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Ruta

Ruta setzt man in erster Linie bei Verletzungen an Bändern, Sehnen und Knorpel ein. Auch bei Prellungen, die direkt den Knochen beziehungsweise die Knochenhaut betreffen, soll das homöopathische Mittel helfen. Eine ganz andere Anwendungsmöglichkeit für Ruta sind schmerzende und überanstrengte Augen, wie man sie zum Beispiel nach langem Lesen oder der Arbeit am Computerbildschirm kennt. Erfahren Sie hier mehr über die Anwendungsgebiete von Ruta und wie Sie das Mittel richtig anwenden.

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Was ist Ruta?

Ruta graveolens wird auf Deutsch Garten- oder Weinraute genannt. Die Strauchpflanze ist in Südeuropa und Nordafrika heimisch, wird bei uns aber in vielen Gärten als Zierpflanze angebaut. Ruta graveolens besitzt kleine, blaugrüne und von einer Wachsschicht überzogene Blätter und gelbe Blüten. Sie bildet kugelförmige Kapselfrüchte aus. Als Inhaltsstoffe der Weinraute finden sich verschiedene ätherische Öle, Furanocumarine und Alkaloide, die unterschiedliche Wirkungen haben.

Schon seit der Antike wird die Weinraute unter anderem als Duft- und Gewürzpflanze eingesetzt. Außerdem wurde ihr eine sagenhafte Wirkung gegen Gifte und Schlangenbisse, sogar gegen die Pest nachgesagt. Besonders beliebt war die Pflanze jedoch wegen ihrer abtreibenden Wirkung. Im Paris des Mittelalters nannte man sie deshalb „die Pflanze der schönen Mädchen“. In der heutigen Pflanzenheilkunde findet die Weinraute keine Verwendung mehr.

Um das homöopathische Mittel Ruta graveolens herzustellen, wird die Pflanze kleingeschnitten und zerstoßen. Aus dem so gewonnenen Pflanzensaft potenziert man dann die Arznei.

Wann wird Ruta eingesetzt?

Man kann Ruta einsetzen, um nach einer Bänder-, Sehnen- oder Knorpelverletzung die Heilung zu beschleunigen, unabhängig davon, ob die Beschwerden von einem Unfall oder einer Überbeanspruchung herrühren. Besonders dann, wenn durch eine Prellung die Knochenhaut noch lange schmerzt und verhärtet ist, soll Ruta gut helfen, etwa nach einem Tritt ans Schienbein. Aber auch sehr viele andere Verletzungen am Bewegungsapparat wurden schon erfolgreich mit Ruta behandelt.

Ruta findet aber auch bei Augenschwäche und Augenentzündungen Anwendung, wenn diese durch Überanstrengung der Augen entstanden sind. Dieses Phänomen kennen die meisten Menschen, wenn sie lange vor einem Bildschirm sitzen oder sehr kleine Schriften lesen müssen.

Typische Krankheiten und Zustände, die gut auf Ruta ansprechen:

  • überanstrengte Augen
  • Rückenschmerzen durch Verspannungen
  • Verletzung / Prellung der Knochenhaut (besonders Rippen und Schienbein)
  • Verletzungen / Operationen besonders an Knöcheln, Handgelenken, Knie, Schultern und Hüften
  • Verletzungen an den Zähnen
  • Karpaltunnelsyndrom

Typische Symptome und Beschwerden, die auf Ruta als passendes homöopathisches Arzneimittel hinweisen, sind:

  • missmutig und zornig
  • gedankenlos oder langsam im Denken
  • Gefühl der Überanstrengung oder Zerschlagenheit
  • Schweregefühl
  • trübes Sehen, wie Schatten vor den Augen
  • Körperteile auf denen man liegt werden wund
  • Die Beschwerden werden besser:
    - im Liegen auf dem Rücken
    - durch sanfte Bewegung
    - durch Wärme
  • Die Beschwerden werden schlimmer:
    - durch Überanstrengung
    - in Kälte oder durch kalte Anwendungen
    - bei feucht-nassem Wetter
    - beim Liegen auf dem verletzten Körperteil
    - durch Druck gegen eine Kante

Diese Symptome können entweder die eigentlichen Krankheitszeichen sein oder die Krankheit begleiten. In jedem Fall weisen sie darauf hin, dass Ruta für den Kranken hilfreich sein könnte.

Ruta für Baby und Kind

Eltern, die ihr Kind homöopathisch behandeln wollen, sollten Ruta immer griffbereit haben. Verletzungen der Knochenhaut durch Stürze, Tritte oder ähnliches sind bei Kindern an der Tagesordnung. Leider kommt es auch bei Kindern zu schwerwiegenderen Verletzungen – dann sollte Sie einen Arzt aufsuchen. Sie können durch die Ruta Homöopathie die Heilung aber positiv beeinflussen und ihrem Kind die Schmerzen erleichtern.

Auch nach operativen Eingriffen an Gelenken oder zahnchirurgischen Maßnahmen beschleunigt eine Ruta-Gabe den Heilungsprozess und lindert die Schmerzen. Selbst wenn die Zahnspange fester gestellt wird, soll Ruta das unangenehme Gefühl verbessern. Bei älteren Kindern mit Überlastungserscheinungen der Muskeln oder Gelenke (Muskelkater, Tennisellenbogen, chronische Knieschmerzen) kann ein Behandlungsversuch mit Ruta durchaus hilfreich sein.

Was charakterisiert den Ruta-Typ?

Da Ruta ein Verletzungsmittel ist, wird es sehr selten als Konstitutionsmittel zur generellen Behandlung eines Ruta-Typus eingesetzt. Es esistieren auch wenige typspezifische Beschreibungen für das Mittel.

