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Arnica

Arnica-Globuli sind das ideale Mittel zur Behandlung kleinerer Alltagsverletzungen und der darauffolgenden Beschwerden, zum Beispiel, wenn ein Kind hingefallen ist oder einem Erwachsenen nach einem Tag harter körperlicher Arbeit alle Glieder schmerzen. Aber auch bei Zerrungen und Verstauchungen kommen Arnica-Kügelchen zum Einsatz. Lesen Sie hier alles über dieses Mittel, das aufgrund seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten als erste Hilfe nach Verletzungen in keiner Hausapotheke fehlen sollte.

ArnicaArnicaArnica

Was ist Arnica?

Arnica montana ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler, die in den europäischen Mittel- und Hochgebirgen wächst und auch Bergwohlverleih genannt wird. In Deutschland gilt der Bestand von Arnica montana als gefährdet und genießt besonderen Schutz.

Ein anderer Name der hellgelben, aromatisch duftenden Blume mit den vielen Blütenblättern ist auch Fallkraut – ein Hinweis auf eines ihrer Hauptanwendungsgebiete. Da Arnica oft an Berghängen wächst, können Bergsteiger und Wanderer praktischer Weise damit gleich Sturzverletzungen behandeln.

Für die homöopathische Zubereitung wird eine Tinktur aus dem getrockneten Wurzelstock hergestellt. Die Wirkung als Heilpflanze beruht auf den in den Blüten enthaltenen ätherischen Ölen und Flavonoiden, weshalb Arnica während der Blütezeit geerntet wird. Wesentlicher Wirkstoff der Arnicawurzel ist ebenfalls ein ätherisches Öl. Diese Öle wirken entzündungshemmend, blutdrucksenkend und wundheilend.

Die Anwendung des Fallkrautes als Wundheilmittel war schon vor Hahnemann bekannt. Allerdings wurde die Einnahme der pflanzlichen Zubereitung in der Volksmedizin wegen ihrer Nebenwirkungen auf das Herz-Kreislaufsystem immer kritisch gesehen und die rein äußere Anwendung empfohlen.

Wann wird Arnica eingesetzt?

Arnica ist das beste homöopathische Mittel bei Verletzungen und Gewebsschäden aller Art. Es kann auch dann eingesetzt werden, wenn das eigentliche Verletzungsereignis bereits weiter zurückliegt.

Die Arnica-Wirkung soll Blutungen, Schmerzen und Schwellungen nach einem Sturz oder sonstigen Verletzungen verringern und den Heilungsprozess günstig beeinflussen.

Die homöopathische Zubereitung von Arnica eignet sich aber nicht nur zur innerlichen, sondern auch zur äußerlichen Anwendung. Durch Auflagen, Umschläge und Einreibungen könnten Entzündungsreaktionen und Verletzungen der Haut gemildert werden.

Typische Krankheiten und Zustände, die gut auf Arnica ansprechen:

  • Verletzungen wie Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen, Überdehnungen
  • Beschwerden nach großer Anstrengung wie zum Beispiel Muskelkater
  • Blutergüsse
  • Blaues Auge nach einem Schlag
  • Nasenbluten nach einem Schlag
  • Schläge auf den Kopf
  • Muskelzerrungen und –risse
  • Geburten
  • Schock nach einem Unfall
  • Vor und nach Operationen
  • Alte Verletzungen, die weiterhin Beschwerden verursachen
  • Zahnschmerzen
  • Grippe mit Gliederschmerzen

Typische Symptome und Beschwerden, die auf Arnica als passendes homöopathisches Arzneimittel hinweisen, sind:

  • Zerschlagenheitsgefühl
  • Lahmes, gequetschtes, geprelltes Gefühl oder Wundheitsgefühl am ganzen Körper
  • Kann nicht schlafen, weil sich das Bett zu hart anfühlt
  • Jede körperliche Bewegung wird vermieden
  • Benommen und zitternd, mit Neigung zur Ohnmacht
  • Verwirrt nach einer Verletzung
  • Übelkeit und Kopfschmerzen nach einer Verletzung
  • Der Verletzte sagt, es sei alles in Ordnung und er möchte in Ruhe gelassen werden
  • Fürchtet sich vor Berührung und hat Angst davor, dass eine Behandlung alles noch verschlimmert
  • Die Beschwerden werden besser: durch Ruhe und Hinlegen, Aufenthalt im Freien, Wärme.
  • Beschwerden werden schlimmer: durch Bewegung und Berührung, körperliche Überanstrengung, Kälte, Erschütterungen, hartes Bett.

