Bronchitis – Hausmittel

Clemens Gödel

Clemens Gödel ist freier Mitarbeiter der e-happiness-Medizinredaktion.

Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für e-happiness.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Viele Menschen setzen bei Bronchitis Hausmittel ein. Schon Eltern und Großeltern haben zum Beispiel Brustwickel mit Kartoffeln gemacht oder mit Thymian-Aufguss inhaliert. Tatsächlich können solche Hausmittel bei Bronchitis die Beschwerden lindern und die Heilung unterstützen. Hier finden Sie hier eine Auswahl der besten Bronchitis-Hausmittel!

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Bronchitis: Hausmittel gegen die Beschwerden

Es gibt viele Bronchitis-Hausmittel, die zu unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden. Manche sollen das Ablösen von Schleim in den Atemwegen unterstützen, andere die gereizte Schleimhaut beruhigen oder Begleitsymptome lindern, beispielsweise Fieber oder Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen.

Warum manche Hausmittel gegen Bronchitis helfen, ist nicht genau bekannt. Das gilt zum Beispiel für Brustwickel und Einreibungen. Langjährige Erfahrung zeigt aber, dass diese tatsächlich die Bronchitis-Beschwerden lindern können.

Außerdem sind viele Bronchitis-Hausmittel gut verträglich und lösen kaum Nebenwirkungen aus. Deshalb sind sie oft auch für Kinder und Schwangere geeignet.

Manchmal muss eine Bronchitis mit Medikamenten behandelt werden. Diese medikamentöse Therapie lässt sich sinnvoll unterstützen mit verschiedenen Hausmitteln. Bronchitis-Patienten können dazu auch ihren Arzt oder Apotheker um Rat fragen.

Heilkräftige Getränke

Bei Bronchitis sollte man darauf achten, ausreichend zu trinken. Das hilft, den Schleim in den Bronchien zu lösen und leichter abzuhusten. Besonders zu empfehlen sind Heilpflanzen-Tees, vor allem sogenannte Husten- oder Bronchialtees. Sie enthalten mehrere wirksame Heilkräuter, zum Beispiel:

  • Spitzwegerich und Eibisch: beruhigen die gereizte Schleimhaut und lindern den Hustenreiz.
  • Thymian: unterstützt den Abtransport des Bronchialschleims, löst Hustenkrämpfe und bekämpft Viren und Bakterien.
  • Fenchel: wirkt entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend und keimhemmend.
  • Süßholzwurzel: besitzt krampflösende, entzündungshemmende, auswurffördernde und schleimhautschützende Eigenschaften.
  • Ingwer: wirkt entzündungs- und keimhemmend

Tipp: Sie können den Tee mit Honig süßen oder diesen pur einnehmen. Er wird als hustenstillendes Hausmittel bei Bronchitis und Erkältungskrankheiten empfohlen. Für Kinder unter einem Jahr ist Honig aber nicht geeignet: Die Kleinen reagieren manchmal empfindlich auf bestimmte Bakterien im Honig.

Verschiedene Säfte und Sirupe aus heilkräftigen Pflanzen können ebenfalls als Hausmittel bei Bronchitis eingesetzt werden. Dazu zählt zum Beispiel Zwiebelsirup. Bei Husten kann man mehrmals täglich einen Teelöffel davon einnehmen. Die zahlreichen Inhaltsstoffe der Zwiebel haben verschiedenste Wirkungen. Unter anderem stimulieren sie die Abwehrzellen, hemmen Bakterien, regen den Appetit an und wirken vorbeugend gegen grippale Infekte. Auch Schwarzer-Rettich-Sirup wird bei Husten empfohlen. Er soll schleimlösend und bakterienhemmend wirken.

Als bewährtes Erkältungs- und Bronchitis-Hausmittel gilt die „heiße Zitrone“, also eine Mischung aus frischem Zitronensaft und heißem Wasser. Sie soll besonders bei aufkommenden Infekten helfen.

Ein altes Erkältungs- und Bronchitis-Hausmittel ist auch die Hühnersuppe. Sie wirkt wohltuend auf die gereizten Schleimhäute und fördert die Schleimlösung. Verantwortlich dafür sind wohl hauptsächlich die Wärme und Feuchtigkeit, welche die warme Hühnerbrühe dem Körper zuführt. Möglicherweise können manche Bestandteile der Hühnersuppe auch bestimmte weiße Blutzellen (Neutrophile) hemmen, die Entzündungsprozesse fördern. Darauf deuten zumindest Experimente hin.

