Ätherische Öle

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Dr. med. Manuela Mai

Dr. Manuela Mai studierte Medizin an den Universitäten Heidelberg und Mannheim. Nach dem Studium sammelte sie klinische Erfahrung in der Gynäkologie, der Pathologie sowie der klinischen Pharmakologie. Sie interessiert sich besonders für die großen Zusammenhänge, die zu Krankheiten führen - auch abseits der Schulmedizin. Sie absolvierte Zusatzausbildungen in klassischer Homöopathie sowie Ohr- und Schädelakupunktur.

Ätherische Öle sind im Rahmen der Aromatherapie ein fester Bestandteil der Alternativmedizin. Sie lindern körperliche Beschwerden und entfalten wohltuende Wirkung auf die Seele. Ihre Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, einfach durchzuführen und risikoarm. Daher sind die Pflanzenextrakte auch zur Selbstbehandlung geeignet. Lesen Sie hier, welche ätherischen Öle gegen welche Beschwerden helfen und wie man sie anwendet.

Ätherische Öle

Was sind ätherische Öle?

Ätherische Öle sind natürliche Substanzen, die von Pflanzen gebildet werden. Sie bestehen aus organischen Stoffen wie Alkoholen, Estern, Ketonen oder Terpenen. Sie sind von öliger Konsistenz und verdunsten rückstandslos – verflüchtigen sich also im „Äther“. Allen ätherischen Ölen gemein ist der intensive Duft, den sie beim Verdunsten verströmen.

In der Medizin werden ätherische Öle zur unterstützenden Therapie von seelischen und körperlichen Beschwerden eingesetzt. Zu diesem Zweck werden ätherische Öle durch Wasserdampfdestillation, manchmal auch durch Kaltpressung aus Pflanzen gewonnen.

Aromatherapie

Die Behandlung verschiedener Befindlichkeiten und Krankheiten mit ätherischen Ölen nennt man Aromatherapie. Die Wirkung ätherischer Öle auf den Menschen ist bei Naturwissenschaftlern und Naturheilkundlern gleichermaßen unumstritten. Aromatherapeuten setzen sie gezielt zur Behandlung körperlicher und seelischer Probleme ein. Die Öle können sowohl über ihren Duft Wirkung entfalten, als auch über die direkte äußerliche und innerliche Anwendung. Ätherische Öle eigenen sich wegen ihrer einfachen Anwendung auch zur Selbstbehandlung.

Ätherische Öle - Wirkung

Ätherische Öle wirken gegen verschiedenste Beschwerden. Pflanzen produzieren ätherische Öle um Insekten anzulocken oder Schädlinge zu vertreiben und die Pflanze so vor Krankheiten zu schützen. Diese Wirkungen sind auch für den Menschen nützlich. Die Öle gelangen direkt über die Haut oder den Magen-Darm-Trakt in den Körper.

Ätherische Öle: Duft-Wirkung

Vor allem aber entfaltet ihr Duft heilsame Wirkung. Die Duftmoleküle dringen über die Nase auf die Riechschleimhaut, die zum zentralen Nervensystem gehört.

Der Geruchssinn selbst sitzt im ältesten Teil des Gehirns, dem limbischen System. Duftreize können dort die Ausschüttung von Botenstoffen bewirken, die schmerzlindernd wirken oder Wohlbehagen erzeugen. Auch Endorphine werden ausgeschüttet. Diese wirken sehr schmerzstillend und heben die Stimmung.

Ätherische Öle: Wirkungstabelle

Folgende Tabelle gibt Aufschluss über die wichtigsten Wirkmechanismen ätherischer Öle

Antibiotische, desinfizierende Wirkung

Lavendel

Nelke

Salbei

Eukalyptus

Teebaumöl

Kamille

Zwiebel

Verdauungsfördernde Wirkung

Kümmel

Majoran

Zimt

Erkältungen

Fichte

Eukalyptus

Minze

Husten

Thymian

Muskat

Pfefferminz

Thuja

Zitrone

Schmerzstillende Wirkung

Pfefferminze

Kamille

Cajeput

Bergamotte

Geranium

Krampflösende Wirkung

Lavendel

Melisse

Ylang-Ylang

Hautpflegende Wirkung

Lavendel

Benzoe

Rose

Mückenschutz

Citronella

Eukalyptus

Teebaumöl.