Diese Symptome können entweder die eigentlichen Krankheitszeichen sein, oder auch als zeitgleiche Veränderungen vom Normalzustand auftreten. In jedem Fall weisen diese Zeichen darauf hin, dass Arnica ein passendes homöopathisches Mittel für den Kranken sein kann.

Arnica für Baby und Kind

Wie für Erwachsenen ist das Fallkraut auch für Kinder das wichtigste Mittel bei Verletzungen. Typische Beschwerden wie Schockzustände, Schmerzen, Schwellungen und Blutergüsse können ohne große Überlegung mit Arnica D30 behandelt werden. Aber auch Arnica D6 Globuli sollen helfen Kinderblessuren schneller zu regenerieren.

Häufig kommt Arnica in der Schwangerschaft zum Einsatz, wenn die werdende Mutter einen Unfall hat. Aber auch schmerzhafte Kindsbewegungen können durch die Arnica-Wirkung gebessert werden. Während der Geburt können Arnica-Globuli die Wehenschmerzen lindern, den Geburtsschmerz verringern und die Nachgeburt erleichtern. Sind ein Kaiserschnitt oder ein Dammschnitt nötig, können Arnica-Kügelchen ebenfalls hilfreich sein.

Muss ein Kind mit der Saugglocke oder der Zange auf die Welt geholt werden, helfen möglicherweise auch Arnica-Globuli. Dosierung und Potenz sind hierbei meist ein typisches Arnica D12 Anwendungsgebiet. Die gleiche Arnica-Dosierung kann man verwenden, wenn man dem Neugeborenen über das seelische Geburtstrauma hinweghelfen will.

Muss ein Baby oder Kind operiert werden, kann Arnica vor der OP vorsorglich verabreicht werden. Arnica nach einer OP können helfen die Schmerzen zu reduzieren und die Wundheilung zu beschleunigen.

Was charakterisiert den Arnica-Typ?

Der Arnica-Typ ist ängstlich und empfindlich. Er ist sehr schreckhaft und möchte am liebsten in Ruhe gelassen werden. Auch und vor allem dann, wenn es ihm schlecht geht und er Hilfe bräuchte.

Wie wird Arnica angewendet?

Arnica montana ist ein homöopathisches Einzelmittel, das als Arnica-Globuli, Tabletten oder als Tropfen erhältlich ist. Zur äußeren Anwendung gibt es Arnica-Tinktur, die man für Umschläge oder Bäder verwenden kann. Allerdings kann man auch Arnica-Tropfen benutzen, um Verletzungen äußerlich zu behandeln.

Auch viele homöopathische Komplexmittel, die zur Behandlung von Verletzungsfolgen empfohlen werden, enthalten Arnica montana. Diese gibt es in Tabletten-, Tropfen-, Spray- und Salbenform. Für unterwegs gibt es sogar Feuchttücher, die mit Arnica versetzt sind.

Kleinere Blessuren eignen sich besonders für die wiederholte Arnica-D6-Anwendung. Im Notfall ist das aber nicht die einzige mögliche Dosierung. Arnica D6 wird am häufigsten benutzt, aber letztendlich kommt es darauf an, Arnica so schnell wie möglich zu verabreichen und nicht, ob man Arnica D4, Arnica D6 oder D12 benutzt.

Höhere Potenzen, wie beispielsweise Arnica C200, sollten möglichst nur nach Verordnung durch einen Homöopathen eingesetzt werden. Sie kommen bei schweren Verletzungen oder den Spätfolgen zurückliegender Unfälle zum Einsatz. In beiden Fällen ist von einer Selbstbehandlung abzusehen. Hier ist es auch möglich, mit Hochpotenzen wie Arnica C1000 erfolgreich zu behandeln.

Homöopathische Arzneimittel haben keine Nebenwirkungen, beim Auftreten von Erstverschlimmerungen muss aber die Einnahme von Arnica unterbrochen werden. Bei Selbstmedikation sollen sich die Beschwerden rasch bessern.

Typische Arnica-Anwendungsgebiete

Verletzungen

- Erstmittel bei jeglicher Verletzung.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Bei schweren Verletzungen Arnica D30 oder Arnica C30 täglich.

Zusätzlich Auflagen oder Umschläge mit Arnica Tinktur.

