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Ferrum phosphoricum

Ferrum phosphoricum ist eines der bekanntesten homöopathischen Mittel gegen Infektionen mit Fieber, besonders, wenn diese ganz überraschend beginnen. Es hilft am besten in der Anfangsphase des Fieber- und Entzündungsprozesses und eignet sich auch sehr gut für Kinder und Jugendliche. Lesen Sie hier alles über das homöopathische Mittel, das auch als Schüssler Salz verwendet wird.

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Was ist Ferrum phosphoricum?

Ferrum phosphoricum wird auch phosphorsaures Eisen genannt und ist eine chemische Verbindung der beiden Elemente Eisen und Phosphor. In der Natur kommt es als das Mineral Vivianit vor, dessen deutsche Namen „Blaueisenerde“ und „Eisenblau“ auf die Farbe von Vivianit hindeuten. Zunächst farblose und durchsichtige Kristalle verfärben sich unter Sauerstoffeinfluss und können Farben zwischen blaugrün, violett und schwarzblau annehmen. Diese Farben benutzt man seit der Antike in der Malerei - heute noch zur Restaurierung antiker Gemälde und Wandmalereien.

Die Verwendung als homöopathisches Mittel geht auf die Arbeiten von Dr. Wilhelm Henrich Schüßler zurück, der das Mittel als eines der zwölf Hauptsalze seiner Lehre definierte. Die Anwendung als homöopathisches Mittel unterscheidet sich allerdings sehr von der Anwendung als Schüssler Salz. Es gibt aber deutliche Überschneidungen hinsichtlich der Krankheitsbilder, bei denen Ferrum phosphoricum zum Einsatz kommt.

Wann wird Ferrum phosphoricum eingesetzt?

Es ist für klassische Homöopathen oft schwierig, Ferrum phosphoricum anhand der Angaben des Kranken zu verordnen. Die Krankheiten, für die das Mittel eingesetzt wird, weisen häufig keine besonders charakteristischen Symptome auf. Es sind meist offensichtliche Entzündungen, die mit hohem Fieber und starker Entkräftung einhergehen. Diese Entzündungen können alle Organe betreffen, oft sind es Hals, Magen oder Lungen. Deshalb wird Ferrum phosphoricum in allen Fällen gegeben, in denen keine eindeutigen Symptome auf ein anderes homöopathisches Mittel hinweisen.

Typische Krankheiten und Zustände, die gut auf Ferrum phosphoricum ansprechen:

Typische Symptome und Beschwerden, die auf Ferrum phosphoricum als passendes homöopathisches Arzneimittel hinweisen, sind:

  • hohes Fieber, meist über 39 Grad Celsius
  • ausgeprägte Schwäche
  • Gesichtsfarbe blass im Wechsel mit rot
  • Nasenbluten
  • Im Frühstadium von Entzündungen kommt es plötzlich zu hohem Fieber
  • Oft ist die rechte Körperseite allein oder stärker betroffen
  • Die Beschwerden werden besser:
    • durch kalte Auflagen
    • durch sanfte, langsame Bewegungen
    • im Liegen
  • Die Beschwerden werden schlimmer:
    • nachts oder frühmorgens und abends
    • bei Berührung, Erschütterung oder Bewegung
    • an der frischen Luft
    • nach dem Essen

Diese Symptome können entweder die eigentlichen Krankheitszeichen sein, oder die Krankheit begleiten. In jedem Fall weisen sie darauf hin, dass Ferrum phosphoricum ein passendes homöopathisches Mittel für den Kranken sein kann.

Ferrum phosphoricum für Baby und Kind

Kinder, für die Ferrum phosphoricum ein passendes homöopathisches Mittel sein könnte, zeigen meist wenige Symptome. Abgesehen von einer allgemeinen Schwäche, sind die Kinder guter Dinge, lachen und reden, als wären sie ganz gesund. Allerdings erscheint ein solches Kind vom Aussehen her krank, ist blass und wird bei Aufregung schnell sehr rot. Auch essen will das kranke Kind nicht, besonders Fleisch und Milch lehnt es entschieden ab. Wenn, dann wünscht es sich saure Nahrungsmittel wie saures Obst oder Essiggurken. Die Beschwerden beginnen meist nach einem Aufenthalt in der Kälte oder wenn das Kind sehr stark geschwitzt hat.

Das Mittel eignet sich also dann, wenn Ihr Kind zwar krank, aber nicht ausgesprochen leidend ist. Oft sind die Kinder gerade so krank, dass man sich als Eltern überlegt, ob man die Gesundung nicht einfach den Selbstheilungskräften des Kindes überlassen sollte. Sehen Sie bei dem Kind keine Symptome, die eindeutig auf ein anderes homöopathisches Mittel hinweisen, können Sie den natürlichen Heilungsprozess gut mit ein paar Gaben Ferrum phosphoricum Globuli unterstützen und beschleunigen.

Was charakterisiert den Ferrum-phosphoricum-Typ?

Der Konstitutionstyp des Mittels soll in der Regel dünn und blass sein und häufig ein leicht gerötetes Gesicht haben. Er friert leicht und ist empfindlich gegen frische Luft, deshalb erkältet er sich auch schnell.

Von Natur aus soll er offen und aufgeweckt sein, sowie viele Ideen und Vorstellungen haben. Allerdings ist er auch nervös und empfindlich. Es soll keinen anderen Konstitutionstyp geben, der so schnell und heftig errötet, wie der Ferrum-phosphoricum-Typ.

Wie wird Ferrum phosphoricum angewendet?

