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Symphytum

Symphytum eignet sich für die homöopathische Behandlung von Verletzungen. Insbesondere bei frischen Knochenbrüchen soll es die Heilung unterstützen. Es ist außerdem ein nützliches Mittel bei Verletzungen der Knochenhaut sowie schwerheilenden Muskel-, Sehnen und Bänderrissen. Lesen Sie hier alles über die Wirkungen und die richtige Anwendung von Symphytum.

SymphytumSymphytumSymphytum

Was ist Symphytum?

Der Name Symphytum officinale kommt vom griechischen „symphyo“, zu Deutsch: „ich vereinige“. Schon die heilige Hildegard und Paracelsus wussten, dass diese Pflanze die Heilung von Brüchen fördert. Die deutschen Namen Beinwell und Wallwurz beinhalten beide das altdeutsche Wort „wallen“, das „heilen“ bedeutet.

Beinwell ist reich an Kalzium, Phosphor, Kalium, Eisen, Magnesium und den Vitaminen B, C und E. Besonders das Kalzium könnte den Knochenstoffwechsel positiv beeinflussen. Eine besondere Bedeutung wird auch dem hohen Allatonin-Gehalt von Symphytum beigemessen. Von Allantoin weiß man, dass es bei Pflanzen und Tieren das Zellwachstum fördert und dadurch zur Heilung von Gewebsschäden beitragen kann.

Die in Europa, Asien und Nordafrika heimische Pflanze wird heute vor allem wegen ihrer heilenden Wirkung angebaut. Man kann sie zu Salben, Umschlägen oder Tinkturen verarbeiten. Für die homöopathische Verwendung potenziert man den Saft der Wurzel.

Wann wird Symphytum eingesetzt?

Symphytum beschleunigt und fördert die Heilung von Knochenbrüchen, Knochenhautverletzungen, Sehnen-, Muskel- und Bandverletzungen sowie stumpfen Verletzungen. Es kann bei akuten, gerade erst aufgetretenen Verletzungen angewendet werden, aber auch dann, wenn solche Schäden (besonders Knochenbrüche) schon länger zurückliegen aber nur langsam und schlecht heilen.

Typische Krankheiten und Zustände, die gut auf Symphytum ansprechen:

  • Knochenbrüche und –risse
  • Knochenhautverletzungen
  • Blaue Flecken
  • „Blaues Auge
  • Ruptur der Achillessehne
  • Bänderrisse
  • Meniskusschäden
  • Prellungen
  • Phantomschmerzen

Symphytum für Baby und Kind

Symphytum ist sehr gut für Kinder geeignet, die nach einem Schlag mit einem stumpfen Gegenstand blaue Flecken bekommen. Allerdings sollten Sie es nur anwenden, wenn die oberste Hautschicht nicht verletzt ist. Bei einem „blauen Auge“ sollten Sie immer zuerst einen Arzt aufsuchen. Besonders dann, wenn der Augapfel in Mitleidenschaft gezogen wurde, können Sie begleitend eine Behandlung mit Symphytum durchführen. Ebenso können Sie nach einem Knochenbruch die Selbstheilungskräfte Ihres Kindes unterstützen, indem Sie ihm Symphytum geben.

Was charakterisiert den Symphytum-Typ?

Symphytum ist ein Mittel, das nur anhand der Beschwerden ausgewählt wird. Deshalb kann man keinen Symphytum-Typ definieren.

Wie wird Symphytum angewendet?

Das homöopathische Einzelmittel wendet man klassisch in Form von kleinen Streukügelchen (Symphytum-Globuli) an. Eine weitere Art es als Einzelmittel einzusetzen, sind homöopathische Tropfen oder Tabletten.

Eine äußerliche Anwendung können Sie mit Symphytum-Salben und -Tinkturen in Form von Einreibungen und Umschläge durchführen. Es gibt eine große Anzahl an homöopathischen Verletzungsmedikamenten, die verschieden homöopathische Mittel enthalten. Symphytum ist in nahezu all diesen Kombinationspräparaten ein wichtiger Bestandteil. Diese Medikamente wenden Sie entsprechend der Herstellerangaben an.

Bei der häufigeren Einnahme in Form von Globuli beachten Sie bitte: Wenn die Verletzung noch frisch ist und die Schmerzen sehr groß sind, können Sie Symphytum-Globuli mehrmals täglich anwenden. Besonders geeignet sind dafür die Potenzen Symphytum D6 und Symphytum D12. Von beiden Potenzen lassen Sie jeweils 3 Globuli unter der Zunge zergehen. Symphytum D6 können Sie bis zu zehn Mal täglich wiederholen, Symphytum D12 Globuli sollten Sie nicht öfter als sechs Mal in 24 Stunden einnehmen.

