CEA

Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für e-happiness.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

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CEA ist ein sogenannter Tumormarker. Das bedeutet, dass bei bestimmten Krebserkrankungen erhöhte CEA-Spiegel im Blut gemessen werden – vor allem bei Dickdarmkrebs und Mastdarmkrebs. Allerdings können auch andere Erkrankungen den Messwert ansteigen lassen. Lesen Sie hier, was CEA genau ist, wie der Arzt es bestimmt und welche Erkrankungen erhöhte Werte verursachen.

Was ist CEA?

Die Abkürzung CEA steht für carcinoembryonales Antigen. Es handelt sich um ein Glykoprotein (Eiweiß-Zucker-Verbindung) auf der Zelloberfläche von Schleimhäuten. Physiologisch, also ohne Krankheitswert, kommt es im Magen-Darm-Trakt des Fetus vor. Der Körper eines gesunden Erwachsenen hingegen produziert nur geringe Mengen von CEA.

CEA-Wert: Tabelle mit Normwerten

Grundsätzlich gilt: Die Normwerte für den Tumormarker CEA sind, wie bei nahezu allen Tumormarkern, methodenabhängig. Zudem hat regelmäßiges Rauchen Einfluss auf die festgelegten Normwerte:

CEA-Normwert im Blutserum

Nichtraucher

bis 4,6 ng/ml

Raucher

in 25 % der Fälle: 3,5 - 10,0 ng/ml

in 1 % der Fälle: > 10,0 ng/ml

hochgradiger Verdacht auf Krebs

> 20,0 ng/ml

Wann ist der CEA-Wert erhöht?

Die größte Bedeutung hat das CEA bei Darmkrebs (kolorektales Karzinom: Dick- und Mastdarmkrebs). Außerdem kann der Tumormarker bei folgenden Krebsarten ansteigen:

Bei verschiedenen gutartigen Erkrankungen finden sich manchmal leicht erhöhte CEA-Werte im Blut, so zum Beispiel in folgenden Fällen:

Erhöhte Werte zeigen sich normalerweise auch in den ersten sechs Monaten nach einer Geburt.

Wann bestimmt man das CEA?

Der Onkologe (Facharzt für Krebserkrankungen) bestimmt den Tumormarker in erster Linie zu folgenden Zwecken:

  • zur Stadieneinteilung, Verlaufs- und Therapiekontrolle sowie Prognoseeinschätzung bei Darmkrebs (Dickdarm- und Mastdarmkrebs)
  • zur Abklärung von unklaren Tumoren der Leber in Zusammenschau mit dem AFP-Wert
  • als Zweitmarker zum Tumormarker CA 15-3 bei Brustkrebs (zur Kontrolle des Therapieerfolgs oder im Rahmen der Nachsorgeuntersuchungen)
  • zum Erkennen eines Tumorfortschreitens nach einer Operation
  • zur Abklärung von Schilddrüsenknoten, häufig in Kombination mit dem Marker Calcitonin
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