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Okoubaka

Okoubaka-Globuli und –Tropfen gehören zu den modernen homöopathischen Medikamenten, die nicht dem Arzneimittelschatz der klassischen Homöopathie angehören. Sie wirken bevorzugt auf den Magen-Darm-Trakt, insbesondere wenn der Erkrankung eine Vergiftung unterschiedlichen Ursprunges vorausging. Das Mittel soll auch Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse stärken und das Immunsystem positiv beeinflussen. Lesen Sie hier alles Wichtige über die homöopathische Anwendung von Okoubaka.

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Was ist Okoubaka?

Okoubaka aubrevillei, auch Okoubakabaum genannt, ist ein Urwaldbaum aus der Familie der Sandelholzgewächse. Er wächst in Westafrika. Am weitesten verbreitet ist der bis zu 40 Meter hohe Urwaldriese in Ghana, Nigeria und an der Elfenbeinküste.

Das homöopathische Arzneimittel wird aus der getrockneten und pulverisierten Rinde des  seltenen Urwaldbaumes hergestellt. Lange bevor Okoubaka aber als homöopathisches Mittel bekannt wurde, wurde es in der Volksmedizin Westafrikas genutzt. Teelöffelweise eingenommen soll die pulverisierte Rinde vor Vergiftungen schützen und allgemein eine entgiftende Wirkung haben.

Pharmakologische Untersuchungen haben gezeigt, dass die in der Rinde enthaltenen Gerbstoffe, Catechine und Phenolcarbonsäuren eine antibakterielle, entzündungshemmende sowie immunstimulierende Wirkung haben. Die Wirkung auf das Immunsystem soll durch eine Anregung der Fresszellen des Immunsystems (Phagozyten) zustande kommen.

Ab dem Jahre 1972 erschienen zunehmend Berichte über die hilfreiche Wirkung der Okoubakarinde in Deutschland. In der Folge wurde auch die Anwendung homöopathischer Zubereitungen erforscht. Die positiven Erfahrungen, die man dabei machte, führten zu ausgedehnteren Prüfungen des homöopathischen Mittels, welche bis in die heutige Zeit andauern. Eine der neuesten Prüfungen stammt von der Carstens Stiftung und datiert aus dem Jahr 2013. Eingang in die Liste der Arzneimittel der klassischen Homöopathie hat Okoubaka aber bisher nicht gefunden.

Was charakterisiert den Okoubaka-Typ?

Da von Okoubaka bisher nur wenige Arzneimittelbilder vorliegen und diese auch bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, ist es nicht möglich, einen klassischen Typen zu beschreiben.

Nach den bisherigen Erfahrungen scheint der Kranke, der dieses homöopathische Mittel braucht, reizbar und zornig zu sein. Aber auch depressive Stimmungen und Ängste scheinen typisch für ihn zu sein. Dies geht meist mit Konzentrationsproblemen sowie Schlafstörungen einher.

Wann wird Okoubaka eingesetzt?

Aufgrund der fehlenden Prüfung von Okoubaka nach den Regeln der klassischen Homöopathie wird das Mittel meist bei Krankheiten eingesetzt, bei denen sich die Okoubaka-Wirkung schon bei mehreren Patienten gezeigt hat. Eine Auswahl des Mittels rein nach den Symptomen (wie man es bei anderen homöopathischen Mitteln macht) ist hier nicht möglich.

Okoubaka wird hauptsächlich bei akuten Erkrankungen des Magen-Darmtraktes, der Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse eingesetzt. Oft sind diese Erkrankungen die Folge einer vorausgehenden Vergiftung oder eines Infektes.

Das Mittel soll auch gute Wirkungen bei verschiedenen Krankheiten zeigen, die auf ein gestörtes Immunsystem zurückzuführen sind.