Inhalieren bei Bronchitis

Als weiteres Hausmittel bei Bronchitis werden oft Wasserdampfinhalationen mit Heilkräuter-Zusatz empfohlen. Geeignet sind zum Beispiel Salbei, Kamille, Thymian oder Spitzwegerich. Der Dampf befeuchtet die Atemwege. Zudem können die ätherischen Öle aus dem Pflanzensud ihre heilsame Wirkung direkt vor Ort an den Schleimhäuten der Atemwege entfalten. Sie fördern etwa das Ablösen von Schleim und beruhigen die gereizten Schleimhäute bei Bronchitis. Inhalieren kann man durchaus mehrmals täglich. Hinterher sollte man sich keinesfalls kalter Luft aussetzen. Der plötzliche Wärmeverlust könnte nämlich die Abwehrkraft der Schleimhäute zusätzlich schwächen.

Sie brauchen zum Inhalieren keine spezielle Inhalationsvorrichtung. Es genügt, Wasser in einem Topf zu erhitzen und die gewünschten Kräuter für einen Sud hinzuzufügen. Am besten beugt man nun im Sitzen den Kopf über den Topf und atmet den aufsteigenden Dampf ein. Legt man sich dabei ein großes Handtuch über den Kopf, wird die feuchte Luft noch konzentrierter in die Atemwege geleitet.

Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist. Sonst könnten die eingeatmeten heißen Dämpfe die empfindlichen Schleimhäute schädigen. Außerdem besteht Verbrennungsgefahr auf der Haut. Besonders Kinder sollten deshalb beim Inhalieren angeleitet und ständig beobachtet werden.

Hinweis: Man kann zum Inhalieren auch die ätherischen Öle von Heilpflanzen (wie Thymian- oder Eukalyptusöl) verwenden. Dazu sollte man sich vom Arzt oder Apotheker beraten lassen. Besonders bei Kindern sind manche ätherischen Öle nicht oder nur eingeschränkt zu empfehlen.

Brustwickel und Umschläge

Heilkräuter können auch für warme Brustwickel oder Umschläge verwendet werden. Dazu tränkt man ein Baumwolltuch mit dem heißen Pflanzensud und legt es nach dem Auswringen um den Brustkorb. Darauf legt man ein trockenes Zwischentuch und anschließend eine wärmendes Außentuch. Den Pflanzensud kann man zum Beispiel mit Ingwer oder Spitzwegerich zubereiten.

Der Brustwickel zählt ebenfalls zu den Erkältungs- und Hausmitteln. Er steigert die Durchblutung und hilft dem Körper so bei der Infektabwehr. Außerdem wirkt er krampflösend.

Oft werden für einen heißen Brustwickel oder Brustumschlag auch Zwiebeln oder gekochte und zerstampfte Kartoffeln verwendet. Darüber hinaus kann auch ein Quarkwickel Bronchitis-Symptome lindern. Solche Wickel wirken oft schleim- und krampflösend.                              

Hilft auch Vitamin C?

Oft wird empfohlen, bei ersten Anzeichen einer akuten Atemwegserkrankung wie Erkältung oder Bronchitis viel Vitamin C einzunehmen. Das soll gegen die Beschwerden helfen und schneller wieder gesund machen. Das Vitamin soll sogar vorbeugend gegen Infekte wirken. Es findet sich deshalb in vielen frei verkäuflichen Präparaten zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten. Die propagierte Wirksamkeit ist aber umstritten.

Stress und Tabakrauch vermeiden

Körperliche Ruhe und das Vermeiden von Stress sind wichtig für eine schnelle Genesung. Vor allem im Schlaf kann der Körper dringend benötigte Kräfte zur Krankheitsbekämpfung gewinnen. Gehen Sie zudem Tabakrauch aus dem Weg. Wenn Sie dann auch noch bewährte Bronchitis-Hausmittel anwenden, können sie die Symptome einer unkomplizierten Bronchitis wirksam lindern.

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