NSE (Neuronenspezifische Enolase)

Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für e-happiness.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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Das Enzym NSE wird vor allem bei Krebspatienten gemessen, um den Krankheitsfortschritt beurteilen zu können. Lesen Sie hier, was NSE genau ist, welche Normwerte gelten und in welchen Fällen veränderte Messwerte auftreten!

Was ist NSE?

Die Abkürzung NSE steht für "Neuronenspezifische Enolase" oder "Neuron-spezifische Enolase". Das ist ein Enzym, das eine wichtige Rolle im Zuckerstoffwechsel spielt. Es kommt vor allen in Nervenzellen und in sogenannten neuroendokrinen Zellen vor. Das sind spezielle Nervenzellen, die auf das Signal von anderen Nervenzellen Hormone oder andere Sekrete ausschütten.

Wann wird der NSE-Wert bestimmt?

In der Labormedizin spielt NSE eine wichtige Rolle als Tumormarker bei bestimmten Krebsarten. Das Enzym wird gemessen, um den Verlauf der Erkrankung, den Therapie-Erfolg und die Prognose des Patienten abzuschätzen.

NSE wird hauptsächlich als Tumormarker bei Patienten mit einem speziellen Lungenkrebs (kleinzelliges Bronchialkarzinom), Neuroblastom (vom Nervengewebe ausgehender Krebs im Kindesalter) oder Seminom (Keimzelltumor des Hodens) bestimmt.

Die Konzentration kann aber auch bei gutartigen Krankheiten erhöht sein.

NSE: Normwert

Die NSE-Konzentration wird meist im Blutserum bestimmt. Der sogenannte Cut-off-Wert bei Erwachsenen beträgt im Allgemeinen 12,5 Mikrogramm pro Liter (µg/l). Der Cut-off-Wert ist jener Grenzwert, oberhalb dem ein Testergebnis als positiv bewertet wird. Bei NSE-Mengen unterhalb des Cut-off-Werts ist der Test negativ.

Achtung: Die Cut-off-Werte sind methoden- und laborabhängig!

Wann ist der NSE-Wert zu niedrig?

Eine Abweichung nach unten ist medizinisch nicht bedeutsam.

Wann ist der NSE-Wert zu hoch?

Ein erhöhter NSE-Wert kann gemessen werden bei:

  • bestimmten Krebserkrankungen wie zum Beispiel beim kleinzelligen Bronchialkarzinom (eine Form von Lungenkrebs), Neuroblastom (vom Nervengewebe ausgehender Krebs im Kindesalter), Seminom (Keimzelltumor des Hodens), bei Schilddrüsenkrebs, Nierenkrebs oder Brustkrebs
  • einigen gutartigen Krankheiten: Bronchopneumonie (eine Verlaufsform der Lungenentzündung), Lungenfibrose (vermehrte Bindegewebebildung in der Lunge), Lebererkrankungen

Werden bei der Blutentnahme oder bei der Untersuchung die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) zerstört, kann es zur Freisetzung von NSE aus den Blutkörperchen kommen. Dies führt zu falsch hohen Werten. Das Gleiche gilt bei Patienten, bei denen der Zerfall der Erythrozyten etwa aufgrund einer Erkrankung oder einer genetischen Veranlagung gesteigert ist (Hämolyse).

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