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Die Erreichbarkeitsfalle

Beim Frühstück schnell die Mailbox checken, auf dem Heimweg telefonieren und im Urlaub E-Mails beantworten – die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit weichen zunehmend auf.

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So praktisch Smartphones, Tablets & Co. auch sind, und so sehr sie das Leben erleichtern können: Sie tragen dazu bei, dass der Job immer mehr Raum einnimmt. Wer 24 Stunden lang erreichbar ist, hat niemals frei. Etwa jeder zweite Beschäftigte erledigt manchmal Berufliches auch außerhalb der regulären Arbeitszeit, zeigt ein Bericht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Für den Bericht wurden 23 nationale und internationale Studien unter die Lupe genommen.

Je höher die Position im Beruf, desto größer sind die Auswüchse des Phänomens. Insbesondere Führungskräfte scheinen in die Erreichbarkeitsfalle zu tappen. Dadurch wird die ständige Verfügbarkeit zum Statussymbol. Wer heute nicht immer erreichbar sein muss, der ist nicht wichtig.

Körperliche und seelische Folgen

Die mobile Standleitung zum Chef und den Kollegen hat aber einen hohen Preis: Das Abschalten in der Freizeit bleibt auf der Strecke. Entspannung ist aber ein wichtiger Gegenpol zum Dauerdruck im Arbeitsleben. Wird sie vernachlässigt, drohen psychische und körperliche Konsequenzen - von Schlafstörungen, über Rückenschmerzen bis hin zu Depressionen und Burnout. Langfristige Folgen können zudem Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall sein.

Andererseits stärkt das Gefühl, gebraucht zu werden, die Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit. Auch die Arbeitszeiten werden flexibler: So können Mitarbeiter beispielsweise das Büro früher verlassen , weil sie in Notfällen per Handy erreichbar sind, oder sie die Arbeit auch von zuhause erledigen können.

Verbindliche Richtlinien für Erreichbarkeitspflicht

Manche Firmen haben auf die Auswüchse bereits reagiert: Sie führen verbindliche Richtlinien ein, zu welchen Uhrzeiten ein Arbeitnehmer erreichbar sein muss, und wann er für die Firma tabu ist. Sogar aus dem Bundesarbeitsministerium kamen mahnende Worte. Tatsächlich verlangt das Arbeitsschutzgesetz von jedem Arbeitgeber, dass er Maßnamen trifft, welche die Gesundheit seiner Mitarbeiter schützen.

Gesellschaftlicher Druck

Doch Gesetze helfen wenig, wenn die gesellschaftliche Realität eine andere ist. Weil alle permanent auf Empfang sind, ist dies fast selbstverständlich geworden. Wer sein Smartphone ignoriert, seine Mails zu lange nicht beantwortet, erntet inzwischen Entrüstung – von Kollegen wie von Freunden. Auch während der Arbeitszeit gehört schnelles Reagieren zum guten Ton.

Mangelnde Effizienz

Der Blick auf das Smartphone, das Checken des E-Mail-Eingangs erfolgen inzwischen reflexartig. Für die Arbeit ist das eher hinderlich: Die ständige Beschäftigung mit eingehenden Informationen reißt einen aus dem Arbeitsfluss, schadet der Konzentration und kostet letztlich Zeit. Für das Ver- und Bearbeiten der Informationen bleibt immer weniger Raum. In der Folge arbeitet man ineffektiv und bringt weniger Leistung. Um das wieder aufzuholen, verlängert sich die Arbeitszeit.

Bewusster Umgang

Der einzige Ausweg aus der Erreichbarkeitsfalle ist der bewusste Umgang mit den mobilen Helfern. Und den müssen die meisten erst wieder lernen. Feste Zeitfenster für das Lesen und Verarbeiten der E-Mails sind ein erster Schritt. Dazwischen ist der Blick in E-Mail-Eingang tabu. Weiterer Tipp zu Entschleunigung: Behalten Sie die Prioritäten im Blick. Nicht alles, was hereinflattert, ist dringend. Und nicht alles was dringend, ist ist wichtig.

Machen Sie sich außerdem frei von überzogenen Forderungen von Arbeitgebern und Kollegen, was ihre Verfügbarkeit betrifft. Das erfordert ein bisschen Courage, aber ihre Gesundheit und Arbeitsleistung werden letztlich profitieren.

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Autor:
Christiane Fux
Quellen:
  • „Die Auswirkungen arbeitsbezogener erweiterter Erreichbarkeit auf Life- Domain-Balance und Gesundheit“, Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2013
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