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Allium cepa

Die Hauptanwendungsgebiete von Allium cepa sind Erkrankungen der oberen Atemwege, vor allem Erkältungen mit Husten und Schnupfen. Viele der Beschwerden, gegen die Allium cepa helfen kann, kennen wir alle aus der Küche. Die gleichen Symptome treten nämlich auf, wenn wir eine Zwiebel schneiden. Lesen Sie hier alles über dieses Mittel, das in seinem Wirkungsspektrum aber weit über die Behandlung von triefenden Nasen und tränenden Augen hinausgeht.

Allium cepa Allium cepa Allium cepa

Was ist Allium cepa?

Allium cepa ist der lateinische Name der Küchenzwiebel. Als ursprüngliche Heimat der Küchenzwiebel werden die Steppengebiete des westlichen Asiens angenommen. Heute ist sie überall heimisch und zählt zu den ältesten Gemüsepflanzen der Welt.

Die Heilkräfte der Küchenzwiebel wurden im alten China seit mehr als 5000 Jahren geschätzt. Die schleimlösende Kraft der Zwiebel macht sie zu einem hervorragenden Mittel zum Abhusten. Außerdem hat die Zwiebel keimtötende Eigenschaften. Aber auch bei Verdauungsbeschwerden, Würmern, Nervenschmerzen sowie als Entwässerungsmittel (Diuretikum) wird die Zwiebel in der Naturheilkunde eingesetzt.

Als medizinisch wirksame Bestandteile werden die ätherischen Öle der Zwiebel angenommen. Um das homöopathische Mittel Allium cepa herzustellen, wird eine Essenz aus frischen Zwiebeln angefertigt und weiterverarbeitet.

Wann wird Allium cepa eingesetzt?

Die Hauptanwendungsgebiete der homöopathisch potenzierten Küchenzwiebel kann man bei sich selbst beobachten, wenn man eine Zwiebel schneidet. Man bekommt unweigerlich den Saft in feinen Spritzern in die Nase oder die Augen oder ist zumindest den ätherischen Dämpfen der Zwiebel ausgesetzt. Urplötzlich treten klassische Erkältungssymptome auf: wässriger Ausfluss aus der Nase, tränende Augen und Niesen. Der Nasenausfluss ist beißend und kann Nasenflügel und Oberlippe reizen. Verlässt man dann die Küche und geht an die frische Luft, ist der Spuck schnell vorbei. Verbleibt man in der warmen Küche, halten die Beschwerden lange an oder werden sogar noch schlimmer.

Genau dies sind die typischen Erkältungsbeschwerden, die gut auf das homöopathische Mittel Allium cepa ansprechen. Aber auch andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen könnten gut damit behandelt werden, wie beispielsweise Heuschnupfen.

Auch die Beschwerden im Verdauungstrakt, die mit der homöopathischen Zwiebel behandelbar sind, kennen viele Menschen. Ähneln sie doch sehr den Verdauungsbeschwerden, die empfindliche Personen durch den Genuss roher Zwiebel bei sich selbst beobachten können.

Typische Krankheiten und Zustände, die gut auf Allium cepa ansprechen:

  • Erkältungen
  • Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
  • Allergien
  • Kehlkopfentzündungen
  • Mittelohrentzündung
  • Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • Heiserkeit
  • Asthma
  • Darmkoliken

Typische Symptome und Beschwerden, die auf Allium cepa als passendes homöopathisches Arzneimittel hinweisen, sind:

  • Fließschnupfen mit viel wässrigem, wund machendem Sekret
  • Reichliches, nicht reizendes Tränen der Augen
  • Kratzen im Hals, raue Stimme
  • Schmerzen im Kehlkopf beim Husten
  • Hustenreiz in den Bronchien
  • Die Beschwerden werden besser:
    • an der frischen Luft
    • in kühlen Räumen
  • Die Beschwerden werden schlimmer:
    • in warmen Räumen
    • durch Nasswerden
    • bei feuchtem, windigem Wetter
    • abends

Diese Symptome können entweder die eigentlichen Krankheitszeichen sein, oder auch als zeitgleiche Veränderungen vom Normalzustand auftreten. In jedem Fall weisen diese Zeichen darauf hin, dass Allium cepa ein passendes homöopathisches Mittel für den Kranken sein kann.

Allium cepa für Baby und Kind

Manchmal genügt ein einziger Blick auf ein erkältetes Kind, um zu erkennen, dass Allium cepa das richtige homöopathische Mittel ist: Die Nasenflügel und die Oberlippe sind gerötet, die Augen tränen. Oft fließen die Tränen ebenso reichlich wie der Nasenausfluss. Muss das Kind husten, hat es solche Schmerzen im Kehlkopf, dass es sich mit der Hand beim Husten an den Hals fasst. Abends geht es dem leidenden Allium-cepa-Baby oder -Kind besonders schlecht.