Der Ruta-Typ soll ruhelos und ängstlich sein, aber auch reizbar und streitsüchtig. Seine Ängste sind vielfältig und reichen von konkreten Dingen wie Wasser und Schlangen bis hin zu Todesängsten mit regelrechten Panikattacken.

Verletzt sich ein typischer Ruta-Mensch, reagiert er unzufrieden und niedergeschlagen. Er bekommt Angst, nicht mehr gesund zu werden oder nie wieder Sport treiben zu können. Dies kann so weit gehen, dass man den typischen Ruta-Menschen kaum dazu bewegen kann, die nötigen Rehabilitationsübungen durchzuführen.

Wie wird Ruta angewendet?

Ruta ist Bestandteil aller homöopathischen Kombinationsmittel, die zur Behandlung von Verletzungen am Bewegungsapparat verwendet werden. Diese Kombinationsmittel bekommt man in Form von Tabletten, Salben, Injektionslösungen und als Lösungen zur äußerlichen Anwendung.

Das homöopathische Einzelmittel wendet man klassisch in Form von kleinen Streukügelchen (Globuli) an. Eine weitere Art es als Einzelmittel einzusetzen, sind homöopathische Tropfen oder Tabletten. Haben Sie oder Ihr Kind eine Verletzung erlitten, beginnen Sie sofort die Selbstbehandlung mit Ruta D6 oder Ruta D12. Um schnell einen Erfolg zu sehen, wiederholen Sie die Gabe von drei Ruta-Globuli mehrmals täglich.

Ruta D6 können Sie im Akutfall halbstündlich einnehmen, aber insgesamt nicht öfter als zehn Mal in 24 Stunden. Sind die Beschwerden ausgeprägter, ist die Verletzung schwerwiegend oder bestehen die Beschwerden schon länger, greifen Sie am besten zu Ruta D12. Diese Potenz sollten Sie allerdings nicht öfter als sechs Mal am Tag wiederholen.

Nach einer Operation am Bewegungsapparat können Sie die Heilung mit einer einmaligen Gabe von 2 Globuli Ruta C30 oder Ruta D30 unterstützen. Sind die Schmerzen sehr stark oder der Heilungsverlauf nicht zufriedenstellend, können sie die Einnahme am nächsten Tag wiederholen. Kommt es zu schweren Störungen der Genesung nach einer Operation oder einer Verletzung, kann man auch mit höheren Potenzen wie beispielsweise Ruta C200 behandeln. Diese Potenzen sollten aber nur nach Verordnung durch einen Homöopathen eingenommen werden, der den Behandlungsfortschritt engmaschig kontrolliert.

Homöopathische Arzneimittel haben keine Nebenwirkungen, beim Auftreten von Erstverschlimmerungen muss aber die Einnahme von Ruta unterbrochen werden. Bei Selbstmedikation sollen sich die Beschwerden rasch bessern.

Typische Ruta-Anwendungsgebiete

Augenschwäche / Bindehautentzündung

- nach Überanstrengung der Augen
- Gefühl von Brennen und Hitze in den Augen
- Schmerzen beim Lesen mit künstlichem Licht oder am Abend
- Augen sind ermüdet
- Krampf in den Augenlidern
- mit Kopfschmerzen

3 Globuli Ruta D6 bis zu zehn Mal täglich oder 3 Globuli Ruta D12 bis zu sechs Mal täglich.

Rückenschmerzen

- besonders im Nacken aber auch dem Rest der Wirbelsäule
- Verspannungen und Schmerzen durch Schreibtischtätigkeit

3 Globuli Ruta D6 bis zu zehn Mal täglich oder 3 Globuli Ruta D12 bis zu sechs Mal täglich.

Verletzungen wie Stauchungen, Prellungen, Zerrungen

- bei akuten Verletzungen aber auch bei den Folgen von Überanstrengungen
- mit Zerschlagenheitsgefühl
- mit lahmem, schwerem Gefühl

3 Globuli Ruta D6 bis zu zehn Mal täglich oder 3 Globuli Ruta D12 bis zu sechs Mal täglich.

Verletzungen der Knochenhaut

- nach Schlägen oder Tritten besonders am Schienbein, den Rippen oder dem Unterarmknochen
- es bleibt eine harte, schmerzhafte Schwellung zurück, die sehr lange Beschwerden macht

3 Globuli Ruta D12 zweimal täglich. Eine Woche lang wiederholen.

Zahnschmerzen

- nach zahnärztlichen oder kieferchirurgischen Eingriffen
- nach dem Einsetzen oder Verstellen der Zahnspange

2 Globuli Ruta C30 ein Mal täglich. Bis zu einer Woche lang wiederholen.

Operationsfolgen

- nach Operationen am Bewegungsapparat
- Schmerzen halten lange an
- Heilungsverlauf ist verzögert

2 Globuli Ruta C30 ein Mal täglich. Bis zu einer Woche lang wiederholen.

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Autor:
Dr. med. Manuela Mai
Quellen:
  • Metzger, J.: Gesichtete homöopathische Arzneimittellehre, Band 2, MVS Medizinverlage Stuttgart; Auflage: 12, Oktober 2005
  • Morrison, R.: Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, KK Verlag für homöopathische Literatur, 2. Auflage, 1997
  • Kovacs Dr. med., H. et al: Homöopathie: So heile ich mich selbst, BLV Buchverlag, 2008
  • Emlyn, T.: Homöopathie bei Sportverletzungen, 1. Auflage, Urban&Fischer, 2002
  • Deutscher Zentralverband homöopathischer Ärzte: www.homoeopathie-online.info/ (Abruf: 06.03.2017)
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