Insgesamt könnte Okoubaka bei folgenden gesundheitlichen Problemen hilfreich sein:

  • Reizdarm-Syndrom
  • Schwermetallbelastung
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Lebensmittelvergiftungen
  • Verdauungsstörungen
  • Magenverstimmungen aller Art
  • Schwangerschaftserbrechen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Allergien
  • Akne
  • Lippenherpes
  • Schlafstörungen und Konzentrationsstörungen nach einer Grippe oder einem grippalen Infekt
  • Scheidenpilzinfektionen
  • Prämenstruelles Syndrom (PMS

Typische Symptome und Beschwerden. die auf Okoubaka als passendes homöopathisches Arzneimittel hinweisen, sind:

  • Der Kranke ist zornig und reizbar, dabei aber depressiv und ängstlich.
  • trockener Mund und weißlich belegte Zunge
  • Das Zahnfleisch ist geschwollen und blutet leicht.
  • starke Blähungen und unregelmäßiger Stuhlgang
  • Völlegefühl
  • Übelkeit
  • Die Beschwerden traten auf als Folge von verdorbenen Nahrungsmitteln, mit Insektiziden gespritztem Obst oder Gemüse, Tabakmissbrauch, Grippe oder grippalen Infekten, Tropenkrankheiten, Toxoplasmose, Kinderkrankheiten, akuten oder chronischen Nebenwirkungen chemischer Arzneien, Chemotherapie.
  • Die Beschwerden werden besser durch Fasten.
  • Beschwerden werden schlimmer durch Tabakrauch, geistige Anstrengung, akute Infekte, Arzneien, Giftstoffe.

Okoubaka für Baby und Kind

Viele Eltern machen mit Okoubaka gute Erfahrungen bei der Behandlung von Kindern, die wegen häufiger Infekte schon oft Antibiotika einnehmen mussten. Die Folgen der Antibiotikabehandlung können Magen-Darmprobleme, Appetitlosigkeit, allgemeine Leistungsschwäche bis hin zu Entwicklungsverzögerungen sein. Bei Einnahme von Okoubaka-Globuli soll sich der Zustand der Kleinen schon oft rapide gebessert haben.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit bei Babys und Kindern ist der typische Brechdurchfall nach einer Lebensmittelvergiftung, beispielsweise durch verdorbene Speisen. Auch veränderte Essgewohnheiten können das Verdauungssystem eines Kindes leicht durcheinander bringen, etwa auf Reisen. Kindern, die zu solche Verdauungsproblemen neigen, kann man Okoubaka D3-Globuli vorbeugend verabreichen.

Blähungen und Blähkoliken bei Säuglingen können ebenfalls positiv auf das homöopathische Mittel reagieren. Solche Probleme treten besonders in der Zeit der Umstellung vom Stillen auf die Flasche oder auf den Brei auf.

Wie wird Okoubaka angewendet?

Okoubaka ist ein homöopathisches Einzelmittel, das in Form von Streukügelchen (Globuli) oder Tropfen erhältlich ist.

Die Globuli werden häufiger als andere Mittel in sehr niedrigen Potenzen eingesetzt (wie Okoubaka D2, Okoubaka D3 und Okoubaka D4). Diese Potenzen sind von der Verdünnung her noch sehr nah an der Urtinktur und sollen eine besonders gute Wirkung auf der körperlichen Ebene und bei akuten Infektionen haben. Auch zur vorbeugenden Behandlung wählt man diese Potenzen.

Bei akuten Krankheiten wird aber in der Regel Okoubaka D6 mehrmals täglich eingenommen, und zwar zu Beginn alle halbe oder ganze Stunde. Sobald eine Besserung einsetzt, nimmt man das Mittel in größeren zeitlichen Abständen ein. Bei anhaltender Besserung wird die Einnahme beendet. Die Globuli lässt man jeweils unter der Zunge zergehen.

Okoubaka D12 eignet sich ebenfalls zur Behandlung von akuten Krankheiten. Diese Potenz sollte aber nur ein- bis zweimal täglich eingenommen werden. Das Gleiche gilt für Okoubaka D30 und C30.

Die Okoubaka-Wirkung auf geistiger und seelischer Ebene sowie bei chronischen Krankheiten wird noch erforscht. Deshalb werden selten Okoubaka-Globuli in Hochpotenzen (die in solchen Fällen angezeigt wären) eingesetzt.

