde Lebensweise: Auch eine gesunde Lebensweise kann Burnout vorbeugen. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, vor allem aber regelmäßiger Sport und viel Bewegung - dies hilft beim Stressabbau. Schränken Sie den Konsum von Aufputschmitteln (z.B. Nikotin, Koffein) oder Genussmitteln (z.B. Alkohol, Zucker) ein. Dadurch fühlen Sie sich nicht nur fitter, sondern gehen ohne die chemischen Antreiber vielleicht auch weniger stark über Ihre persönlichen Grenzen hinaus.

Hilfe suchen: Oft ist es nicht so einfach, gute Vorsätze in der Praxis umzusetzen. Falls Sie bei sich über einen längeren Zeitraum ein erhöhtes Stresslevel oder typische Symptome von Burnout bemerken, sollten Sie sich unbedingt an einen Arzt, Psychotherapeuten oder Psychiater wenden. Je früher ein Burnout erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Burnout vorbeugen – was Sie im Job tun können

Da das Burnout-Syndrom oft mit Unzufriedenheit in der Arbeit entsteht, ist es wichtig, die oben genannten Strategien auch an der Arbeitsstelle anzuwenden. Folgende Punkte können Ihnen bei der Burnout-Prävention helfen und das Arbeitsklima verbessern:

Autonomie anstreben: Wer sich seine Aufgaben und Arbeitszeit flexibel einteilen kann, ist weit weniger für Burnout gefährdet. Versuchen Sie, ein möglichst flexibles Arbeitszeitmodell mit Ihrem Arbeitgeber auszuhandeln.

Zeitmanagement: Wer sich in einem anspruchsvollen Job nicht verzetteln und aufreiben will, sollte sich Strategien fürs richtige Zeitmanagement aneignen.

Nein-Sagen: Die Fähigkeit, eine angetragene Aufgabe auch einmal ausschlagen zu können, ist eine wichtige Burnout-Prophylaxe. Sonst halsen Sie sich schnell zu viel auf. Das gilt für Aufgaben, die von außen an Sie herangetragen werden, aber auch für solche, die Sie sich selbst auferlegt haben.

Unrealistische Erwartungen abbauen: Wer sich unrealistisch viel Anerkennung und persönliche Befriedigung durch seine Aufgaben erhofft, wird enttäuscht. Das trifft auf den Krankenpfleger zu, der sich Dankbarkeit von seinen Patienten erwartet, genauso wie auf die Sekretärin, die ungeliebte Besorgungen übernimmt und dafür Lob und Anerkennung erhofft.

Leben und Arbeiten im Gleichgewicht: Der Begriff "Work-Life-Balance" – das Gleichgewicht von Arbeit und Freizeit – beinhaltet ein essenzielles menschliches Grundbedürfnis. Wer es nicht schafft, sich angemessene Freiräume und Auszeiten zu gönnen, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Burnout-Falle tappen.

Karriereplanung: Auch der schönste Job kann nach Jahren in monotone Langweile führen. Wer ein Karriereziel vor Augen hat, läuft weniger Gefahr, im Alltagseinerlei stecken zu bleiben. Auch Weiterbildungen sind eine gute Methode zur Burnout-Prävention und um Inspirationen für den beruflichen Alltag zu finden.

Um ein Ausbrennen zu verhindern, können Sie sich auch an auf Burnout spezialisierte Coachs wenden, die Ihnen bei der Umsetzung von Strategien in der Arbeit helfen.

Wenn erste Symptome wie zum Beispiel anhaltende Müdigkeit, Erschöpfung oder Schlafstörungen auftreten, suchen Betroffene meist zuerst den Hausarzt auf. Dieser wird in einem Anamnesegespräch den Patienten nach seinen Beschwerden und besonderen Belastungen befragen. Folgende Fragen könnte der Hausarzt bei Verdacht auf Burnout stellen:

  • Haben Sie das Gefühl, dass Sie nie zur Ruhe kommen?
  • Haben Sie das Gefühl, dass es viele Aufgaben gibt, die nur Sie leisten können?
  • Haben Sie in letzter Zeit mehr gearbeitet als sonst?
  • Können Sie nachts gut schlafen?
  • Empfinden Sie am Tag häufig ein Gefühl von Müdigkeit?
  • Fühlen Sie sich an Ihrer Arbeitsstelle wertgeschätzt?
  • Haben Sie das Gefühl ausgebeutet zu werden?
  • Fühlen Sie sich antriebslos?
  • Haben Sie sonstige körperliche Beschwerden?