Das homöopathische Einzelmittel wendet man klassisch in Form von kleinen Streukügelchen (Ferrum phosphoricum Globuli) an. Eine weitere Art es als Einzelmittel einzusetzen, sind homöopathische Tropfen oder Tabletten. Im Gegensatz zu den ebenfalls nach homöopathischer Art und Weise potenzierten Schüßler Salzen, gibt es das homöopathische Mittel in allen üblichen Potenzen. Schüssler Salze dagegen nur in den Potenzen D3, D6 Und D12.

Aufgrund der besonderen Wirkung von Ferrum phosphoricum bei Infektionskrankheiten und Entzündungen, findet man es in sehr vielen homöopathischen Kombinationsmitteln. Diese werden zur Behandlung von Erkältungen, sowie zur Therapie der unterschiedlichsten Arten von entzündlichen Erkrankungen angeboten. Man kann sie als Tabletten, Globuli oder Tropfen kaufen.

Für die Selbstbehandlung mit Ferrum phosphoricum Globuli eignen sich am besten die Potenzen Ferrum phosphoricum D6 oder C6 sowie Ferrum phosphoricum D12. Da das Mittel besonders gut wirkt, wenn es gleich zu Beginn der Erkrankung eingenommen wird, sollten Sie mehrmals täglich drei Ferrum phosphoricum Globuli unter der Zunge zergehen lassen. In der Potenz Ferrum phosphoricum D6 oder C6 sollten Sie das Mittel nicht mehr als sechs Mal am Tag nehmen, in der Potenz Ferrum phosphoricum D12 nicht mehr als zwei Mal.

Sind die Beschwerden schon stärker oder bestehen die Beschwerden schon länger, können Sie auch Ferrum phosphoricum C30 einsetzen. Diese Potenz sollte man nicht so häufig wiederholen und zwischen den Gaben genauer beobachten, ob eine Besserung eingesetzt hat. Höhere Potenzen, wie beispielsweise Ferrum phosphoricum C200, sollten nur nach Verordnung durch einen Homöopathen eingenommen werden. Solch hohe Potenzen kommen bei chronischen Krankheiten oder in sehr schweren Fällen in Betracht. Beides eignet sich nicht zur Selbstbehandlung.

Homöopathische Arzneimittel haben keine Nebenwirkungen, beim Auftreten von Erstverschlimmerungen muss aber die Einnahme von Ferrum phosphoricum unterbrochen werden. Bei Selbstmedikation sollen sich die Beschwerden rasch bessern.

Typische Ferrum-phosphoricum-Anwendungsgebiete

Erkältungen

- besonders im Anfangsstadium
- gereizte Schleimhäute
- Fieber kommt sehr plötzlich und ist sehr hoch
- nach Aufenthalt im Freien oder starkem Schwitzen

3 Globuli Ferrum phosphoricum D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Ferrum phosphoricum D12 zweimal täglich.

Fieber

- oft das erste Krankheitszeichen
- Fieber kommt sehr plötzlich und schnell
- Fieber kann aber auch langsam und schleichend schlimmer werden
- kalte Hände und Füße

3 Globuli Ferrum phosphoricum D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Ferrum phosphoricum D12 zweimal täglich.

Halsschmerzen, Heiserkeit

- Halsschmerzen sind schlimmer, wenn man leer schluckt
- bei Halsschmerzen nach einer Operation durch das Intubieren
- nach Überanstrengung der Stimme, zum Beispiel bei Rednern oder Sängern

3 Globuli Ferrum phosphoricum D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Ferrum phosphoricum D12 zweimal täglich.

Bei Überanstrengung der Stimme einmalig 3 Globuli Ferrum phosphoricum C30.

Ohrenschmerzen

- Mittelohrentzündung, die sich aus einer Erkältung heraus entwickelt hat

3 Globuli Ferrum phosphoricum D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Ferrum phosphoricum D12 zweimal täglich.

Kopfschmerzen

- Kopfschmerzen bei Fieber
- Rötung des Gesichts durch spürbaren Blutandrang in den Kopf

3 Globuli Ferrum phosphoricum D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Ferrum phosphoricum D12 zweimal täglich.

Bei starken Kopfschmerzen 3 Globuli Ferrum phosphoricum C30, bei Bedarf am nächsten Tag wiederholen.

Nasenbluten

- bei Kindern im Wachstumsschub
- hellrotes Blut

3 Globuli Ferrum phosphoricum C30 einnehmen. Bei Bedarf wiederholen.

Magenprobleme

- empfindlicher Magen
- Heißhunger und Appetitlosigkeit wechseln sich ab
- saures Aufstoßen
- Erbrechen
- Abneigung gegen Fleisch, Milch und Milchprodukte
- Verlangen nach Alkohol

3 Globuli Ferrum phosphoricum D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Ferrum phosphoricum D12 zweimal täglich.

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Autor:
Dr. med. Manuela Mai
Quellen:
  • Metzger, J.: Gesichtete homöopathische Arzneimittellehre, Band 1, MVS Medizinverlage Stuttgart; Auflage: 12, Oktober 2005
  • Morrison, R.: Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, KK Verlag für homöopathische Literatur, 2. Auflage, 1997
  • Boger, C.M.: Synoptic Key: Charakteristika und Hauptwirkungen homöopathischer Arzneimittel, Narayana Verlag, 2016
  • Phatak, R.: Homöopathische Arzneimittellehre, Urban & Fischer Verlag München, 5. Auflage, 2013
  • Gräfin Wolffskeel von Reichenberg, A.: Die 12 Salze des Lebens, R. Mankau Verlag, 2. Auflage, 2005
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