Homöopathie bei Herpes

Viele Menschen wenden homöopathische Globuli bei Herpes an, etwa bei Lippenherpes. Die schmerzenden, kleinen Hautbläschen können immer wieder auftauchen, sobald man sich einmal mit dem Erreger (Herpes-Viren) infiziert hat. Lesen Sie hier mehr darüber, welche Globuli gegen Herpes helfen können!

Wann ist Homöopathie bei Herpes geeignet?

Herpes wird von zwei unterschiedlichen Viren verursacht: dem Herpes-simplex-Virus 1 (HSV1) und dem Herpes-simplex-Virus 2 (HSV2). HSV1 verursacht hauptsächlich den „Lippenherpes“ (Herpes labialis). Eine Herpeserkrankung der Genitalien (Herpes genitalis) wird dagegen meist durch eine Infektion mit HSV2 hervorgerufen. Daneben gibt es noch andere Herpes-Viren, die Erkrankungen verursachen. Dazu gehören etwa die Herpes-zoster-Viren, die für die Windpocken und Gürtelrose verantwortlich sind.

Herpesviren verbleiben nach einer Ansteckung lebenslang im Körper und können durch bestimmte Umstände wie Erkältungen oder andere Infektionen reaktiviert werden. Deshalb leiden manche Menschen auch wiederholt an Herpes.

Homöopathische Mittel können Sie bei allen Herpes-Infektionen anwenden – in leichten Fällen als alleinige Therapie, in schweren Fällen begleitend zur schulmedizinischen Behandlung.

Bei einer akuten Herpes-Infektion wie Lippenherpes können Sie die Herpes-Globuli selbstständig auswählen und einnehmen. Wenn Sie aber immer wieder unter Herpes leiden, sollten Sie sich von einem erfahrenen Homöopathen behandeln lassen.

Wichtige Mittel im Überblick

Für die Behandlung der Hautbeschwerden gibt es verschiedene Globuli. Herpes kann nämlich sehr unterschiedliche Erscheinungsformen haben, die unterschiedliche homöopathische Mittel erfordern. Bei der Auswahl der richtigen Herpes-Globuli spielen folgende Faktoren eine Rolle:

  • Wo am Körper tritt der Herpes auf?

  • Wodurch wurde die Krankheit ausgelöst?

  • Wie sehen die Hauterscheinungen aus?

  • Bestehen Schmerzen? Wenn ja: Wie fühlen sich diese an (brennend, stechend etc.)?

  • Sondern die Bläschen eine Flüssigkeit ab? Wenn ja: Wie sieht diese aus?

  • Lassen sich die Beschwerden durch irgendetwas lindern? Gibt es etwas das sie verschlimmert? (Kälte, Kratzen etc.)

  • Gibt es Besonderheiten, welche die Herpesinfektion begleiten?

In der folgenden Liste finden Sie die gängigsten Akutmittel der Herpes-Homöopathie und wann Sie diese anwenden können:

Apis

  • besonders bei Gürtelrose

  • bei brennenden und stechenden Schmerzen

  • bei starker Schwellung

  • bei großen Blasen, manchmal zusammenfließend

  • wenn die Beschwerden besonders bei kaltem Wetter auftreten

  • wenn die Hauterscheinungen manchmal geschwürig werden

Arsenicum album

  • besonders bei Lippenherpes und Gürtelrose

  • wenn die Beschwerden oft in Zusammenhang mit einer schwereren Grunderkrankung auftreten

  • bei starkem Brennen

  • wenn die Bläschen schnell trocken werden

  • wenn bei Gürtelrose die Bläschen schnell schwärzlich werden

  • wenn es bei Gürtelrose dem Kranken sehr schlecht geht

  • wenn die Haut rau wird und sich wie Mehl abschält

  • wenn die Beschwerden nachts zwischen ein und drei Uhr schlimmer werden

  • bei Besserung durch heiße Anwendungen

Dulcamara

  • besonders bei Lippenherpes und Genitalherpes

  • wenn die Beschwerden oft durch eine Erkältung oder durch Wetterwechsel ausgelöst werden