Gelenkschmerzen

- Das Gelenk fühlt sich an als sei es verrenkt und ist stark berührungsempfindlich.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Zusätzlich Auflagen oder Umschläge mit Arnica Tinktur.

Hexenschuss (Lumbago)

- Bei Hexenschuss, der durch eine Verletzung ausgelöst wurde. Der Betroffene fühlt sich wie zerschlagen.

3 Globuli Arnica C30 einnehmen. Im Bedarfsfall mehrmals täglich wiederholen.

Knochenverletzungen

- Bei jeder Knochenverletzung durch einen Schlag oder Stoß. Auch als erstes Mittel bei Knochenbrüchen.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Bei schweren Verletzungen Arnica D30 oder C30 täglich.

Zusätzlich Auflagen oder Umschläge mit Arnica Tinktur.

Krampfadern

- Berührungsempfindliche, gestaute Krampfadern mit einem Gefühl wie gequetscht oder geprellt.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Muskelkater

- Nach zu langer körperlicher Anstrengung oder Überanstrengung. Die Muskeln fühlen sich wie zerschlagen an und sind berührungsempfindlich. Besserung durch Ruhe und Liegen, Verschlimmerung durch Bewegung und Berührung.

Arnica C30 einmalig. Falls nötig am nächsten Tag wiederholen.

Nasenbluten

- Nach einer Verletzung oder einem Schlag auf die Nase, sowie bei einer Verletzung der Nasenschleimhaut (auch Nasenoperationen).
- Auch nach großer körperlicher Anstrengung.

Arnica C30 oder Arnica C200 einmalig einnehmen.

Schlafstörungen

- Nach körperlicher Anstrengung, häufig mit Muskelschmerzen. Der Betroffene wälzt sich im Bett hin und her und findet keine Ruhe.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Schock nach Unfall oder Verletzung

- Nach einer akuten Verletzung. Der Verletzte behauptet, alles sei in Ordnung und er brauche keine Hilfe.

Einmalig Arnica C30 einnehmen.

Schwangerschaft und Geburt

- Vor, während und nach der Geburt einsetzbar.

Je nach Problem kann hier Arnica in Potenzen bis Arnica C30 eingesetzt werden. Die homöopathische Therapie der (auch stillenden) Mutter ist für das Kind unschädlich, sollte aber in Absprache mit der Hebamme durchgeführt werden.

Schwindel nach Schädelprellung

- Nach Kopfverletzungen wie Schädelprellung oder Gehirnerschütterung. Unbedingt ärztlichen Rat einholen!!
- Auch bei Drehschwindel, der zum Hinfallen führt.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Bei länger anhaltendem Schwindel Arnica D30 oder C30 täglich.

Nur nach ärztlicher Abklärung!

Sehnenscheidenentzündung

- Durch Überanstrengung. Der Bereich ist berührungsempfindlich. Verbesserung durch Ruhe, Verschlechterung durch Bewegung.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Zusätzlich Auflagen oder Umschläge mit Arnica Tinktur.

Zerrungen, Verstauchungen, Verrenkungen und Prellungen

- Mit Schmerzen und Schwellung. Der Betroffene ist sehr berührungsempfindlich und fühlt sich kaputt und zerschlagen.
- Besonders in Verbindung mit Blutergüssen und Schwellungen ist Arnica das Hauptmittel. Es sollte schnellstmöglich eingenommen werden. Verbesserung durch Ruhe, Verschlechterung durch Bewegung.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

Zusätzlich Auflagen oder Umschläge mit Arnica Tinktur.

Zahnschmerzen

- Ziehende oder dumpfe Schmerzen zum Beispiel nach Bohren oder Zahnextraktion.

- Auch bei Verletzungen des Zahnfleischs oder Druckbeschwerden durch Zahnersatz.

3 Globuli Arnica D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Arnica D12 zweimal täglich.

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Autor:
Dr. med. Manuela Mai
Quellen:
  • Metzger, J.: Gesichtete homöopathische Arzneimittellehre, Band 2, Haug-Verlag, 12. Auflage, 1999
  • Morrison, R.: Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, KK Verlag für homöopathische Literatur, 2. Auflage, 1997
  • Kovacs Dr. med., H. et al: Homöopathie So heile ich mich selbst, BLV Buchverlag, 2008
  • Tyler, M.L.: Homöopathische Arzneimittellehre, Burgdorf Verlag, 1993
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