Auch bei allergischen Anfälle beim Kind kann die homöopathische Küchenzwiebel sehr wirksam sein. Zur Behandlung immer wiederkehrender Erkältungen bei einem Kind mit schwachem Immunsystem oder zur dauerhaften Behandlung einer Allergie eignet sich Allium cepa allerdings nicht.

Was charakterisiert den Allium-cepa-Typ?
Die homöopathisch potenzierte Küchenzwiebel ist ein Mittel, das ausschließlich bei akuten Krankheiten eingesetzt wird. Deshalb ist es nicht möglich, einen konkreten Typus zu definieren.

Wie wird Allium cepa angewendet?

Das homöopathische Einzelmittel wendet man klassisch in Form von kleinen Streukügelchen (Globuli) an. Eine weitere Art es als Einzelmittel einzusetzen, sind homöopathische Tropfen oder Tabletten.

Es gibt viele homöopathische Komplexmittel, die zur Behandlung von Erkältungskrankheiten angeboten werden. In den meisten dieser Komplexmittel ist Allium cepa in unterschiedlichen Potenzen enthalten. Diese Mittel werden im Allgemeinen als Tabletten oder Tropfen, selten als Globuli angeboten.

Ist man erkältet und zeigt die typischen Allium-cepa-Symptome oder Eltern haben ein typisches Allium-cepa-Baby oder -Kind ausgemacht, so sollte man die Behandlung schnell mit Allium cepa D6 oder Allium cepa D12 beginnen. Um rasch einen Erfolg zu sehen, wiederholen Sie die Gabe mehrmals täglich. Sind die Beschwerden ausgeprägter, der Kranke leidet besonders oder die Beschwerden bestehen schon länger, greift man am besten zu Allium cepa C30. Diese Potenz sollte man nicht so häufig einnehmen und zwischen den Gaben genauer beobachten, ob eine Besserung eingesetzt hat.

Höhere Potenzen, wie beispielsweise Allium cepa C200, sollten nur nach Verordnung durch einen Homöopathen eingesetzt werden. Sie kommen bei schweren akuten Krankheitsverläufen zum Einsatz. In solchen Fällen ist von einer Selbstbehandlung abzusehen.

Homöopathische Arzneimittel haben keine Nebenwirkungen, beim Auftreten von Erstverschlimmerungen muss aber die Einnahme von Allium cepa unterbrochen werden. Bei Selbstmedikation sollen sich die Beschwerden rasch bessern.

Typische Allium-cepa-Anwendungsgebiete

Schnupfen

- reichlicher, wässriger Schnupfen (wie aus einem Wasserhahn)
- Nasenlöcher und Oberlippe sind wund
- Heuschnupfen, schlimmer durch Blumen, in warmen Räumen, auf der linken Seite und abends

3 Globuli Allium cepa D6, kann zweistündlich wiederholt werden. Oder 3 Globuli Allium cepa D12 maximal alle 6 Stunden.

Husten/Bronchitis/Kehlkopfentzündung

- Erkältungen, die auf die Brust übergreifen
- Rauheit des Kehlkopfes und Gefühl von Zusammenschnüren
- Kitzelhusten, bellend und sehr schmerzhaft
- Kinder halten sich beim Husten vor Schmerzen den Hals
- lautes Schleimrasseln in den Bronchien

3 Globuli Allium cepa D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Allium cepa D12 zweimal täglich.

Bei fortgeschrittenen Fällen Allium cepa C30 maximal zweimal täglich.

Bindehautentzündung (Konjunktivitis)

- reichlicher Tränenfluss, der aber die Augenlider nicht wund macht

3 Globuli Allium cepa D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Allium cepa D12 zweimal täglich.

Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

- bei Stockschupfen
- mit Stirnkopfschmerzen

3 Globuli Allium cepa D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Allium cepa D12 zweimal täglich.

Mittelohrentzündung (Otitis media)

- Schmerzen ziehen vom Hals in die Ohren

3 Globuli Allium cepa D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Allium cepa D12 zweimal täglich.

Verdauungsbeschwerden

- Übelkeit und Aufstoßen
- übelriechende Blähungen
- Durchfall, besonders nach dem Genuss von Salat und Gurken

3 Globuli Allium cepa D6 bis zu sechsmal täglich oder 3 Globuli Allium cepa D12 zweimal täglich.

Nervenschmerzen besonders nach Amputation

- Neuralgien und Phantomschmerzen
- Schmerz wird fadenförmig empfunden

Eine Woche lang täglich 3 Globuli Allium cepa C30 einnehmen.

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Autor:
Dr. med. Manuela Mai
Quellen:
  • Metzger, J.: Gesichtete homöopathische Arzneimittellehre, Band 2, Haug-Verlag, 12. Auflage, 1999
  • Morrison, R.: Handbuch der homöopathischen Leitsymptome und Bestätigungssymptome, KK Verlag für homöopathische Literatur, 2. Auflage, 1997
  • Tyler, M.L.: Homöopathische Arzneimittellehre, Burgdorf Verlag, 1993
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