Sind dann die ersten, besonders schmerzhaften Tage überstanden, können Sie zur Förderung der Heilung die Potenz Symphytum C30 verwenden. Für einen begrenzten Zeitraum können Sie täglich drei Globuli Symphytum C30 nehmen. Länger als eine Woche lang sollten Sie aber eine solch hohe Potenz nicht täglich anwenden.

Zieht sich der Heilungsprozess lange hin, weil die Verletzung entsprechend schwerwiegend war, nehmen Sie drei Kügelchen Symphytum C30 einmal wöchentlich. Dies können Sie dann auch bis zur endgültigen Heilung durchführen.

Höhere Potenzen wie Symphytum C200 oder C1000 sollten Sie nicht zur Selbstmedikation verwenden. Erfahrenen Homöopathen werden die Hochpotenzen bei entsprechend schweren Krankheitsbildern oder chronischen Verläufen verordnen.

Je schneller nach der Verletzung mit der Behandlung begonnen wird, desto größer ist der Nutzen von Symphytum.

Typische Symphytum-Anwendungsgebiete

Knochenbrüche

- bei frischen Knochenbrüchen
- bei schlecht heilenden Knochenbrüchen

Bei frischen Knochenbrüchen:
3 Globuli Symphytum D6 bis zu zehn Mal täglich oder 3 Globuli Symphytum D12 bis zu sechs Mal täglich.

Bei älteren Verletzungen oder schlecht heilenden Knochenbrüchen:
3 Globuli Symphytum C30 täglich oder wöchentlich.

Knochenhautverletzungen (z.B. nach Tritt ans Schienbein)

- sehr schmerzhafte Schwellungen
- lange Heilungsdauer
- oft in Kombination mit Knochenbrüchen

Bei frischen Verletzungen:
3 Globuli Symphytum D6 bis zu zehn Mal täglich oder 3 Globuli Symphytum D12 bis zu sechs Mal täglich.

Bei älteren Verletzungen:
3 Globuli Symphytum C30 wöchentlich.

Bänderriss (besonders nach Fußumknicken)

- starke, oft stechende Schmerzen
- oft mit großem Bluterguss

3 Globuli Symphytum D6 bis zu zehn Mal täglich oder 3 Globuli Symphytum D12 bis zu sechs Mal täglich.

Sehnenriss (z.B. Achillessehne)

- durch Überanstrengung und Überbeanspruchung

Direkt nach der Verletzung:
3 Globuli Symphytum D6 bis zu zehn Mal täglich oder 3 Globuli Symphytum D12 bis zu sechs Mal täglich.

Zum Ausheilen:
3 Globuli Symphytum C30 wöchentlich.

Prellungen und blaue Flecken

- durch stumpfe Gewalt
- Haut oberflächlich ohne Verletzung

3 Globuli Symphytum D6 bis zu zehn Mal täglich oder 3 Globuli Symphytum D12 bis zu sechs Mal täglich.

Meniskusverletzung

- meist Sportverletzung

Direkt nach der Verletzung:
3 Globuli Symphytum D6 bis zu zehn Mal täglich oder 3 Globuli Symphytum D12 bis zu sechs Mal täglich.

Zum Ausheilen:
3 Globuli Symphytum C30 wöchentlich.

Stumpfe Augenverletzungen („blaues Auge“)

- Schmerzen auch im Bereich des Augapfels

3 Globuli Symphytum D6 bis zu zehn Mal täglich oder 3 Globuli Symphytum D12 bis zu sechs Mal täglich.

Phantomschmerzen nach Amputation

- Nervenschmerzen

3 Globuli Symphytum C30 wöchentlich.

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poliv.ua
Autor:
Dr. med. Manuela Mai
Quellen:
  • Metzger, J.: Gesichtete homöopathische Arzneimittellehre, Band 1, MVS Medizinverlage Stuttgart; Auflage: 12, Oktober 2005
  • Morrison, R.: Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, KK Verlag für homöopathische Literatur, 2. Auflage, 1997
  • Tyler, M.L.: Homöopathische Arzneimittellehre, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH; Auflage: 3, 2011
  • Kovacs Dr. med., H. et al: Homöopathie: So heile ich mich selbst, BLV Buchverlag, 2008
  • Emlyn, T.: Homöopathie bei Sportverletzungen, 1. Auflage, Urban&Fischer, 2002
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