Homöopathische Arzneimittel haben keine Nebenwirkungen, beim Auftreten einer Erstverschlimmerung muss aber die Einnahme von Okoubaka unterbrochen werden.
Bei Selbstmedikation sollte eine rasche Besserung der Beschwerden sichtbar sein.

Typische Okoubaka Anwendungsgebiete

Verdauungsstörungen

Sodbrennen, Übelkeit, Blähungen, mit oder ohne Durchfall oder Verstopfung.

Ausgelöst durch Nahrungsmittelunverträglichkeit oder verdorbene Speisen.

Der Kranke fühlt sich schwach und müde, ist appetitlos.

3 Globuli Okoubaka D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Okoubaka D12 zweimal täglich.

Schwangerschaftserbrechen

Anhaltend, mit starker Übelkeit.

Eine Woche lang jeden Abend 3 Globuli Okoubaka D12 einnehmen.

Scheidenpilzinfektionen

Ausgelöst durch instabile Vaginalflora. Oft in Verbindung mit chronischer Verstopfung.

Längerfristige Einnahme. Mindestens einen Monat lang einmal täglich 3 Globuli Okoubaka D6 einnehmen.

Zahnfleischentzündung (Parodontitis)

Mit geschwollenem und blutendem Zahnfleisch.

Eine Woche lang jeden Abend 3 Globuli Okoubaka D12 einnehmen.
3 Globuli Okoubaka C30 in Wasser auflösen und damit den Mund ausspülen.

Hautausschläge

Ausgelöst durch Insektizide oder Medikamente (besonders Antibiotika).

Eine Woche lang jeden Abend 3 Globuli Okoubaka D12 einnehmen.

Darmentzündungen

Durchfälle und breiiger Stuhl. Schleimauflagen auf dem Stuhl. Durchfall wechselt mit Verstopfung. Besserung durch Nahrungsverzicht.

Eine Woche lang jeden Abend 3 Globuli Okoubaka D12 einnehmen.

Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen

Nach Grippe oder schwerem grippalem Infekt.

Eine Woche lang jeden Abend  3 Globuli Okoubaka D12 einnehmen.

Kopfschmerzen und Migräne

Durch Vergiftungen jeglicher Art.

3 Globuli Okoubaka D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Okoubaka D12 zweimal täglich.

Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

Bei Rauchern, bei einer Vorgeschichte von Magengeschwüren (Ulcera ventriculi) und Zwölffingerdarmgeschwüren (Ulcera duodeni).

Eine Woche lang jeden Abend 3 Globuli Okoubaka D12 einnehmen.

Prämenstruelles Syndrom (PMS)

Wütend und traurig vor der Regelblutung, Verdauungsbeschwerden, Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust (Mastodynie).

3 Globuli Okoubaka D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Okoubaka D12 zweimal täglich.

Schlechte Rekonvaleszenz

Besonders Kinder, die nach einer Kinderkrankheit nicht wieder gesund werden oder sich sehr langsam erholen.

3 Globuli Okoubaka D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Okoubaka D12 zweimal täglich.

Lippenherpes

Trockener Mund. Besonders wenn der Herpes nach einer Erkältung oder Grippe auftritt.

Eine Woche lang jeden Abend 3 Globuli Okoubaka D12 einnehmen.
3 Globuli Okoubaka C30 in Wasser auflösen und damit die Lippen mehrmals täglich betupfen.

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Autor:
Dr. med. Manuela Mai
Quellen:
  • Wiesenauer, M.: Quickfinder Homöopathie für Kinder. Der schnellste Weg zum richtigen Mittel, Gräfe und Unzer, 4. Auflage, 2009
  • Wiesenauer, M., et al.: Homöopathie - Das große Handbuch, Gräfe und Unzer, 11. Auflage, 2007
  • Metzger, J.: Gesichtete homöopathische Arzneimittellehre, Band 2, Haug-Verlag, 12. Auflage, 1999
  • Kovacs Dr. med., H. et al: Homöopathie So heile ich mich selbst, BLV Buchverlag, 2008
  • Veronica und Carl Carstens Stiftung: www.carstens-stiftung.de (Abruf: 15.11.2016)
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