Durch weitere Untersuchungen kann der Arzt eine körperliche Ursache der Beschwerden ausschließen. Denn unerklärliche Müdigkeit und Erschöpfung können zum Beispiel auch auf eine Fehlfunktion der Schilddrüse oder eine andere schwerwiegende körperliche Erkrankung hinweisen. Dies lässt sich unter anderem im Rahmen einer Blutuntersuchung feststellen.

Erhärtet sich aber der Verdacht auf Burnout, wird der Hausarzt Sie an einen Spezialisten weiterverweisen. Das ist in diesem Fall ein psychologischer oder ärztlicher Psychotherapeut.

Burnout-Tests

Der Psychotherapeut wird in einem klinischen Interview durch Fragen klären, ob Ihre Symptome tatsächlich auf ein Burnout-Syndrom hinweisen.

Maslach Burnout Inventory (MBI)

Der von Experten am häufigsten eingesetzt Burnout-Test ist das Maslach Burnout Inventory (MBI). Es misst Burnout anhand von 22 Fragen die drei Skalen:

  • emotionale Erschöpfung
  • Depersonalisation/Zynismus (unpersönliche/zynische Haltung gegenüber Klienten, Kollegen und Vorgesetzten)
  • persönliche Erfüllung/Leistungszufriedenheit

Typische Aussagen sind zum Beispiel: „Ich fühle mich durch meine Arbeit emotional erschöpft“, „Ich bin Menschen gegenüber abgestumpfter geworden, seit ich diese Arbeit ausübe“; „Ich habe das Gefühl, am Ende meiner Weisheit zu sein“.

Einige Burnout-Symptome werden in diesem Burnout-Test allerdings nicht berücksichtigt. Beispielsweise das zunächst extrem hohe Engagement, dass sich nach und nach zum völligen Desinteresse verflacht.

Tedium Measure (Burnout Measure)

Das Tedium Measure, auch Burnout Measure genannt, besteht aus 21 Fragen. Auf einer Skala von eins bis sieben können die Betroffenen angeben, in wie weit die jeweilige Frage auf sie zutrifft (1= trifft nie zu; 7 = trifft immer zu).

In diesem Fragebogen werden die körperliche („Sind Sie körperlich erschöpft?“), emotionale („Sind Sie emotional erschöpft?“) und geistige Erschöpfung („Fühlen Sie sich abgearbeitet?“) abgefragt. Depersonalisation und Leistungszufriedenheit spielen in diesem Burnout-Test, anders als im MBI, keine Rolle.

Burnout-Tests im Internet

Im Internet kann man zahlreiche kostenlose Burnout-Test finden. Ein solcher Burnout-Selbsttest kann jedoch niemals die ärztliche oder psychologische Diagnostik ersetzen. Der Onlinecheck kann jedoch helfen, sich des eigenen Belastungsgrads und seiner persönlichen Arbeitsfrustration bewusst zu werden. Gibt es Anhaltspunkte für einen Burnout, sollten Sie einen Arzt oder Psychologen aufsuchen.

Differentialdiagnose Burnout

Obwohl der Begriff „Burnout“ in Medien und Alltagssprache häufig auftaucht, gibt es noch keine allgemeingültige klinische Burnout-Definition.

Burnout wird daher auch nicht als eigenständige Störung in den Klassifikationssystemen für psychische Störungen (ICD-10; DSM-V) gelistet. Das „Ausgebrannt-Sein“ ist lediglich unter dem Diagnosepunkt „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ als Zusatzdiagnose im Sinne von Burnout im ICD 10 aufgeführt.

Die Symptome von Burnout überschneiden sich mit denen anderer Störungen wie zum Beispiel dem chronischen Müdigkeitssyndrom (Fatigue). Vor allem aber bestehen Überschneidungen mit der Depression. Das erschwert die Diagnose.

Burnout oder Depression?

Manche Experten bezweifeln sogar grundsätzlich, dass Burnout eine eigenständige Krankheit ist. Sie gehen davon aus, dass Menschen mit der Krankheit im Grunde an einer Depression leiden.

Tatsächlich ist denkbar, dass viele die Diagnose Burnout besser akzeptieren können als die einer Depression. Denn ein Burnout wird gemeinhin Menschen zugeschrieben, die zuvor viel geleistet haben. Eine Depression hingegen wird noch immer fälschlicherweise mit Schwäche in Verbindung gebracht.

Viele der Symptome von Burnout, insbesondere die tiefe emotionale Erschöpfung, sind tatsächlich auch für Depressionen kennzeichnend. Auch Anzeichen wie Interessens- und Motivationsverlust sind gleichfalls Merkmale einer Depression.

Einige wesentliche Symptome von Burnout und Depressionen stimmen jedoch nicht überein. So sind Depersonalisation und Leistungsunzufriedenheit untypisch für eine Depression. Das allgemein angeschlagene Selbstwertgefühl, das viele Depressive belastet, ist wiederum nicht typisch für Menschen mit Burnout.

