Homöopathie in den Wechseljahren

Die Zeit der hormonellen Umstellung rund um das Ausbleiben der Regelblutung (Menopause) bezeichnet man als Wechseljahre. Homöopathie kann helfen, Beschwerden in dieser problematischen Phase zu lindern. Hitzewallungen, depressive Zustände und Schlaflosigkeit sind nur einige Symptome, die homöopathische Mittel wie Calcium carbonicum, Sepia oder Lachesis lindern könnten. Lesen Sie hier alles, was Sie wissen müssen, wenn Sie während der Wechseljahre Globuli einnehmen wollen.

Wann ist Homöopathie in den Wechseljahren geeignet?

Das endgültige Ausbleiben der Regelblutung nennt man Menopause. Dieses Datum kann man meist nicht konkret benennen, da die Blutung bereits über Monate oder Jahre unregelmäßig wird, bevor sie für immer ausbleibt. Die Zeit vor und nach dieser Menopause nennt man Wechseljahre. Viele Frauen kämpfen dabei mit körperlichen und psychischen Beschwerden. Der Grund: Der Hormonhaushalt verändert sich. Besonders geeignet für eine alternative Therapie sind kurzfristigere Probleme der Wechseljahre. Homöopathie soll hier gute Dienste leisten. 

Wechseljahresbedingte Beschwerden, die sich möglicherweise mit Homöopathie lindern lassen:

  • Hitzewallungen
  • Depressive Zustände
  • Heftige Schweißausbrüche
  • Schlaflosigkeit
  • Trockenheit der Scheide
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Änderung der Haar- und Hautbeschaffenheit
  • Gewichtsveränderungen
  • Veränderungen der Brust
  • Störungen beim Wasserlassen
  • Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsprobleme
  • Vergesslichkeit
  • Muskelkrämpfe
  • Störungen der Libido

Bei langfristigen Veränderungen, die in den Wechseljahren beginnen, kann die Homöopathie vor allem die Schulmedizin ergänzen. Bedingt durch das Älterwerden im Allgemeinen und den Hormonmangel, können in dieser Zeit ernsthafte gesundheitliche Probleme ihren Ursprung haben. Dazu gehört etwa ein erhöhtes Risiko an Osteoporose zu erkranken, sowie einen Herzinfarkt oder eine Thrombose zu erleiden.

Wichtige Mittel im Überblick

Sie können viele Probleme der Wechseljahre homöopathisch behandeln. Dazu gibt es für die Wechseljahre Globuli, welche die Folgen der Hormonumstellung abfedern sollen. Sie können bei Hitzewallungen Homöopathie genauso gut ausprobieren, wie bei anderen kurzfristigen Störungen. Bei den langfristigen Veränderungen kann zusätzlich zur schulmedizinischen Therapie eine homöopathische Behandlung durchgeführt werden. Hier sollten die charakteristischen Symptome des Mittels gut auf die Frau passen, ebenso auf die Besonderheiten der Wechseljahre. Homöopathie sollte aber in diesen Fällen nicht die alleinige Therapie sein. 

Es sind meist Kombinationen aus verschiedenen Wechseljahresbeschwerden, die Frauen quälen. In der folgenden Liste sind die wichtigsten Mittel den Beschwerden zugeordnet, bei denen sie am häufigsten helfen sollen.

Lachesis

  • bei Hitzewallungen
  • bei Stimmungsschwankungen und depressiver Stimmung am Abend
  • bei klopfenden Kopfschmerzen
  • bei Bluthochdruck
  • bei Schlafstörungen

Sepia

  • bei Hitzewallungen, besonders wenn sie vom Bauch in Richtung Kopf strahlen
  • bei Gleichgültigkeit allem und jedem gegenüber
  • bei Libidoverlust
  • wenn braune Flecken im Gesicht, besonders um den Mund, auftreten
  • bei Scheidentrockenheit
  • bei Schlafstörungen

Sulfur

  • wenn Hitzewallungen besonders nachts durch die Bettwärme schlimmer werden
  • bei Osteoporose
  • bei Bluthochdruck
  • bei erhöhten Cholesterinwerte
  • bei Übergewicht

Phosphorus

  • bei Hitzewallungen, die im Rücken brennen
  • bei Osteoporose
  • bei Bluthochdruck
  • bei Scheidentrockenheit

Calcium carbonicum

  • bei Schweißausbrüche, besonders am Kopf
  • bei Gewichtszunahme
  • bei Osteoporose
  • bei Bluthochdruck

Graphites

  • bei Gewichtszunahme
  • bei Hitzewallungen
  • bei ungesunder, trockener Haut

Pulsatilla

  • bei Krampfadern
  • bei Gewichtszunahme

Calcium fluoratum

  • bei Krampfadern
  • bei Überdehnbarkeit der Bänder mit ständigem Umknicken
  • bei Osteoporose

Causticum

  • wenn unwillkürlich Harn beim Lachen, Niesen, Husten abgeht

Natrium muriaticum

  • bei Osteoporose

Silicea

  • bei Osteoporose

Nux vomica

  • bei Bluthochdruck

Richtige Dosierung

Zunächst müssen Sie entscheiden, ob Sie Einzelmittel oder Komplexmittemittel für die Behandlung Ihrer Beschwerden in den Wechseljahren mit Homöopathie verwenden. Komplexmittel enthalten eine Mischung aus verschiedenen Globuli. 

Gegen die kurzfristigen Wechseljahrs-Beschwerden eignen sich besonders Einzelmittel. Globuli setzen Sie am Besten in den Potenzen C6, D6 oder D12 ein. Die Potenzen C6 und D6 können Sie mehrmals täglich einnehmen: jeweils drei Globuli des ausgewählten Mittels, maximal sechs Mal täglich. Von der Potenz D12 sollten nicht häufiger als zwei Mal täglich jeweils drei Globuli eingenommen werden. 

Bei lange anhaltenden, sehr starken oder chronischen Begleiterscheinungen können Sie auch C30 Potenzen ausprobieren. Diese dürfen aber nur für maximal eine Woche lang täglich eingenommen werden. Hier reichen zwei Globuli pro Tag.

Wann zum Arzt?

Bei allen langfristigen Begleiterscheinungen der Wechseljahre sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Sowohl Osteoporose als auch die Veränderungen am Herz-Kreislaufsystem können schwerwiegend sein und müssen regelmäßig kontrolliert werden. Kurzfristige Beschwerden verschwinden normalerweise mit Abschluss der Wechseljahre. Homöopathie kann besonders in diesen Fällen helfen, die Symptome zu lindern.

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