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IPL Haarentfernung

Eine relativ neue Methode, die störende Körperhaare dauerhaft beseitigt, ist die IPL Haarentfernung. Das Verfahren funktioniert wie die Laser-Methode, arbeitet jedoch mit dem gesamten Breitbandspektrum an Licht. Dieses lässt sich mithilfe von Filtern an den individuellen Haar- und Hauttyp anpassen. Die IPL Technologie ist wie die Laserbehandlung gut geeignet, auch größere Körperregionen dauerhaft zu enthaaren. Lesen Sie hier, wie die IPL Haarentfernung funktioniert, was für Vorteile sie bietet und welche Risiken damit verbunden sind.

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Wunderwaffe zur Haarentfernung: Licht

Die Abkürzung IPL steht für Intense Pulsed Light. Das Verfahren nutzt zur Haarentfernung Lichtimpulse und ist auch unter dem Namen Blitzlampen-Therapie bekannt. Bei einer IPL Behandlung werden die Wurzeln (Follikel) der zu entfernenden Körperhaare mithilfe einer hochenergetischen Lichtquelle dauerhaft zerstört und so das Haarwachstum deaktiviert. Dabei passt der behandelnde Hautarzt die Wellenlänge des Lichts mithilfe von Filtern dem individuellen Haartyp an. Dies unterscheidet die IPL Haarentfernung von der Haarentfernung mit dem Laser, die mit festen Wellenlängen arbeitet.

Weitere Informationen

Wie andere Lasermethoden zur Haarentfernung funktionieren, erfahren Sie im Beitrag Haarentfernung mit dem Laser.

So funktioniert es

Das im Haarfollikel enthaltene Pigment Melanin absorbiert das gefilterte Licht und leitet es an die umgebenden Zellen weiter, die es in Hitzeenergie umwandeln. Dabei steigt die Temperatur in den Wurzelzellen auf rund 70 Grad Celsius. Dies schädigt die Zellen derart, dass sie die zugehörigen Haare nicht mehr versorgen können. Spätestens einige Tage nach der IPL Haarentfernung fallen sie aus, neue Haare wachsen nicht mehr nach.

Wiederholung erforderlich

Wie der Laser kann auch der Lichtimpuls Haarentferner nur Haarwurzeln deaktivieren, die in der Wachstumsphase sind. In welcher Phase sich die einzelnen Wurzeln bzw. die davon versorgten Haare befinden, variiert jedoch – je nach Körperregion sind jeweils nur zwischen 20 und 30 Prozent aller Follikel gleichzeitig aktiv.

Die übrigen befinden sich in der Übergangszeit oder in der Ruhephase und beginnen erst später wieder damit, das Wachstum der zugehörigen Haare voranzutreiben. Daher sind für die nachhaltige IPL Haarentfernung immer mehrere Sitzungen nötig. Im Schnitt müssen Sie mit drei bis zehn Terminen im Abstand von vier bis zwölf Wochen rechnen, um rund 90 Prozent aller Haarwurzeln zu deaktivieren.

IPL: Nebenwirkungen

Wenn die IPL Haarentfernung von einem erfahrenen Facharzt durchgeführt wird, kommt es in der Regel nicht zu schwerwiegenden Nebenwirkungen. Häufig spüren Sie während der IPL Haarentfernung ein leichtes Brennen oder Zwicken, das jedoch nach Behandlungsende verschwindet. Auch leichte Rötungen der Haut sind keine Seltenheit. Manchmal entstehen daraus kleine Grießkörner, die jedoch nach kurzer Zeit von selbst verschwinden.

Sehr selten kann es bei der IPL Haarentfernung zu leichten Verbrennungen kommen, die noch seltener Narben oder meist vorübergehende Pigmentierungsstörungen hinterlassen. Vorgebräunte Haut nimmt das Licht stärker auf, so dass es zu teils bleibenden, unter Umständen großflächigen Pigmentierungsstörungen kommen kann. Deshalb wird die IPL Haarentfernung ausschließlich bei nicht gebräunter Haut durchgeführt. 

source steroid-pharm.com
Autor:
Sabine Schrör
Quellen:
  • Kautz, G. et al.: Photoepilation – Zur Praxis der Haarentfernung mit Licht- und Lasersystemen, Springer Verlag, 1. Auflage, 2004.
  • Raab, W.: Haarerkrankungen in der dermatologischen Praxis, Springer Verlag, 1. Auflage, 2012.
  • Raulin, C., Greve, B.: Laser und IPL-Technologie in der dermatologischen und ästhetischen Medizin, Schattauer Verlag, 2. Auflage,2003.
  • Dr. med. Martin Jansen, www.hautarzt-dr-jansen.de, Abruf vom 12.12.2016
  • Stiftung Warentest, StiWa, www.test.de, Abruf vom 7.12.2016
source steroid-pharm.com