Manche Fachleute sehen Burnout auch eher als einen Risikofaktor für psychische Probleme an, und nicht als eigenständige Erkrankung. Andere beschreiben die Krankheit als einen Prozess der, sofern er nicht gestoppt wird, in eine Erschöpfungsdepression mündet. Die Grenze zwischen Burnout und Depression bleibt somit weiterhin unscharf. Der Therapeut muss sehr sorgfältig prüfen, ob nicht eigentlich – oder außerdem – eine Depression vorliegt, die entsprechend behandelt werden muss.

Burnout: Behandlung

Burnout ist eine ernste Erkrankung, die möglichst schnell professionell behandelt werden sollte. Wird ein Burnout zu spät entdeckt und therapiert, verschlechtern sich die Heilungschancen. Darum suchen Sie sich rechtzeitig professionelle Hilfe bei Burnout.

Eine Burnout-Therapie setzt sich aus vielen verschiedenen Bausteinen zusammen. Sie werden individuell auf die Probleme und Persönlichkeit des Patienten abgestimmt. Neben psychotherapeutischer Unterstützung können auch Medikamente Hilfe bei Burnout bringen – insbesondere, wenn schwerere depressive Symptome auftauchen.

Am Anfang steht die Krankheitseinsicht

Die Voraussetzung für jede Therapie ist die Einsicht, dass überhaupt ein Burnout-Problem existiert. Dazu sollten Betroffene mit therapeutischer Unterstützung folgende vier Fragen klären:

  • Inwiefern trage ich selbst zu der schwierigen Situation bei?
  • Wo überschreite ich meine Grenzen?
  • Welche Umweltfaktoren sind beteiligt?
  • Welche lassen sich verändern, welche nicht?

Menschen mit Burnout, die sich ihren Eigenanteil an der Situation nicht eingestehen, können auch das Übel nicht selbst an der Wurzel packen. Die Auseinandersetzung mit anderen Burnout-Betroffenen, beispielsweise in Selbsthilfegruppen oder über Erfahrungsberichte, kann dabei helfen Wege aus dem Burnout zu finden.

Schnelle Krisenintervention

Befindet sich der Burnout-Prozess noch in der Anfangsphase, genügt oft schon eine Krisenintervention oder eine Kurzzeittherapie von wenigen Stunden als erste Burnout-Hilfe. Ziel ist es, verbesserte Fertigkeiten zur Konflikt- und Problemlösung zu entwickeln und ein feineres Gespür für die Grenzen der eigenen Belastbarkeit zu bekommen.

Auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson können hilfreich sein die Burnout-Behandlung unterstützen.

Psychotherapie

Ist das Burnout schon weiter vorangeschritten, ist meist eine Psychotherapie zur Burnout-Behandlung notwendig. Da die Gründe, die zum Ausbrennen führen, ganz unterschiedlich sind, sind auch der Therapieschwerpunkt und die Methode individuell verschieden. Die nachfolgenden therapeutische Verfahren können helfen.

Verhaltenstherapie

Mithilfe einer kognitiven Verhaltenstherapie lassen sich falsche Vorstellungen und Verhaltensmuster auflösen, die Burnout-Patienten oft verinnerlicht haben. Ein Beispiel: "Ich muss alles perfekt machen, sonst bin ich wertlos." Das Hinterfragen solcher Muster und Weltanschauungen (Paradigmen) ermöglicht es, sich von den krankmachenden "inneren Antreibern" zu befreien. Ein Ziel der Burnout-Therapie ist es also, die problematischen Muster zu erkennen und schrittweise zu verändern.

Tiefenpsychologische Verfahren

Bei vielen Burnout-Betroffenen steht der Aufbau eines stabileren Selbstwertgefühls im Vordergrund. Mit wachsendem Selbstwertgefühl verringert sich ihre Abhängigkeit von äußerer Anerkennung. Sie ist oft der geheime Motor hinter dem Raubbau an den eigenen Kräften.

In solchen Fällen sind tiefgreifende seelische Umstrukturierungen notwendig, die sich besser durch tiefenpsychologische Verfahren wie eine Psychoanalyse bewirken lassen. Solche Prozesse können langwierig und mitunter zunächst schmerzhaft sein, sind aber in einigen Fällen für eine wirksame Burnout-Therapie unumgänglich.

Gruppentherapie

Auch eine Gruppentherapie kann wichtige Unterstützung bei Burnout leisten. Für viele Patienten ist es zunächst ungewohnt, die eigenen Probleme mit einer Gruppe von zunächst Fremden zu teilen. Es hat jedoch meistens eine entlastende Wirkung, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die ebenfalls betroffen sind.

