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Betäubungsmittelrezept (BtM-Rezept)

Auf einem Betäubungsmittelrezept (BtM-Rezept) verschreibt ein Arzt Medikamente, deren Abgabe und Verwendung streng kontrolliert werden müssen. Das gilt zum Beispiel für Substanzen, die abhängig machen können wie bestimmte stark wirksame Schmerzmittel. Wie ein BtM-Rezept aussieht, welche Angaben darauf stehen müssen und sonstige wichtige Informationen über das BtM-Rezept lesen Sie hier.

BtM-Rezept für streng überwachte Arzneien

Neben normalen Kassenrezepten kann ein Arzt auch ein Betäubungsmittelrezept – kurz: BtM-Rezept – ausstellen. Es ist für die Verordnung von sogenannten Betäubungsmitteln vorgesehen. Darunter versteht man vor allem Arzneimittel, die abhängig machen oder missbräuchlich verwendet werden können. Dies gilt zum Beispiel für starke Schmerzmittel aus der Gruppe der Opioide, die etwa bei Tumorschmerzen verabreicht werden. Auch Substanzen, die unmittelbar oder mittelbar die Gesundheit gefährden oder zur Herstellung von Betäubungsmitteln verwendet werden können, werden als Betäubungsmittel eingestuft.

Ärzte dürfen Betäubungsmittel nur dann verschreiben, wenn deren Anwendung am Menschen begründet ist und sich der beabsichtigte Zweck nicht auf andere Weise erzielen lässt, etwa durch Arzneimittel, die nicht dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen.

Verordnung und Abgabe von Betäubungsmitteln werden streng überwacht. Diesem Zwecke dient das BtM-Rezept. Es wird von der Bundesopiumstelle personenbezogen für einen Arzt ausgegeben, und ihre Handhabung ist genau geregelt.

Was steht auf dem BtM-Rezept?

Das BtM-Rezept ist ein dreiteiliges amtliches Formular, bestehend aus einem Deckblatt und zwei Durchschlägen. Der Arzt muss dort den vollständigen Namen und die Anschrift des Patienten, das Ausstellungsdatum sowie Bezeichnung und Menge des verschriebenen Arzneimittels eintragen. Verpflichtend vorgeschrieben ist auch eine Gebrauchsanweisung (Einzel- und Tagesdosis) oder aber der Hinweis "Gemäß schriftlicher Anweisung", wenn der Arzt dem Patienten einen separaten Zettel mit Anwendungshinweisen mitgibt.

Darüber hinaus finden sich auf dem BtM-Rezept besondere Kennzeichnungen wie zum Beispiel "S" für Substitutionsmittel. Ein solches wäre etwa Methadon als Drogenersatz für opiatabhängige Patienten (beispielsweise Heroinsüchtige).

Außerdem müssen auf dem Betäubungsmittelrezept Name, Anschrift (einschließlich Telefonnummer) und Unterschrift des Arztes stehen.

Neue BtM-Rezepte

Seit März 2013 gibt es neue BtM-Rezepte. Sie tragen im Unterschied zu alten Rezepten eine fortlaufende, neunstellige Rezeptnummer, mit der sie dem verschreibenden Arzt eindeutig zugeordnet werden können. Aber auch alte BtM-Rezepte sind noch in Verwendung. Sie behalten bis 31. Dezember 2014 ihre Gültigkeit.

BtM-Rezept einlösen

Das ausgefüllte BtM-Rezept gibt der Arzt dem Patienten mit – genauer gesagt: das Deckblatt und den ersten Durchschlag. Den zweiten Durchschlag behält der Arzt; er muss ihn für eventuelle Prüfzwecke durch die Behörden drei Jahre lang aufbewahren.

Der Patient legt das BtM-Rezept, also Deckblatt und ersten Durchschlag, in der Apotheke vor und bekommt dafür das betreffende Betäubungsmittel. Die Apotheke leitet anschließend das Deckblatt an die Krankenkasse des Patienten zur Abrechnung weiter. Mit dem ersten Durchschlag des Rezeptes muss der Apotheker genauso verfahren wie der Arzt mit dem zweiten Durchschlag: Er muss ihn drei Jahre lang aufbewahren.

BtM-Rezept: Gültigkeit

Ein BtM-Rezept darf im Allgemeinen bis zum 8. Tag (einschließlich Ausstellungsdatum) in der Apotheke eingelöst werden. Danach ist es nicht mehr gültig. Diese Frist darf nur dann überschritten werden, wenn das BtM-Rezept auf ein Arzneimittel ausgestellt ist, das in Deutschland nicht zugelassen ist und daher erst aus dem Ausland eingeführt werden muss.

BtM-Rezepte auch für Tiere

Neben Allgemeinmedizinern, Fach- und Zahnärzten dürfen auch Tierärzte ein BtM-Rezept ausstellen – allerdings nur für ihre eigenen Patienten, sprich für Tiere. Abgabe und Anwendung sind hier ebenfalls streng geregelt.

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Autor:
Martina Feichter
Quellen:
  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): www.bfarm.de (Abruf: 23.05.2014)
  • Schell, W.: Staats- und Gesetzeskunde für Pflegeberufe in Frage & Antwort, Georg Thieme Verlag, 2005
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