Ätherische Öle für Seele und Geist

Folgende Düfte wirken sich positiv auf das Wohlbefinden und den Gemütszustand aus oder fördern die Konzentration:

beruhigend

Rosmarin

Fichtennadeln

Thymian

Citronella

Muskatnuss

stimmungsaufhellend

Rose

Neroli

Geranium

Lemongrass

Mandarine

aktivierend

Fichtennadel

Muskatnuss

Thymian

Citronella

Rosmarin

aphrodisierend

Rose

Patschuli

Sandelholz

Konzentration

Eukalyptus

Rosmarin

Cajegut

Lemongrass

Ätherische Öle - Anwendung

Für eine Aromatherapie gegen bestimmten Beschwerden gibt es vorgefertigte Mischungen. Alternativ können Sie sich diese auch selbst anhand von Wirkungstabellen zusammenstellen oder einen ausgebildeten Aromatherapeuten aufsuchen.

Wollen Sie mithilfe ätherischer Öle lediglich einen angenehmen Raumduft erzielen und so zu Ihrem allgemeinen Wohlbefinden beitragen, sollten Sie sich einfach von Ihrer Nase leiten lassen. Probieren Sie verschiedene ätherische Öle oder Duftmischungen aus und beobachten Sie, in welcher Stimmung Ihnen ein bestimmter Duft besonders guttut.

Übersicht der Anwendungsmöglichkeiten

Benutzt man reine ätherische Öle, die vorher aus den Pflanzen herausgelöst wurden, so bieten sich vielfältige Möglichkeiten der Anwendung:

  • Duftlampen und Raumbedufter
  • Inhalation
  • Öle zur Massage und Hautpflege
  • Balsam zum Auftragen auf die Haut
  • Saunaaufguss
  • Badezusätze
  • Mundspülungen
  • Auftragen verdünnter ätherischer Öle direkt auf die Haut
  • Schnuppern an der verdünnten Substanz
  • Innerliche Anwendung durch Einnehmen

Duftlampe

In einer Duftlampe oder einem Raumbedufter können Sie einige Tropfen in Wasser geben und direkt den Duft der ätherischen Öle genießen. Auch bei Saunaaufgüssen können Sie ätherische Öle direkt ins Wasser geben.

Duftbad

Wollen Sie aber ein Voll- oder Teilbad mit ätherischen Ölen machen, müssen Sie diese zuerst mit einem Emulgator wie einem neutralen Duschgel, Honig oder Sahne mischen, bevor Sie die ätherischen Öle ins Wasser geben. Das gleiche gilt für jede Form der Anwendung ätherischer Öle auf der Haut.

Ätherische Öle hinterlassen übrigens meist Verfärbungen auf der Wäsche, die sich nicht mehr auswaschen lassen, aber keinen Fettfilm.

Ätherische Öle entfalten ihre Wirkung auch, wenn sie nicht extrahiert wurden und stattdessen die Pflanze selbst verwendet wird, beispielsweise in Form von:

  • Gewürzen
  • Tee
  • Dampfbädern
  • Räuchern

Gibt es Gefahren und Nebenwirkungen?

Ätherische Öle sollten pur nicht direkt in Kontakt mit Haut und Schleimhäuten kommen. Sie können sehr stark reizen und dürfen daher immer nur verdünnt angewendet werden. Dies gilt auch für ätherische Öle für die Haut. Auch die Dosierung sollte vorsichtig gewählt werden, da zu hohe Konzentrationen zu starken Reizungen und Kopfschmerzen führen können.

Allergische Reaktionen

Um mögliche allergische Reaktionen auf ätherische Öle auszuschließen, sollten Sie vor der Anwendung die ätherischen Öle zuerst auf ihre Verträglichkeit prüfen. Tragen Sie einen Tropfen in der Ellenbeuge auf und warten Sie ab, ob sich eine Reaktion einstellt.

Luftnot

Asthmatiker müssen bei der Anwendung ätherischer Öle besonders vorsichtig sein, denn bei der Inhalation des Duftes können Atemprobleme auftreten.

Ätherische Öle in der Schwangerschaft

Einige ätherische Öle können Wehen auslösen, so dass Schwangere besondere Vorsicht bei der Auswahl der ätherischen Öle walten lassen sollten. Ansonsten können Sie sich auch in der Schwangerschaft ätherische Öle zu Nutze machen.

Ätherische Öle für Babys und Kinder

Auch für Kinder gibt es spezielle ätherische Öle. Baby- und Kinderkosmetik ist oft damit versetzt. Benutzen Sie bei ihrem Baby ätherische Öle, sollten Sie auf alle Fälle mit sehr hohen Verdünnungen arbeiten oder auf Fertigprodukte zurückgreifen, die speziell für Kinder hergestellt werden.

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