Körpertherapie und Sport

Viele Patienten mit Burnout haben verlernt, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. In solchen Fällen können sogenannte Körpertherapien ergänzend zur Psychotherapie helfen. Der Patient lernt, körperliche Verspannungen wahrzunehmen, die durch Ängste und Stress entstehen. Wird die körperliche Anspannung gezielt aufgelöst, entspannt sich auch die Psyche.

Auch körperliche Aktivität unterstützt den Genesungsprozess, zeigen verschiedene Untersuchungen. Sie wirkt sich positiv auf das Körperempfinden und das Selbstbewusstsein aus.

Therapieangebot in Burnout-Kliniken

Bei schwerem Burnout kann ein Aufenthalt in einer Spezialklinik sinnvoll sein. Burnout-Kliniken bieten Patienten ein breites Spektrum an Therapien. Dazu gehören neben tiefenpsychologischen Ansätzen, kognitiver Verhaltenstherapie, systemischer Therapie und Gruppentherapie oft auch Körpertherapie, Kunsttherapie oder Ergotherapie.

Der genaue Therapieplan wird dabei individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten. Durch den stationären Rahmen können sich die Patienten intensiv und ohne Ablenkung mit ihrer Problematik auseinandersetzen, Ursachen aufdecken und neue Verhaltes- und Denkmuster einüben. Eine solche "Burnout-Kur" hilft ihnen, auch langfristig besser mit Ihren Ressourcen zu haushalten.

Medikamente bei Burnout

Spezielle Burnout-Medikamente gibt es nicht. Leidet ein Patient aber unter ausgeprägten depressiven Symptome wie Antriebslosigkeit, innere Leere und Interessenverlust, können Antidepressiva ergänzend zur Psychotherapie eine gute Option sein. Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) beispielsweise heben den Serotonin Spiegel im Gehirn und wirken so antriebssteigernd.

Burnout: Krankheitsverlauf und Prognose

Eine Burnout-Statistik des Robert Koch-Instituts zufolge leiden in Deutschland 4,2 Prozent der Deutschen unter Burnout. Trifft vor allem Noch immer ist die Vorstellung verbreitet, dass dem Burnout-Syndrom immer eine Phase idealistischen Überengagements und das sogenannte „Brennen“ vorausgeht. Das ist aber nicht der Fall.

Allerdings investieren die Betroffenen mehr Energie in ihre Aufgaben, als sie auf Dauer verkraften können. Das kann seinen Ursprung im Idealismus haben, aber auch aus einer Notlage erwachsen.

Ein häufiges Warnsignal ist, das die Betroffenen nach der Arbeit nicht mehr abschalten können und sich nicht mehr erholen. In dieser Phase wird ein drohendes Burnout jedoch nur selten erkannt.

Erst wenn die erhoffte Belohnung, beispielsweise in Form von beruflichem Aufstieg oder Anerkennung, dauerhaft hinter den Erwartungen zurückbleibt, oder die Kraft nicht mehr reicht, beginnt die Ausbrennphase – das Burnout-Syndrom.

Auf die (Selbst)-Überforderung folgen dann Erschöpfung, Irritation und Frustration. Die enorme seelische Belastung geht am Körper nicht spurlos vorbei. Daher können psychosomatische Beschwerden, etwa Kopf- und Magenschmerzen oder Schlafstörungen Anzeichen für ein Burnout-Syndrom sein.

Beim Burnout gilt das Gleiche wie bei vielen anderen Krankheiten und Störungen: Je früher das Problem erkannt und angegangen wird, desto besser lässt es sich beheben.

Drohende Invalidität

Wird ein schweres Burnout-Syndrom über einen längeren Zeitraum nicht erkannt und behandelt, hinterlässt meist dauerhafte Spuren. Schon der normale berufliche und soziale Stress ist für viele Betroffene noch Monate und Jahre nach der Therapie eine Überforderung. Teilinvalidität oder auch vollständige Invalidität infolge eines Burnouts sind nicht selten. Daher sollte ein drohendes Burnout ernst genommen und rasch behandelt werden.

Weiterführende Informationen

Bücher

  • Thomas Bergner Burnout-Prävention: Erschöpfung verhindern - Energie aufbauen - Selbsthilfe in 12 Stufen Taschenbuch – 14. Oktober 2015
  • Sabine Gapp-Bauß: Depression und Burn-out überwinden: Ihr roter Faden aus der Krise: Die wirksamsten Selbsthilfestrategien VAk – 15. Februar 2016
  • Mirriam Prieß: Finde zu dir selbst zurück!: Wirksame Wege aus dem Burnout Südwest, 29. April 2014

Leitlinie

  • HTA-Bericht "" des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (2012)

Selbsthilfe

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