  • bei Beschwerden in Folge eines kalten Bades

  • wenn die Beschwerden oft vor der Menstruation beginnen

  • bei gelblichen Bläschen

  • wenn sich Bläschen in dichten Gruppen ausbreiten

  • wenn Bläschen platzen, verkrusten und feucht werden

  • wenn Kälte die Beschwerden verschlimmert

Graphites

  • besonders bei Lippenherpes

  • bei brennenden und juckenden Bläschen

  • wenn sich beim Übergang von Haut zu Schleimhaut Schrunden bilden

  • bei nässendem Hautausschlag mit honigartiger Absonderung

Hepar sulfuris

  • besonders bei Lippenherpes

  • bei splitterartigen, stechenden Schmerzen

  • bei der Neigung zur Eiterung

Lachesis

  • besonders bei Gürtelrose

  • bei sehr berührungsempfindlicher Haut

  • wenn die Bläschen bläulich oder blau-schwarz sind

  • bei eventuell blutgefüllten Blasen

  • wenn sich die Beschwerden durch Kratzen verschlimmern

  • wenn es dem Kranken sehr schlecht geht

Mercurius

  • besonders bei Gürtelrose

  • gut geeignet für Kinder mit Lippenherpes

  • bei stechenden, brennenden Schmerzen

  • bei wässriger Füllung der Bläschen

  • wenn besonders bei Gürtelrose die Bläschen schnell gelblich, eitrig werden, sich ausbreiten und verkrusten

  • bei Fieber

Natrium muriaticum

  • besonders bei Lippenherpes und Genitalherpes

  • gut geeignet für Kinder mit Lippenherpes

  • bei extrem trockenen Lippen

  • bei Durst

  • wenn die Beschwerden oft nach einer motionalen Belastung kommen

  • bei klaren, juckenden, schmerzhaften Bläschen

  • bei einer Verschlechterung am Meer

  • wenn die Auslöser Sonnenbestrahlung, Wärme, Überhitzung, Verzehr von Meeresfrüchten sind

Rhus toxicodendron

  • besonders bei Lippenherpes im Verlauf einer fiebrigen Erkältung

  • bei Beschwerden in Zusammenhang mit Magen-Darm-Infekten oder Durchfall

  • gut geeignet für Kinder mit Lippenherpes

  • bei trockenen und aufgesprungenen Lippen

  • wenn der Betroffene schlecht schläft

Sepia

  • besonders bei Lippenherpes und Genitalherpes

  • wenn die Herpesbläschen ringförmig stehen

  • wenn die Beschwerden gehäuft während oder vor der Periode, nach dem Verzehr von Fisch und im Winter auftreten

  • wenn die Beschwerden in Phasen der Hormonumstellung auftreten

Thuja

  • besonders bei Lippenherpes und Genitalherpes

  • wenn oft gleichzeitig Bläschen im Mund, am Zungenrand, unter der Zunge oder an der Rachenhinterwand auftreten

  • bei unangenehm riechendem Schweiß in der Genitalregion

Richtige Dosierung

Wenn Sie bei Herpes Homöopathie selbstständig anwenden wollen, verwenden Sie niedrige Potenzen wie D6 oder D12. Von Herpes-Globuli der Potenz D6 können Sie bei Bedarf stündlich je drei Globuli einnehmen, aber maximal zehnmal am Tag. Lassen Sie die kleinen Zuckerkügelchen immer langsam unter der Zunge zergehen. Wenn Sie Herpes-Globuli der Potenz D12 einsetzen, können Sie fünf- bis sechsmal täglich je drei Globuli einnehmen. Bei beiden Potenzen gilt: Setzen Sie die homöopathische Behandlung so lange fort, bis die Hauterscheinungen schwächer werden.

Höhere Potenzen wie C30, C200 oder C1000 werden bei sehr heftigen und kompliziert verlaufenden Herpes-Erkrankungen eingesetzt. Ebenfalls empfohlen werden sie bei ständig wiederkehrendem Herpes. Homöopathie-Behandlung mit so hohen Potenzen eignen sich aber nicht für die Selbstbehandlung: Wenden Sie solche Mittel nur auf Verordnung eines ausgebildeten Therapeuten an. Er muss den Verlauf der Behandlung engmaschig kontrollieren.

Wann zum Arzt?

Bei einfachen Lippenbläschen ist selten eine ärztliche Behandlung notwendig. Treten aber Fieber und Eiterbildung auf, sollten Sie den Arzt aufsuchen.

Bei Herpesinfektionen im Bereich der Augen, der Ohren und der Genitalien ist eine ärztliche Untersuchung vor der Einnahme der Herpes-Globuli angeraten. In diesen Fällen ist die Herpes-Homöopathie meist nur als Begleitmaßnahme zur schulmedizinischen Behandlung ratsam. Auch die Behandlung einer Gürtelrose mit Globuli gegen Herpes sollte erst nach einer ärztlichen Untersuchung erfolgen.

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